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Stormarn Personalnot: Standesämter wollen kooperieren
Lokales Stormarn Personalnot: Standesämter wollen kooperieren
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14:55 06.06.2019
Die Verwaltung der Stadt Reinfeld übernimmt die Standesamtsaufgaben des Amtes Nordstormarn. Quelle: Britta Matzen
Reinfeld

Es gibt eine neue Hochzeits-Location. Brautpaare aus Barnitz, Hamberge, Klein Wesenberg, Rehhorst oder Zarpen können sich künftig im Alten Rathaus von Reinfeld trauen lassen. Diese Nachricht dürfte alle Heiratswilligen aus Nordstormarn erfreuen, denn das historische Gebäude zählt zu den begehrtesten Kulissen der Umgebung für Eheschließungen.

Standesamt Reinfeld-Nordstormarn

Der Grund dafür: Die Verwaltungen der Stadt Reinfeld und des Amtes Nordstormarn rücken enger zusammen. Die Stadt Reinfeld übernimmt ab 1. November 2019 die Standesamtaufgaben des Amtes Nordstormarn. Der neue Standesamtsbezirk trägt den Namen „Standesamt Reinfeld-Nordstormarn“.

Aufgaben des Standesamts

Beim Stichwort „Standesamt denken die meisten von uns an Hochzeit. Standesämter haben aber noch viele weitere Aufgaben zu erfüllen. Die Haupttätigkeit von Standesbeamten umfasst vor allem die Beurkundung von Änderungen des Personenstands. Darunter fallen zum Beispiel Geburten, Eheschließungen, Todesfälle. Bei all diesen Vorgängen stellt der Standesbeamte als Urkundenbeamter öffentliche Urkunden aus. Darüber hinaus sind Standesbeamte auch mit Vaterschaftsanerkennungen, der Entgegennahme und Beurkundung eidesstattlicher Versicherungen, Scheidungen, Adoptionen Kirchenaustritten, Namenserklärungen, -bestimmungen und -änderungen und vielem mehr betraut. „Auch wenn ausländische Mitbürger nachweisen müssen, dass sie verheiratet oder ledig sind, ist das eine der komplizierten Aufgaben im Bereich Standesamt“, sagt Amtsdirektor Stefan Wulf.

„Die Idee, Kooperationen mit dem Amt Nordstormarn einzugehen, wo es sinnvoll ist, besteht schon seit Längerem. Da das Amt ursprünglich einen personellen Engpass hatte, entstand der Gedanke, die Standesämter zusammenzulegen“, berichtete Bürgermeister Heiko Gerstmann dem Hauptausschuss. Kooperationsgespräche waren bereits vorangegangen. Durch den Haushaltsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2018 wurde bereits Einvernehmen darüber erzielt, dass die Standesamtsaufgaben des Amtes Nordstormarn an Reinfeld übergehen sollen. Die Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden hatten dem Beschluss Ende März zugestimmt. Auch die Standesamtsaufsicht hatte keinerlei Bedenken geäußert.

Win-Win-Situation

„Die Kooperation ist eine feine Sache. Meines Erachtens nach ist das eine Win-Win-Situation“, so der Bürgermeister. Das sah die Politik genauso. Der Reinfelder Hauptausschuss segnete den öffentlich-rechtlichen Vertrag über die Übertragung der Standesamtsaufgaben einstimmig ab. „Ich begrüße das sehr, dass wir endlich mal vorankommen in Sachen Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen des Amtes Nordstormarn und der Stadt Reinfeld. Da danke ich auch dem Bürgermeister, das war unter dem Vorgänger nicht ganz so einfach“, kommentierte Lasse Karnatz (SPD).

Für die Ausführung der Standesamtsaufgaben erhält die Stadt Reinfeld vom Amt Nordstormarn eine jährliche Kostenerstattung. Eine halbe Stelle wird dafür zusätzlich bei der Stadt geschaffen. Auch beim Amt Nordstormarn wird keiner arbeitslos. „Für unsere Standesbeamtin haben wir andere Aufgaben. Das passt ganz gut. Ein Mitarbeiter hat uns verlassen, von daher rutscht die Standesbeamtin auf die Stelle. Das ist der Vorteil, dass wir lauter Universaltalente hier haben“, sagt Amtsdirektor Stefan Wulf.

Britta Matzen

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