Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Oldesloes Bäume: Uralt, schön und bizarr
Lokales Stormarn Oldesloes Bäume: Uralt, schön und bizarr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:10 08.08.2014
Bad Oldesloe

Eiche, Silberlinde, Zitterpappel oder gefülltblühende Rosskastanie: Gut 6000 Bäume listet das Baumkataster der Stadt Bad Oldesloe auf. „Aber es sind natürlich noch viel mehr. Im Kataster sind nur die verkehrsrelevanten aufgeführt“, sagt Ulrike Külper. Also jene, die die Stadt immer wieder auf Stand- und Bruchsicherheit kontrollieren muss, damit sie Verkehrsteilnehmer nicht gefährden.

Die Gärtnerin und studierte Landespflegerin mit einem Hang zum Baum ist im städtischen Bauamt unter anderem für das Grün in Bad Oldesloe zuständig. „Die Stadt ist sehr grün mit einem guten Klima“, sagt sie. „Das haben wir dem vielen Wasser rundherum zu verdanken.“ Auf einem Spaziergang durch die Innenstadt weiß die Expertin, die seit 1986 in der Stadtverwaltung tätig ist, zu vielen Exemplaren eine Geschichte zu erzählen. Manche entdeckt aber selbst Ulrike Külper wieder neu. „Diese hier sind wirklich sehr bizarr“, sagt sie, als sie vom Pferdemarkt in die Hagenstraße abbiegt und die Ginkgo-Bäume erblickt.

Neun sind es, die rund um die Lübecker Torbrücke gewachsen sind. Ursprünglich kommen sie aus China. „Aber Bad Oldesloe hatte mal einen Bürgermeister namens Baethge. Der hatte einen Hang zu außergewöhnlichen Pflanzen“, erzählt Ulrike Külper lachend. Aus seiner Zeit stammen die Ginkgo-Bäume, die nun schon seit 30 Jahren wachsen, aber immer noch recht unscheinbar aussehen. „Im Herbst verfärben sich die Blätter wunderschön gelb“, sagt die Expertin.

Nach der Ära Gottfried Baethge, die 1986 endete, beschlossen die Stadtvertreter, nur noch heimische Gehölze in Bad Oldesloe anzupflanzen, was ganz im Sinne von Ulrike Külper ist. Sie selbst hat eine Vorliebe für Linden. „Die gehören hierher, die passen hierher, sie riechen gut, sie haben eine tolle Blüte“, schwärmt sie. Dass der Baum nicht jedermanns Liebling ist wegen der klebrigen Tropfen, die er gerne auf Autos hinterlässt, weiß sie. „Aber einer muss sie ja mögen.“

Verena Bosslet

An den Tag erinnert sich Antje Andresen, als sei er erst gestern gewesen. Am 30. April 1945, nur wenige Tage vor der deutschen Kapitulation, packte ihre Mutter Ruth ...

08.08.2014

Helga und Hans Gerke heirateten vor 60 Jahren.

08.08.2014

„Am Zuschlag“ wird mehrmals dichtgemacht.

08.08.2014