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Stormarn „Fridays for Future“: Schüler demonstrieren in Oldesloe auf dem Marktplatz
Lokales Stormarn „Fridays for Future“: Schüler demonstrieren in Oldesloe auf dem Marktplatz
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15:09 29.01.2019
Tjark Wittfoth, Friederike Wrohn, Jessica Trost, Tom Petersen und Charleen Zelle (v. l.) von der Ida-Ehre-Schule haben bereits ein Transparent für die Klimademo kreiert. Quelle: Petra Dreu
Bad Oldesloe

“Fridays for Future” heißt die Bewegung, die die schwedische Schülerin und Klimaaktivistin Greta Thunberg ins Rollen gebracht hat. Immer freitags hat sie statt in der Schule zu sitzen für eine bessere Klimapolitik protestiert. Ihre Aktion findet weltweit Beachtung und Aktive, die es der 16-jährigen Schülerin gleichtun. Am kommenden Freitag, 1. Februar, beteiligen sich auch Schüler Oldesloer Schulen an der Aktion. Ab 11 Uhr hoffen sie mit Worten und Gesang auf offene Ohren für den Klimaschutz. Egal, ob jung oder alt, wer sich an der Aktion daran beteiligen möchte, ist den Organisatoren der Ida-Ehre-Schule herzlich willkommen.

Auf den Spuren von Greta Thunberg

„Das, was Greta Thunberg angefangen hat, war längst überfällig“, sagt Jessica Trost, Schülerin des 12. Jahrgangs der Ida-Ehre-Schule. Sie bezieht sich damit auf die 15-jährige schwedische Umweltaktivistin, die seit ihrer Rede beim UN-Klimagipfel als Vorbild gilt. „Es muss jetzt etwas getan werden und nicht erst in zehn Jahren!“ „Die Politik und die vorherigen Generationen haben nicht genug gegen den Klimawandel getan“, ergänzt ihr Mitschüler Tom Petersen. „Wir wollen, dass wir, unsere Kinder und unsere Enkel in einer Welt leben können, die noch bewohnbar ist. Extremwetterereignisse häufen sich schon jetzt. Das muss geändert werden, sonst werden große Teile der Welt bald nicht mehr bewohnbar sein“, so der Schüler, der für einen raschen Kohle-Ausstieg, eine deutliche Senkung der CO2-Emissionen und für die Suche nach Alternativen plädiert.

„Ein solches Engagement kann man nur begrüßen“, sagt Andreas Bielke, Schulleiter der Ida-Ehre-Schule. Um an der Demo teilnehmen zu können ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, gibt es sogar einen legalen Weg. Bielke: „Eltern oder Schüler können einen entsprechenden Antrag auf Beurlaubung bei den Klassenlehrern stellen. Das ist immer eine Einzelfallentscheidung. Wir haben im Kollegium darüber gesprochen. Die Teilnahme an einer solchen Demo wäre in unseren Augen jedenfalls ein Grund für eine Beurlaubung. In Bad Oldesloe findet sie zum ersten Mal statt. Sollte sie 52 Mal im Jahr stattfinden, wird man sicherlich hinterfragen müssen, ob die Demo nicht auch zwei Stunden später beginnen kann.“ Schülersprecherin Charleen Zelle freut sich über die Reaktion ihrer Schulleitung und hofft, dass auch den Schülern anderer Schulen in Bad Oldesloe keine Nachteile entstehen werden. Aus ihnen haben ein paar Schüler bereits zugesagt, am Freitag ebenfalls dabei sein zu wollen.

Lehrer-Schüler-Band tritt auf

Die meisten Schüler erwarten die Organisatoren nicht aus der eigenen Schule, sondern von der Stadtschule, die sich damit ebenfalls auf die Seite des Klimaschutzes stellt. „Fast die komplette Grundschule wird auf dem Marktplatz mit dabei sein. Ein Junge aus der zweiten Klasse wird sogar eine Rede halten“, erzählt Friederike Wrohn, die von 300 Grundschülern ausgeht. Ebenfalls zum Programm beitragen will die aus Lehrern und Grundschülern bestehende „Band ohne Noten“. Zudem ist auf dem Marktplatz eine Premiere geplant, denn Stadtschüler und Lehrer haben ein Klimalied geschrieben, das dort zum ersten Mal öffentlich zu hören sein wird.

Die Ida-Ehre-Schüler hoffen, mit ihrer Aktion auf offene Ohren der Oldesloer zu stoßen. Jessica Trost: „Jeder hat Verantwortung sich selbst und der Welt gegenüber und jeder kann selbst etwas zum Klimaschutz beitragen.“ Das denkt auch Jessica Trost: „Das fängt schon damit an, seine Wurst im Supermarkt ohne Plastikverpackung zu kaufen.“ Für sie sollte Klimaschutz eins der wichtigsten Themen der deutschen Bundesregierung sein.“

Petra Dreu

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