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Stormarn Grüne fordern feste Blitzer vor Kitas und Schulen
Lokales Stormarn Grüne fordern feste Blitzer vor Kitas und Schulen
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06:00 14.11.2019
Fester Blitzer im Heiligen-Geist-Kamp in Lübeck: So etwas wünschen sich die Grünen vor Schulen und Kitas in Stormarn. Quelle: HL
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Bad Oldesloe

Die Aufstellung stationärer Blitzer zur Geschwindigkeitskontrolle im Umkreis von Kitas und Schulen: Dies ist nur eine Forderung, die die Stormarner Grünen auf ihrer Mitgliederversammlung jetzt im Trittauer Rathaus stellten. Außerdem sprachen sie sich für einen zweiten Anlauf zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Stormarn aus.

Grüne Kommunalpolitiker und Mitglieder aus elf Stormarner Gemeinde- und Stadtvertretungen waren zusammengekommen, um sich über Themen und Probleme vor Ort auszutauschen. Vor allem beschäftigt sie die Mobilität, Wohnen und der Klimaschutz. Kreisweit sei die fehlende Radwegeinfrastruktur – ob innerorts oder als Verbindung zwischen den Orten – ein riesengroßes Problem, so die Kreisvorsitzende Wiebke Garling-Witt aus Bargteheide.

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„Jeder kann rasen, wie er will“

Zudem reiche das Geld nicht für den notwendigen Ausbau des Nahverkehrs. Und dann sei da noch die Verkehrssicherheit. „Im Kreis wird der fließende Verkehr viel zu wenig kontrolliert. Jeder kann rasen wie er will, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Das ist lebensgefährlich und verunsichert die Menschen im Umkreis von Schulen, Kitas und Altenheimen“, sagt Wiebke Garling-Witt.

Der Kreis selbst verfügt über ein einzelnes mobiles Blitzgerät, das an verschiedenen Stationen in ganz Stormarn zum Einsatz kommt. Diskussionen und Anträge zu eventuellen Blitzanhängern oder stationären Geräten zur Überwachung der Geschwindigkeit blieben vor rund zwei Jahren ohne Ergebnis. Städte und Gemeinden behelfen sich häufig mit Messanlagen, die einen traurigen Smiley bei zu schnellem Fahren anzeigen, ansonsten aber keinerlei Sanktionen nach sich ziehen.

Feste Blitzer nur an Unfallschwerpunkten

„Feste Blitzer können nur an Unfallschwerpunkten installiert werden, die durch bauliche Maßnahmen nicht zu entschärfen sind“, erklärt Ingo Lange, Leiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit bei der Kreisverwaltung. Eine Begutachtung habe ergeben, dass es in Stormarn keine Unfallschwerpunkte gibt. Die jährliche Polizeistatistik bestätigte das.

Zurück zu den Grünen: Weitere Herausforderungen seien zu wenig bezahlbarer Wohnraum, kaum noch Grundstücke in kommunaler Hand, enormer Siedlungsdruck, der Waldstücke und Grünland verschwinden lasse, außerdem Pläne für neue Gewerbegebiete in der Größe von unvorstellbaren 152 Hektar Land allein im Kreis Stormarn. Doch Konzepte und Ideen dazu haben laut Garling-Witt die Fraktionen vor Ort: Radwege- und Verkehrskonzepte, Vorschläge für eine nachhaltige Stadtentwicklung mit moderatem Wachstum, Maßnahmen für Umwelt- und Klimaschutz, gerade auch mit Blick auf die Landwirtschaft. „Was allerdings oft fehlt, sind die nötigen Mehrheiten in den politischen Gremien“, sagt Co-Vorsitzender Benjamin Stukenberg aus Ahrensburg. „Da heißt es für uns, wir müssen weiter wachsen und Stimmen gewinnen.“

Von mc

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