Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Polizei übt Amok-Lage
Lokales Stormarn Polizei übt Amok-Lage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 09.03.2019
Bei Großübung der Polizei in Glinde wird ein Amoklauf simuliert. Quelle: Foto: MOPICS
Glinde

Notruf gegen 10 Uhr bei der Polizei: Gemeldet werden Schüsse auf dem Gelände des Gymnasiums im Oher Weg. Umgehend fahren die ersten Streifenwagen zur Schule. Auf dem Parkplatz vor der Sporthalle steht ein Linienbus. Hilferufe sind zu hören. Neben dem Bus liegen Personen. Sie sind verletzt. Verstört rennen Schüler über den Parkplatz und bitten um Hilfe. Vier Beamte in Schutzausrüstung erscheinen in der Szenerie und bewegen sich Schulter an Schulter mit vorgehaltener Maschinenpistole auf den Bus zu. Sie sind die Vorhut, sollen die Lage sondieren und einen ersten Überblick für die Einsatzleitung erlangen.

Schwer bewaffnete Polizisten im Anmarsch

Immer mehr Polizeikräfte treffen ein. Der Hausmeister teilt mit, er hätte einen Mann mit mindestens einer Langwaffe ins Schulgebäude laufen sehen. Während sich einige Beamte darum bemühen, nach und nach die Schwere der Verletzungen bei den Opfern einzuschätzen und sie aus der Gefahrenzone zu bringen, nähern sich weitere schwer bewaffnete Polizisten den Eingängen der Schule und sichern diese.

Rettungsdienst versorgt Verletzte

Auf dem Schulparkplatz kümmern sich Kräfte des Rettungsdienstes um die Verletzten. Beamte des Zivilstreifenkommandos (ZSK) treffen nach einiger Zeit zur Unterstützung ein. Ihre Aufgabe: Den Täter aufspüren und unschädlich machen. In der Zwischenzeit ist an der Sporthalle ein Mann festgenommen worden. Ob er ein Komplize ist und im Zusammenhang mit dem Amoklauf steht, ist nicht klar. Die gut ausgerüsteten Beamten des ZSK durchstreifen Raum für Raum. Nach gut 20 Minuten stoßen sie auf den Täter und können ihn ausschalten.

Lebensbedrohliche Lage simuliert

Übungsende. Ziel der Übung, erklärt der Pressesprecher der Polizeidirektion Ratzeburg Frank Gauglitz, sei es, den Beamten die Möglichkeit zu geben, für eine lebensbedrohliche Einsatzlage (LEBEL) sowohl Umgang mit Schutzausrüstung, Vorgehen, Kommunikation und Zusammenspiel der Beamten, aber auch die Kommunikation zu den beteiligten Rettungsdiensten zu üben. Die 20 Verletztendarsteller, die wirklich sehr realitätsnah geschminkt waren, dürften dem ein oder anderen der gut 50 Polizeibeamten vor Augen geführt haben, mit welcher Ausnahmesituation sie es im Falle einer realen Lage zu tun bekommen hätten. Um möglichst vielen Polizisten der Reviere die Übungsmöglichkeit zu geben, wurde der Übungshergang am Nachmittag wiederholt.

Polizei simuliert Einsatz bei Amoklauf

Mike Orend

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

50 Prozent der Vorstandsmitglieder bei den Christdemokraten sind jetzt Frauen. Harsche Kritik wurde während der Mitgliederversammlung an Bürgermeister Jörg Lembke geübt.

09.03.2019

Die Zeiten haben sich geändert: Waren früher OP-Säle reine Männerdomänen, verrichten nun mehrheitlich Ärztinnen hier ihren Dienst. Zumindest in der Chirurgischen Klinik im DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg.

08.03.2019

Im Forschungszentrum Borstel werden seit drei Jahren Pollen in einer Pollenfalle gesammelt und analysiert. Die Ergebnisse fließen in die Pollenvorhersage und in eine Datenbank ein.

11.03.2019