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Stormarn Pädagogisch-kreativ: Spielangebote für die Ausstellung
Lokales Stormarn Pädagogisch-kreativ: Spielangebote für die Ausstellung
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20:10 21.02.2018
Präsentieren ihre Arbeiten stellvertretend für die vier Klassen der Berufsschule: Jonas Weirauch, Tabea Schippmann, Gero Heide, Lehrerin Magdalena Wieczorek, Patrick Mundt, Max Ellgas, Schulleiter Kai Aagardt und Bokamba Botake (v. l.).
Präsentieren ihre Arbeiten stellvertretend für die vier Klassen der Berufsschule: Jonas Weirauch, Tabea Schippmann, Gero Heide, Lehrerin Magdalena Wieczorek, Patrick Mundt, Max Ellgas, Schulleiter Kai Aagardt und Bokamba Botake (v. l.). Quelle: Foto: Hfr
Bad Oldesloe

Die Ergebnisse der Arbeiten der Schüler bereichern das Ausstellungserlebnis und bieten den Berufsschülern einen wertvollen Praxisbezug in der Ausbildung. „Mit dieser erstmaligen Kooperation werden Verknüpfungen zwischen Kulturmachern, Pädagogen und den Nutzern exemplarisch erprobt und erfolgreich angewendet. Auch der Künstler der Ausstellung, Tor Svae, war und ist von diesem gemeinsamen Ansatz begeistert und lobte die entstandenen, interaktiven Ausstellungsexponate als beispielhaft und großartig“, sagte Kreiskulturreferentin Tanja Lütje.

Schulleiter Kai Aagardt unterstützt die Zusammenarbeit von Beginn an und zeigt sich positiv über die intensive Verzahnung von Theorie und Praxis: „Die Zusammenarbeit bietet die große Chance, in Fächern wie Deutsch, Kunst und Literatur Theorie und Praxis eng zu verbinden“, erläutert er.

Stephanie Brunsen, die die Kooperation und Zusammenarbeit mit den Schülern seitens der Kreiskultur koordinierte, freut sich über den großen Erfolg. „Die Schülerinnen und Schüler sind so engagiert und haben sich tiefgehend mit den Büchern und Themen der Ausstellung befasst. Die Ergebnisse sind beeindruckend und bereichern das Ausstellungserlebnis für alle Besucher, denn sie werden richtig gut angenommen“, sagte die Kulturpädagogin, die derzeit ein Berufliches Praktikum in der Kulturabteilung absolviert.

80 Schülerinnen und Schüler haben seit November an der Entwicklung und Erstellung von 20 Aktivitäten mit Bildungsanlässen zu den Büchern der Ausstellung gearbeitet. „Eine besondere Herausforderung war es, selbsterklärende Spielaktivitäten zu entwickeln ohne die Kinder zu kennen oder zu wissen, für welche Altersgruppe man diese entwirft“, erzählt Erzieherschüler Max Ellgas. Praktisch umsetzen können die Schülerinnen und Schüler einige Angebote einmal wöchentlich mit Kindergarten- und Schulgruppen in der Ausstellung.

Von Memorys über Brettspiele, Puzzles, Kummerpuppen oder auch die sehr beliebten Lesezeichen zum Selberbasteln – für alle Altersstufen finden sich verschiedene kreative Spiele mit pädagogisch durchdachtem Konzept. Besonders beliebt, wenn auch oftmals vorerst zögerlich beäugt, sind die Spiele rund um Themen wie Fäkalien (zum Buch „So ein Kack“ von Pernilla Stalfelt) oder Tod („Die besten Beerdigungen der Welt“ von Ulf Nilsson). Auch zu diesen, für Erwachsene eher behafteten, doch für Kinder häufig ganz normalen Themen, gibt es Angebote zur spielerischen Auseinandersetzung.

Viele der von den Schülern entwickelten Spiele sind noch bis 18. März in der Ausstellung „Frech, wild & wunderbar – Schwedische Kinderbuchwelten“ im Kreishaus zu entdecken.

LN