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Stormarn Oldesloer Schüler machen Film über NS-Opfer
Lokales Stormarn Oldesloer Schüler machen Film über NS-Opfer
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13:11 11.07.2019
Die Oldesloer Schüler mit Zeitzeuge Jürgen Ehlers (2.v.l.) aus Zarpen.   Quelle: hfr
Bad Oldesloe

Schüler der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe haben vor kurzem ihre Projektarbeiten und ihren Dokumentationsfilm zum Thema „Euthanasie und Zwangssterilisation in der NS-Zeit“ präsentiert. Im Rahmen eines Kultur-Projektes, initiiert und geleitet von der Künstlerin und Kulturvermittlerin Eva Ammermann aus Kuddewörde, setzten die Schüler sich intensiv mit dem Thema und den vorhandenen Primärquellen im Kreisarchiv Stormarn auseinander. Am Ende entstand ein Dokumentarfilm über das Projekt selbst. Titel: „Christian, Paul und Emma – Vergessene Opfer der Zwangssterilisation in der NS-Zeit“:

Während einer zwölftägigen Projektwoche im Herbst vergangenen Jahres beschäftigte sich die Klasse WG18e (Schwerpunkt Wirtschaft) des elften Jahrgangs der Fachrichtung Wirtschaft des Beruflichen Gymnasiums intensiv mit dem Thema Euthanasie und Zwangssterilisation in der NS-Zeit. Um die Schüler auf das Projekt vorzubereiten, wurden im Vorhinein im Fach Gemeinschaftskunde die Zeit des Nationalsozialismus und im Fach Rechtslehre die zu der Zeit geltenden Rassegesetze behandelt.

Zunächst Fallakten gesichtet

In den ersten Tagen des Projektes lag der Schwerpunkt auf der Sichtung von Fallakten regionaler Euthanasieopfer, deren Ansicht das Kreisarchiv Stormarn ermöglichte. Zudem gab der Chronist und Zeitzeuge Jürgen Ehlers den Schülern Auskünfte über die Zeit des Nationalsozialismus in Zarpen und ihnen beim Lesen der alten Handschriften geholfen. „Das ganze Projekt war unheimlich interessant. Die Einsicht in die Fallakten und das Interview mit Herrn Ehlers waren hierbei besonders spannend“, sagte Schüler Stefan Justus.

Projektmappen und Film erstellt

Auf der Basis der gesammelten Informationen erstellten die Schüler unter der Leitung der Lehrer Laura Schnackenbeck, Marcel Fischer und Daniel Werstat Projektmappen zum Thema sowie einen 15-minütigen Dokumentationsfilm, welcher vom Bildenden Künstler Thomas Römhild professionell geschnitten wurde.

Bei der Präsentation des Filmes im Kreisarchiv unter der Leitung der Kreiskulturreferentin Tanja Lütje waren neben den beteiligten Lehrkräften unter anderem auch Klaus Müller vom Bildungsministerium und Schulleiter Kai Aagardt anwesend. „Wir sind sehr stolz, dass unsere Schülerinnen und Schüler mit dem sehr sensiblen Thema Euthanasie gut und respektvoll umgegangen sind und nun so tolle Ergebnisse erzielt haben“, betont Lehrerin Laura Schnackenbeck.

Auch Kai Aagardt zeigte sich sichtlich zufrieden. Er hob hierbei vor allem die Relevanz des Themas hervor sowie die kulturellen Werte, die während des Projekts vermittelt wurden. „Wir haben viel über das Thema gelernt und nehmen für uns daraus mit, dass Euthanasie und Zwangssterilisation nie wieder passieren dürfen. Dies hängt von jedem einzelnen von uns ab“, gab Schüler Stefan Justus im Anschluss an die Präsentation zu bedenken.

Der Film und Informationen über das Projekt sind online einsehbar unter www.bs-oldesloe.de

mc

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