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Stormarn Oldesloer THW stellte beim Waldbrand die „rollende Tankstelle“
Lokales Stormarn Oldesloer THW stellte beim Waldbrand die „rollende Tankstelle“
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13:19 10.07.2019
Zurück vom Großeinsatz in Mecklenburg-Vorpommern: die Oldesloer THW-Helfer (v.v.l.) Uwe Hoffmann und Gerrit Petrowski sowie (h.v.l.) Tim Reichle, Noah Cleuvers, Thies Evers, Ralf Wolgast und Sara Körting.  Quelle: mc
Bad Oldesloe

Etwas müde, aber sehr zufrieden sind die Helfer des Oldesloer Ortsverbandes von ihrem jüngsten Einsatz in Mecklenburg-Vorpommern zurückgekehrt. Am Sonnabend waren alle acht Männer und eine Frau wieder in Bad Oldesloe und hatten zumindest einen Tag Zeit, um sich auszuruhen. Denn am Montag rief für viele wieder die Arbeit. Abends standen dann noch restliche Arbeiten an, um die eingesetzten Fahrzeuge und das Material wieder auf Vordermann zu bringen.

THW-Helfer aus Bad Oldesloe und Ahrensburg waren knapp eine Woche bei dem großen Brandeinsatz in Mecklenburg-Vorpommern vor Ort. Die Oldesloer versorgten Fahrzeuge mit Kraftstoff, das Ahrensburger THW verfügt über Licht-Spezialisten.

Mit dabei war auch Gerrit Petrowski, der die gesamte Zeit vom Dienstagmorgen vergangener Woche bis Sonnabend bei dem großen Waldbrand in Lübtheen im Einsatz war. „Es war schon beeindruckend, die gesamte Technik dort zu sehen“, berichtete der 34-Jährige. Vom Hubschrauber bis zum Panzer – alles war im Einsatz.

Einsatz als rollende Tankstelle

Dabei muss sich die Fachgruppe Logistik und Materialerhaltung des Technischen Hilfswerks Bad Oldesloe auch gar nicht verstecken mit ihren beiden Lkw und dem Mannschaftstransporter samt Anhänger mit Werkstatt-Ausrüstung. Alles kam in Lübtheen beziehungsweise der Umgebung zum Einsatz. Große Pannen gab es nicht bei den Einsatzfahrzeugen der anderen Rettungsgruppen wie Feuerwehr oder Bundespolizei. „An einem Unimog war mal die Bremse fest, ansonsten haben wir Glühbirnen ausgetauscht“, sagt Petrowski.

Noch wertvoller war das THW jedoch als rollende Tankstelle. Insgesamt drei Ortsverbände aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern waren vor Ort unterwegs, um Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr, aber auch mal eine Motorsäge mit Diesel oder Benzin zu versorgen. 1300 Liter Diesel hält das THW Bad Oldesloe ohnehin immer vor, zwischendrin wird aufgefüllt.

Gute Mischung aus Jung und Alt

Die Oldesloer waren dabei in Dreierteams unterwegs und starteten jeweils von ihrem Stützpunkt in der Kaserne Hagenow. Dort waren sie in einem Zeltlager untergebracht, versorgt von der Truppenküche und mit angemessenen Ruhepausen von sechs bis acht Stunden. „Richtig vor Ort bei den Flammen waren wir nicht, aber auch die Bilder der verkohlten Landschaft beschäftigen uns immer noch“, sagt Gerrit Petrowski. Man habe einiges zu verarbeiten.

Petrowski selbst ist bereits seit 2003 beim THW, für einige andere war der Einsatz in Lübtheen jedoch der erste große. „Eine aufregende Sache, sie haben sich jedoch alle gut geschlagen. Wir hatten eine gute Mischung aus Jung und Alt.“ Besonders haften bleibt auch der Dank der Bevölkerung. Überall gab es selbst gebackenen Kuchen. Und die vielen Dankes-Schilder von Erwachsenen wie Kindern stehen immer noch dort.

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