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Stormarn Asbest-Schule: Weitere Räume belastet
Lokales Stormarn Asbest-Schule: Weitere Räume belastet
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14:15 18.12.2018
Seit Anfang Dezember gesperrt: das Schulzentrum Mühlenredder in Reinbek. Quelle: hfr
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Bad Oldesloe/Reinbek

Nach dem Asbest-Alarm an einer Reinbeker Schule beschäftigt das Thema nun auch andere Städte im Kreis Stormarn. Der Kreis selbst hat bereits nachgeforscht und festgestellt, dass seine eigenen Liegenschaften wie etwa die Berufsschulen zwar nicht asbestfrei sind, aber unter Kontrolle. „Die Gebäude sind in den 80er und 90er Jahren saniert worden, betreffende Stellen eingehaust oder beschichtet“, erklärte Landrat Henning Görtz jüngst im Kreistag. Es gehe keine Gefahr von dort aus.

Landrat Görtz wies darauf hin, dass die meisten Schulen in Trägerschaft von Städten und Gemeinden sind. Dementsprechend seien diese nun gefordert, ihre Gebäude zu untersuchen. Denn Asbest wurde vor allem in den 1970er Jahren gerne als Baustoff verwendet, ist jedoch seit mehr als 20 Jahren verboten.

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Weitere Etage betroffen

In Reinbek am Schulzentrum Mühlenredder ergaben unterdessen weitere Messungen, dass auch das zweite Erdgeschoss – wie schon das erste – erheblich mit Asbest belastet ist. Auch im Erdgeschoss gibt es belastete Abschnitte. Genaue Erklärungen haben Stadtverwaltung und Gutachter weiterhin nicht. Das gesperrte Schulzentrum soll so schnell wie möglich vollständig saniert werden.

Hohe Belastung im westlichen Bauabschnitt

„Die sehr unterschiedlichen Belastungen sind allein durch unsere bisherigen Vermutungen nicht zu erklären“, sagt Stadtsprecher Lennart Fey. Das Schulzentrum ist zwischen 1973 und 1976 in zwei Bauabschnitten gebaut worden. Auffällig ist, dass erhöhe Faserbelastungen fast ausschließlich im ersten, westlich gelegenen Bauabschnitt gemessen wurden. Warum dies der Fall ist, ist noch nicht geklärt. Zurzeit werden Bauteile aus beiden Gebäudeabschnitten untersucht. Materialproben wurden entnommen und werden analysiert.

„Ziel ist es, bis zum Beginn der Weihnachtsferien eine möglichst klare Perspektive zu schaffen“, sagt Fey. Bis in den Monat Januar, vielleicht auch noch bis in den Februar verbleiben die Unterrichtsorte an den jetzigen Stellen in Reinbek und Wentorf. Im Anschluss sollen möglichst alle Unterrichtsräume wieder an den Mühlenredder ziehen, um die Schuleinrichtungen an einem Ort zu konzentrieren. „Hierzu diskutieren wir gerade verschiedene Containerlösungen“, erklärt Lennart Fey. „Weiterhin gilt: Wie mit dem unbelasteten Teil des Hauptgebäudes verfahren wird, kann nur zusammen mit den Schülerinnen und Schülern, deren Vertretern sowie dem Lehrerkollegium entschieden werden.“ Sprich wann und ob überhaupt dort unterrichtet wird, ist weiter unklar.

mc

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