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Stormarn Oldesloer Rettungszentrum bekommt ein Solardach
Lokales Stormarn Oldesloer Rettungszentrum bekommt ein Solardach
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10:00 26.11.2019
Das Katastrophenschutzzentrum des Kreises in der Oldesloer Turmstraße.   Quelle: mc
Bad Oldesloe

Im Sommer hat der Stormarner Kreistag zwar nicht den Klimanotstand ausgerufen, aber mit großer Mehrheit ein klares Bekenntnis zu weiteren Klimaschutzmaßnahmen ausgesprochen. Im Umweltausschuss waren vor kurzem noch einige Ideen gescheitert, im Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschuss des Kreises wurde jetzt zumindest ein Projekt auf den Weg gebracht. So soll auf dem Rettungszentrum in der Turmstraße in Bad Oldesloe ein Solardach installiert werden.

Ein Antrag von SPD, Grünen und Linken wurde einstimmig angenommen. Die Photovoltaikanlage soll eine Leistung von 30 kWp (Kilowattpeak) liefern, also 30 000 Watt. Ausgearbeitet hat das Projekt Frank Schmalowsky von der SPD. Danach soll der größte Teil ins Stromnetz eingespeist werden, die Investition von knapp 42 000 Euro habe sich nach knapp 15 Jahren amortisiert.

25 000 Kilowattstunden Strom

15 000 Kilogramm Kohlendioxid könnten jährlich mit den insgesamt 96 Solarmodulen eingespart werden. Schmalowsky rechnet mit einem Ertrag von rund 25 000 Kilowattstunden Strom, ein Fünftel davon bräuchte das Katastrophenschutzzentrum für den eigenen Verbrauch. Schon im Frühjahr 2020 soll das Projekt umgesetzt werden.

Der Kreis verfügt bereits über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe und will nun unter anderem auch das neue Rettungszentrum in Hammoor damit ausrüsten. Zunächst war eine kleine Solaranlage (10 kWp) vorgesehen, auf Antrag der Grünen wurde auf einer vorherigen Sitzung des Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschusses ebenfalls eine 30 000-Watt-Anlage beschlossen. Statt 69 Prozent soll der Eigenverbrauch für das Gebäude nahe des Autobahnkreuzes Bargteheide dann bei 33 Prozent liegen.

Neue Wagen für den Katastrophenschutz

Erst ein Motorschaden, dann ein Schwelbrand, der den Wagen unbenutzbar machte: Innerhalb kurzer Zeit sind beim Stormarner Katastrophenschutz zwei Notfall-Krankenwagen ausgefallen und müssen jetzt ersetzt werden. „Wie dringend wir darauf angewiesen sind, hat gerade erst der große Busunfall auf der A 1 bei Stapelfeld gezeigt“, sagt Andreas Rehberg, der zuständige Fachbereichsleiter in der Kreisverwaltung.

Die Kosten für die Neubeschaffung liegen bei 280 000 Euro. Das Geld kann aus nicht benötigten Mitteln des Haushalts genommen werden. Der Finanzausschuss des Kreises sah deshalb auch keinen Beratungsbedarf und stimmte dem Antrag zur Beschaffung zweier neuer Krankenwagen zu.

Rettungszentrum Hammoor wird noch mal teurer

Das Rettungszentrum ist unterdessen nochmals teurer geworden, nicht nur durch die größere Solaranlage. Aus knapp fünf Millionen Euro vor drei Jahren sind mittlerweile fast acht Millionen geworden. Auch dieses Projekt soll im kommenden Frühjahr starten.

Mit einem anderen Antrag scheiterten die Grünen: Sie wollten, dass der Kreis für seine eigenen Gebäude ausschließlich erneuerbare Energien verwendet. Das lasse jedoch das Vergaberecht nicht zu, hieß es aus der Kreisverwaltung. Also entschieden sich die Politiker, den Antrag dahingehend umzuformulieren, dass der Kreis „vorrangig“ erneuerbare Energien einsetzen solle.

Ganz so einfach ist jedoch selbst das offenbar nicht. Während bislang 13 Prozent des Stroms aus eigenen Photovoltaikanlagen kommt, wurde die restliche Stromversorgung nach Angaben der Verwaltung gerade erst vergeben – nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Keiner der Anbieter, also auch der siegreiche, habe dabei Ökostrom im Angebot gehabt.

Von mc

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