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Stormarn Raiffeisenbank weiter auf Wachstumskurs
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12:15 08.01.2019
Kai Schubert (l.) und Heiko Ernst vom Vorstand der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln freuen sich über ein gutes Geschäftsjahr. Quelle: Bettina Albrod
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Trittau

Die Raiffeisenbank Südstormarn Mölln ist weiterhin auf Wachstumskurs: 2018 war für die Genossenschaftsbank, die im Raum Stormarn, Mölln und Teilen Mecklenburg-Vorpommerns aktiv ist, erneut ein erfolgreiches Jahr. „Die Bilanzsumme ist um 3,35 Prozent (24 Millionen Euro) auf 741 Millionen Euro gewachsen“, erklärten die Vorstandsmitglieder Kai Schubert und Heiko Ernst am Montag in Trittau. Damit sei das Ergebnis besser ausgefallen als prognostiziert. Ein Plus von 24 Millionen Euro (4,9 Prozent) gebe es auch im Bereich der Kundeneinlagen und ebenfalls beim Kreditvolumen (6,06 Prozent). Damit liege das Betriebsergebnis bei 6,2 Millionen Euro, aus denen die Rücklage gestärkt werde.

Verantwortlich für das gute Ergebnis sind die Bereiche Wohnungsbau und Gewerbe beim Kreditgeschäft, wobei der Schwerpunkt der Bank im Agrarbereich liege. „Unser Firmenkundengeschäft ist gewachsen, und wir haben trotz Investitionen die Kostendisziplin durchgehalten“, erläuterte Ernst. Dabei setzt die Raiffeisenbank Südstormarn Mölln weiter auf direkten Kundenkontakt, kombiniert diesen aber mit digitalen Angeboten.

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Alle Filialen bleiben erhalten

„Unsere zehn Filialen mit Servicebereich stehen nicht zur Disposition“, betonte Schubert, „wir bleiben vor Ort.“ Gleichzeitig sei die Investition in die Digitalisierung ein wichtiges Thema. Im Frühjahr werde in Ahrensburg ein Kundendialog-Center eröffnet, um durch erweiterte Geschäftszeiten sofort auf Kundenanfragen reagieren zu können. „Der Mittwochnachmittag als Bankpause ist dann vorbei, wir bieten eine bessere Erreichbarkeit“, sagte Schubert. Über Telefon, Video-Telefon, Personal und Internet sollten so mehr Zugangswege eröffnet werden.

Stark aufgestellt sei die Genossenschaftsbank auch im Bereich Erben, Beratung, Vermögensverwaltung und Stiftungen. „Hier stehen wir mit Beratungen zur Verfügung, in dem Bereich steigt die Nachfrage aufgrund der veränderten Altersstruktur“, erklärte Ernst. Eine eigene Bank-App helfe dabei, im Vorfeld wichtige Fragen zu klären. „Das Thema Stiftung und Erben nimmt zu, da gibt es viele Veränderungen auf dem Markt.“

Immobilienpreis-Steigerung flacht ab

Vor allem Stormarn sei in punkto Immobilien weiterhin stark nachgefragt, so die beiden Vorstandsmitglieder weiter. „Es gibt hier einen Zuzug und neue Arbeitsplätze“, führte Schubert aus. Gleichzeitig seien neue Wohngebiete entstanden, so dass er davon ausgehe, dass der Bedarf nach Wohnraum und damit auch die Preisentwicklung abflachten. „Es ist fraglich, ob die Immobilienpreise noch weiter ansteigen werden.“ Im finanzstarken Südstormarn wachse wegen der älter werdenden Bevölkerung der Bedarf an Wohnungen statt an Einfamilienhäusern.

Der Verwaltungssitz der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln in Trittau. Quelle: LN-Stormarn

Als regionale Genossenschaftsbank ist die Raiffeisenbank Südstormarn Mölln von einem Brexit nicht betroffen. „Wir sind in der Region stark verwurzelt“, erklärte Ernst. Hier sei die Bank Arbeitgeber für 130 Mitarbeiter und Auszubildende und Kreditgeber für Landwirtschaft, Gewerbe und Bauvorhaben. Gut 54.000 Euro seien 2018 zudem für soziale Projekte bereitgestellt worden. „Wir setzen trotz Digitalisierung auf Sicherheit, Vertrauen und Datenschutz“, betonte Ernst. Angesichts eines schwindenden Barzahlungs-Verkehrs seien das wichtige Aspekte beim digitalen Zahlungsverkehr.

Das Genossenschaftsmodell

Bei Volks- und Raiffeisenbanken kann jeder Kunde auch Mitglied und damit Teilhaber der Bank werden. Die Anzahl der Bankeigentümer der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG betrug zum Jahresende 15.986 Mitglieder.

„Wir sind gut für die Zukunft gewappnet, die Digitalisierung wird unser Hauptthema in 2019 sein“, kündigten Schubert und Ernst an. „Aber unsere Filialen vor Ort sind und bleiben das Herz unserer genossenschaftlichen Beratung, denn Regionalität und Nähe sind der Wettbewerbsvorteil, den wir auch in Zukunft nutzen möchten.“

Bettina Albrod

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