Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Pferdeunterstand brennt lichterloh
Lokales Stormarn Pferdeunterstand brennt lichterloh
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:32 31.07.2014
Die Einsatzkräfte der Feuerwehren löschten aus allen verfügbaren Strahlrohren. Quelle: jeb
Anzeige
Hammoor

Hinter der Wohnstraße „Twiete“, einer Sackgasse in der Ortsmitte von Hammoor, schlugen meterhohe Flammen in den Nachthimmel. Der hölzerne Bau am Rande einer Koppel brannte komplett nieder. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hammoor, Tremsbüttel und Todendorf waren schnell am Einsatzort, doch sie konnten den Unterstand nicht retten. Noch Stunden zuvor hatte ein Landwirt in dem Holzbau 22 Rundballen mit Stroh eingelagert. Das trockene Stroh wurde von den Flammen regelrecht aufgefressen.

In der Nacht zum Donnerstag ist ein Pferdeunterstand in Hammoor niedergebrannt.

„Glücklicherweise sind die vier Pferde, die hier bislang ihr Zuhause hatten, geflüchtet und stehen nun etwa 200 Meter weiter runter am Ende der großen Koppel“, erklärte Feuerwehreinsatzleiter Hans Kunde. Die Tiere seien einfach nur vor den Flammen und dem dichten Rauch geflüchtet. Ihnen sei nichts passiert, freute sich der Amtswehrführer.

Anzeige

Die Löschwasserversorgung hatten die etwa 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren schnell im Griff. Über einen Hydranten waren sie an das örtliche Wassernetz angeschlossen und hatten zudem noch eine Leitung aus einem nahe gelegenen Teich gelegt. „Wir haben aus allen verfügbaren Rohren nicht nur das Feuer gelöscht, sondern auch den angrenzenden Knick und ein dahinter liegendes vier Hektar großes Weizenfeld geschützt. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Feuer in den Weizen gelaufen wäre“, sagte Kunde.

Fassungslos beobachteten einige Anwohner das Geschehen auf dem Feld. Es war nicht das erste Mal, dass es in ihrem Ort oder in der Umgebung brannte. Seit Oktober 2013 hat es in Hammoor, Ahrensburg und der Umgebung schon mehr als zehn Brände gegeben, bei denen auch immer wieder Rundballenlager ein Raub der Flammen wurden.

Der Sachschaden liegt inzwischen im sechststelligen Bereich. Die Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftung aus.  Von dem, oder den Tätern gibt es noch keine heiße Spur. Auch bei diesem Feuer in Hammoor schließt die Polizei Brandstiftung nicht aus. Beamte des zentralen Kriminaldauerdienstes aus Lübeck haben noch während der Löscharbeiten ihre Ermittlungen aufgenommen.  

jeb