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Stormarn Handballer gut angekommen und eingelebt
Lokales Stormarn Handballer gut angekommen und eingelebt
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05:34 25.09.2019
"Hurra! Endlich angekommen!" Die kleinen Handballer freuen sich, dass sie in der Heinrich-Vogler-Halle trainieren können. Ihre Trainer sind froh, dass alle beim SC Union Oldesloe eine neue Heimat gefunden haben. Quelle: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

„Oh, zeig mal!“, Wow, toll!“ – Begeistert zogen die elf- und zwölfjährigen Handballspieler die neuen Trikots aus der Sporttasche ihres Trainers Ralf Steffek und freuten sich über den Rückenaufdruck „SC Union Oldesloe“. „Nun ist der Wechsel komplett vollzogen, wir sind angekommen und haben uns gut eingelebt“, strahlt auch der D-Jugend-Coach. Als eine der letzten Teams konnten seine Jungs am vorigen Wochenende erstmals in den Union-Trikots ihr Punktspiel absolvieren.

„Bricht meine Mannschaft auseinander?“

Damit ist die Zeit der Unruhen vorbei, die seit März die Gemüter der Oldesloer Handballer bewegte (die LN berichteten). „Ich hatte damals schon Angst, dass unsere Mannschaft auseinanderbricht und ich auch in Bad Oldesloe nicht mehr Handball spielen kann“, gibt Linus zu. Der Mitte-Spieler war bis dato schon sechs Jahre im VfL aktiv und befürchtete, sein liebstes Hobby bald nicht mehr vor Ort ausüben zu können. Auch sein Kumpel Joey, der die Außen-Positionen besetzt, hatte nach Austritt fast der gesamten aktiven Handballspieler und Betreuer aus dem VfL Oldesloe ähnliche Sorgen. Eine neue Heimat fand die dann vereinslose Sparte aber beim SC Union Oldesloe. Dort gab es bis dahin zwar nur eine Damen- und eine Herrenmannschaft, doch empfing SC-Abteilungsleiter Oliver Arndt die Gruppe mit offenen Armen und regelte direkt alles Organisatorische. Neben Ummeldungen und Umschreiben der Pässe waren es vor allem die fehlenden Trainingszeiten, die ihm Sorge bereiteten.

Hallenzeiten weitgehend geregelt

„Hier konnten wir uns jedoch mit der Stadt und auch mit dem VfL Oldesloe einigen, sodass derzeit alle Mannschaften Trainingseinheiten haben“, erklärt Arndt. Natürlich sei noch nicht alles optimal, so sei eine Hallenzeit für die Kleinen doch recht spät gewesen, aber auch hier wurde ein Weg gefunden.  

Die Handballtrainingszeiten bei Union

Minis (Jhg. 2011 bis 2014): dienstags, 17 Uhr, Ida-Ehre-Schule; E-Jugend männl. u. .weibl. (Jhg. 2009 bis 2010): dienstags, 17 Uhr, Heinrich-Vogler-Halle; D-Jugend (Jhg. 2007 bis 2008) männl.: donnerstags, 17 Uhr Stormarnhalle, weibl.: mittwochs, 18.30 Uhr Stormarnhalle; C-Jugend (Jhg. 2005 bis 2006) weibl.: montags, 19 Uhr Stormarnhalle; Damen: mittwochs, 20 Uhr Stormarnhalle; 1. Herren: donnerstags, 20 Uhr Stormarnhalle; 2. Herren: donnerstags, 20.30 Uhr Heinrich-Vogler-Halle.

Wer Interesse hat, kann gerne direkt beim Training vorbeischauen oder für weitere Infos auch Abteilungsleiter Oliver Arndt unter Telelefon: 0152/04 44 70 64 oder per e-Mail an SCU-Handball@gmx.de kontaktieren. SF

Die weibliche D-Jugend hat eine Spielgemeinschaft mit dem VfL Rethwisch gegründet, sodass sich hier nun Hallenzeiten geteilt werden. „Vielleicht ergibt sich das ja auch mit der weiblichen E-Jugend?“, hofft Arndt. „Zudem gab es Gespräche mit dem VfL Oldesloe mit dem positiven Ergebnis, sich gegenseitig unterstützen zu wollen – und auch die Stadt wird uns informieren, sobald freie Zeiten vorhanden sind“, sagt der Unioner Abteilungsleiter.

Nach Unstimmigkeiten in der Handball-Abteilung sind die VfL-Mitglieder zum SC Union Oldesloe gewechselt und haben dort eine neue Heimat gefunden.

Mit nun sieben Jugendteams und drei Seniorenmannschaften hat sich die Mitgliederzahl von 40 auf 140 erhöht. Trainer sind gefunden worden und erste Punktspiele sind bereits absolviert. Neue Trikots wurden zum Teil über die Sparkasse Holstein und über private Firmen gesponsert. „Wir sind gut angekommen und haben uns gut eingelebt“, sind derzeit alle zufrieden.

Nachwuchssorgen

Einen Wunsch haben Arndt & Co. aber dennoch: „Es wäre schön, wenn sich noch mehr aktive Spieler finden würden – egal welchen Alters.“ Akuter Bedarf herrscht im Moment bei den Mädchen der E-Jugend. Und ein besonderes Problem haben die D-Jugend-Jungs: „Nach dieser Saison muss die halbe Mannschaft aus Altersgründen in die C-Jugend aufsteigen, die es bei Union jedoch gar nicht gibt. Und auch die verbleibende D-Jugend ist dann nur noch ein halbes Team“, erklärt Trainer Ralf Steffek. Daher wären vor allem neue Spieler im Alter von elf bis vierzehn Jahren besonders gern gesehen.

Mehr als nur ein anderes Trikot

Im Moment läuft aber noch diese Saison – und von der sind Joey, Linus und alle neuen Unioner absolut begeistert. „Ich hatte gedacht, wir tragen einfach nur ein anderes Trikot, aber es ist doch vielmehr“, strahlt Joey über das abwechslungsreiche Training und die spannenden Punktspiele und spricht damit den „Neu-Unionern“ aus der Seele.

Von Sandra Freundt

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