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Stormarn Reinfeld: Abwassergebühren explodieren
Lokales Stormarn Reinfeld: Abwassergebühren explodieren
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17:09 05.12.2018
In Reinfeld könnten im kommenden Jahr die Abwassergebühren um 27,5 Prozent ansteigen. Am Donnerstag entscheiden Politiker darüber.
In Reinfeld könnten im kommenden Jahr die Abwassergebühren um 27,5 Prozent ansteigen. Am Donnerstag entscheiden Politiker darüber. Quelle: Britta Matzen
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Reinfeld

Abwassergebühren – das ist das Thema beim Reinfelder Finanzausschuss, der Donnerstagabend um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathauses tagt. Laut Kalkulation der Stadtwerke ist eine Gebührenerhöhung der Schmutzwassergebühr um 77 Cent von 2,80 Euro auf 3,57 Euro pro Kubikmeter erforderlich. „Das ist eine Erhöhung von 27,5 Prozent – das ist mit uns nicht zu machen“, macht Ausschussvorsitzender Lev Roden (CDU) deutlich. „Ich habe überhaupt nichts gegen eine moderate Erhöhung. Aber nicht in diesem Maße, dagegen verwehren wir uns. Das sind Werte jenseits von Gut und Böse.“ Als Gründe für die Anhebung führen die Stadtwerke zum einen an, dass die Rückstellungen für den Gebührenausgleich aus den vergangenen Jahren vollständig aufgebraucht seien. Zum anderen seien die Personalkosten gestiegen – durch Tariferhöhungen, durch die Übernahme eines Auszubildenden sowie der Einstellung eines technischen Mitarbeiters. Roden: „So kann es ja nicht laufen. Man stellt fest, dass es keine Überschüsse mehr gibt, jetzt soll es der Endkunde bezahlen, indem man eklatant erhöht. Dann muss man woanders Mittel und Wege finden, wo man Geld einsparen kann.“ Was die Erhöhung fürs Portemonnaie bedeutet, hat der CDU-Politiker für seinen Haushalt ausgerechnet: „167 Euro muss ich zusätzlich pro Jahr bezahlen.“ Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt komme vermutlich auf 100 Euro mehr. Rodens Vorschlag: Die Stadtwerke führten jedes Jahr ihren Gewinn an die Stadt Reinfeld ab. Für 2019 werde ein Plus von 73 300 Euro erwartet. „Man könnte den Vorschlag machen, dass man weniger an die Stadt abführt und dadurch die Abwassergebühren reduziert.“ Würde sich der Ausschuss darauf verständigen, müsste der Haushalt 2019 allerdings neu durchkalkuliert werden.

Britta Matzen