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Stormarn Oldesloer CDU erfüllt Frauenquote
Lokales Stormarn Oldesloer CDU erfüllt Frauenquote
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15:30 09.03.2019
Die neu gewählten Amtsträger des CDU-Ortsverbandes und ihre Ehrengäste. Quelle: Foto: Dorothea von Dahlen
Bad Oldesloe

Mit nur einer Gegenstimme ist Jörg Feldmann erneut zum Ortsvorsitzenden der Oldesloer CDU gewählt worden. Der Kriminalbeamte hatte 2016 im Zuge seines Wahlkampfs für das Bürgermeisteramt in der Kreisstadt 20 neue Mitglieder werben können und war dafür jetzt auf Landesebene ausgezeichnet worden. Unter seiner Führung sind viele junge Politikinteressierte zur Partei gestoßen, die nun auch Positionen im geschäftsführenden Vorstand einnehmen. Zu Feldmanns Stellvertretern wurden Dr. Janine Krüger, (36), Marie-Christin Schwarz (28), Jörn Lucas (56) und Martin Nirsberger (35) gewählt. Der Altersdurchschnitt liegt somit bei knapp über 43 Jahren. Stolz verkündete Feldmann auch, dass die Geschlechterparität im Vorstand mit einem Frauenanteil von 50 Prozent nun erfüllt sei.

Werben um Unternehmer

Als Schwerpunkt für die nächsten Jahre wollen sich die Oldesloer Christdemokraten stärker Wirtschaftsthemen widmen und in diesem Zusammenhang auch mehr Unternehmer für sich gewinnen. Feldmann bedauerte, dass noch zu wenige den Weg in die Partei gefunden hätten und sich engagierte Oldesloer stattdessen anders organisiert hätten. Dem pflichtete der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann bei. „Es hat eine höhere Glaubwürdigkeit in Diskussionen über wirtschaftliche Hemmnisse etwa bei B-Plänen und ähnlichen Situationen, wenn aus eigener Betroffenheit argumentiert werden kann“, sagte er.

Harsche Kritik am Bürgermeister

Die umstrittenen Pläne für die Oldesloer Hagenstraße spielten auch während der parteiinternen Debatte eine große Rolle. Bürgermeister Jörg Lembke geriet dabei ins Feuer der Kritik. Sein Stellvertreter, der CDU-Stadtverordnete Horst Möller, bezeichnete ihn als „beratungsresistent“. Alle Parteien seien sich darin einig gewesen, dass der Abschnitt zwischen Markt und Sparkasse verkehrsberuhigt bleibe, so dass Fußgänger dort ungehindert die Straße queren könnten. Doch Lembke habe alle Vorschläge abgelehnt und nur erklärt, dass dies nicht möglich sei, ohne einen Weg zu suchen, wie dem Wunsch der Bürger entsprochen werden könne. „Schließlich hat diese Zone schon drei Bürgermeister überstanden, ohne dass es zu juristischen Beanstandungen kam“, machte Möller seinem Ärger Luft. So sei die Protestreaktion zustande gekommen, den ganzen Bereich zur Fußgängerzone zu erklären. Das sei das Ergebnis „eines störrischen Bürgermeisters“. Immerhin sei dieser jetzt aufgewacht.

Grundsteuer nicht für Straßembau

Angetippt wurde auch erneut das Problem der Kosten für den Straßenausbau, die nun auch in Bad Oldesloe nicht länger auf die Anlieger umgelegt werden dürfen. Hans Jochim Stolten aus Seefeld wollte wissen, ob es nicht doch einen Weg gibt, sie aus Steuereinnahmen zu finanzieren. Das verneinte der Landtagsabgeordnete Claus Christian Claussen ganz klar. Die Grundsteuer könne nicht zweckgebunden verwendet werden. Bei Abgaben und Gebühren verhalte sich das anders. Aber das sei politisch nicht durchsetzbar.

Zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Stehende Ovationen erhielt zum Abschluss Rainer Fehrmann. Seit 1992 CDU-Mitglied, fungierte er von 1998 bis 2009 als Ortsvorsitzender. „Er hat im Oldesloer Ortsverband den Beirat für Menschen mit Behinderungen wieder aufleben lassen, den Radfahrausschuss und die Vergabe des Silbernen Schlüssels eingeführt. Zudem sei er von 2008 an Bürgerworthalter der Stadt Bad Oldesloe gewesen“, lobte Feldmann und ernannte Rainer Fehrmann zum Ehrenvorsitzenden.

Rudolf Maslo (r.) gehört der Oldesloer CDU seit 40 Jahren an. Dafür ehrte ihn Parteichef Jörg Feldmann. Quelle: Foto: Dorothea von Dahlen

Für 40 Jahre treue Mitgliedschaft wurde wiederum Rudolf Maslo ausgezeichnet. Der 75-Jährige war der CDU beigetreten, als die Partei Ende der 70er Jahre massenhaft Austritte zu verzeichnen hatte. „Bei einem Sieg einzutreten ist leicht. Ich dachte mit damals, ich setze ein Zeichen und mache mit“, sagte Maslo erfreut über die Ehre, die ihm zuteil geworden war.

Dorothea von Dahlen

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