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Stormarn Oldesloer Bauamtschef wechselt zum Kreis
Lokales Stormarn Oldesloer Bauamtschef wechselt zum Kreis
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19:24 14.12.2018
Thilo Scheuber ist noch der Bauamtsleiter der Stadt Bad Oldesloe. Sein neuer Arbeitsplatz ist nur einige hundert Meter vom Oldesloer Rathaus entfernt.
Thilo Scheuber ist noch der Bauamtsleiter der Stadt Bad Oldesloe. Sein neuer Arbeitsplatz ist nur einige hundert Meter vom Oldesloer Rathaus entfernt. Quelle: Kuhlmann-Schultz
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Bad Oldesloe

Personeller Paukenschlag in der Kreisstadt: Bad Oldesloes Bauamtsleiter Thilo Scheuber wechselt im Sommer zur Stormarner Kreisverwaltung. Er übernimmt dort den Posten von Klaus Kucinski, der im nächsten Sommer nach mehr als 30 Jahren im Stormarner Bauamt in Rente geht. Scheuber ist gebürtiger Oldesloer und führt seit 2014 das Oldesloer Bauamt. Er hatte sich damals gegen mehr als 50 Bewerber durchgesetzt.

Bei der Kreisverwaltung waren jetzt zehn Bewerbungen eingegangen. Nach einem Auswahlverfahren waren noch zwei Kandidaten übrig, die sich am Mittwoch auf der Sitzung des Hauptausschusses des Kreises im nicht-öffentlichen Teil vorstellten. Neben Scheuber war noch ein Mann aus Hamburg im Rennen, die Kreispolitiker entschieden sich am Ende mit sehr großer Mehrheit für den 37-jährigen Oldesloer.

Am Donnerstag hatte Scheuber Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke davon unterrichtet. Bereits am Freitag wurde er im Rahmen der Kreistagssitzung offiziell von Landrat Henning Görtz vorgestellt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagte Görtz im Plenum.

Für Scheuber ist es ein weiterer Karriereschritt. Als er fast auf den Tag genau vor fünf Jahren als neuer Oldesloer Bauamtsleiter vorgestellt wurde, war er 32 Jahre alt. „Beim Kreis kann ich jetzt noch globaler und abstrakter planen“, sagte Scheuber, der aber bis zum Juli einige städtische Projekte weiter voranbringen will.

Herber Verlust für die Stadt

„Für uns ist der Weggang von Thilo Scheuber ein herber Verlust“, sagt Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke. „Persönlich gönne ich es ihm jedoch sehr. Und es ehrt die Stadt, dass der Kreis ihn haben will.“ Lembke will nun schnell einen geeigneten Nachfolger finden. Für eine so exponierte Stellung werde das jedoch schwierig, so der Bürgermeister.

„Für die Stadt tut es mir leid, aber ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, sagte Wolfgang Gerstand, CDU-Kreistagsabgeordneter aus Bad Oldesloe und Vorsitzender des Wirtschafts-, Bau- und Planungsausschusses. „Thilo Scheuber ist sehr gut qualifiziert und hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt.“ Nach seiner Berufsausbildung zum Zimmerer und Architektur-Studium mit Auszeichnung arbeitete er in renommierten Architektenbüros in Hessen und Hamburg, bevor wieder zurück in die Heimat kam. In Bad Oldesloe habe er die großen Herausforderungen in einem politisch schwierigen Umfeld sehr gut gemeistert, so Gerstand.

Schon in Bad Oldesloe hatte Scheuber rund 50 Mitarbeiter in seiner Abteilung, in der Kreisverwaltung werden es rund 60 sein. „Er übernimmt einen sehr gut strukturierten Laden“, sagt Gerstand und lobt Klaus Kucinski: „Sein eigener Fachbereich funktioniert bestens, und er hält auch die anderen Fachbereiche auf Trab.“ Zum Fachbereich Bau gehören beim Kreis unter anderem auch der Denkmalschutz, ÖPNV, Straßenbau oder auch die Untere Naturschutzbehörde.

Große Projekte beim Kreis

Thilo Scheuber hat dann gleich wichtige Projekte vor der Brust. Nachdem die Grundstücksprobleme endlich geklärt sind, kann in Hammoor das Rettungszentrum geplant werden. Kostenvolumen: rund fünf Millionen Euro. Zwei Millionen mehr investiert der Kreis in seiner Berufliche Schule in Bad Oldesloe. Und für 2020 steht das Projekt neue Rettungsleitstelle für rund 19 Millionen Euro auf der Agenda. Derzeit ist sie in der Kreisverwaltung untergebracht, ein neuer Standort steht noch nicht fest.

Die Stadt Bad Oldesloe muss nun ihrerseits schnellstmöglich einen Nachfolger für Scheuber finden. Denn auch hier warten große Projekte wie zum Beispiel der Stadtumbau West, der Umbau der Hagenstraße, Schulen und Kindergärten, das ehemalige VHS-Gelände oder auch die Festhalle. „Es gibt viel zu tun, eine reizvolle Aufgabe“, sagt Bürgermeister Lembke.

Markus Carstens

14.12.2018
14.12.2018
14.12.2018