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Stormarn Reinfeld ist neue Fairtrade-Town
Lokales Stormarn Reinfeld ist neue Fairtrade-Town
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18:10 08.01.2018
Freude über die Urkunde: Manfred Holz (v.l.), Ines Knoop-Hille, Britta Zankl, Gerd Herrmann, Heiko Gerstmann und Maike Jobst.
Freude über die Urkunde: Manfred Holz (v.l.), Ines Knoop-Hille, Britta Zankl, Gerd Herrmann, Heiko Gerstmann und Maike Jobst. Quelle: Foto: Matzen
Reinfeld

„London, Brüssel, Rom, San Francisco, Kopenhagen – Reinfeld spielt jetzt in der Champions-League mit“, jubelte Manfred Holz, Fairtrade-Ehrenbotschafter. Er überreichte Bürgermeister Heiko Gerstmann am Sonntagnachmittag im Rahmen des Neujahrsempfangs die Urkunde über das Gütesiegel: Reinfeld ist jetzt Fairtrade-Stadt. „Ich gratuliere der Stadt und allen Beteiligten und bedanke mich vor allem bei der Steuerungsgruppe für das Engagement“, so Holz, der schon 1992 bei der Gründung des Vereins TransFair dabei war. Die Kommune habe mit Bravour alle Ziele geschafft. Für zwei Jahre darf Reinfeld jetzt den Titel Fairtrade-Town führen. „Ich freue mich riesig, dass wir jetzt Fairtrade-Stadt sind“, sagte der Bürgermeister. Damit setze man ein Zeichen, dass Reinfeld der faire Handel und der Umgang mit den Mitmenschen auf der Welt wichtig sei.

Initiatorin der Fairtrade-Kampagne für Reinfeld war die Vorsitzende der Grünen, Ines Knoop-Hille. Sie erläuterte den Gästen, wie es seinerzeit zu der Bewerbung gekommen war. „Am 24. Februar 2016 haben wir im Hauptausschuss die Verwaltung aufgefordert, an der Kampagne Fairtrade-Town teilzunehmen und die erforderlichen Anträge zu stellen. Die Chancen der Stadt auf den Titel sahen wir von vornherein als gut an. Das hat sich jetzt auch bestätigt.“ Im Mai 2016 sei der entsprechende Beschluss von den Stadtverordneten gefasst worden. Die Grünen hätten anschließend eine Veranstaltung zum Thema Fairtrade organisiert und erste Kontakte geknüpft. „Unter anderem zu Blumen-Fischer, der mit Fairtrade-Rosen handelt“, so die Grünen-Vorsitzende. Insgesamt sei es ein hartes Stück Arbeit gewesen, aber es habe auch Spaß gebracht, Geschäfte, Gastronomen, Vereine und Schulen zu finden. Dank der Unterstützung von Britta Zankl und Maike Jobst aus der Steuerungsgruppe sei es gelungen, etliche Partner für das Projekt zu motivieren. Folgende Akteure sind in Reinfeld aktiv beteiligt: Hundert Hübschigkeiten, Reformhaus Reinfeld, Ernährungsberatung Nutrigetic, Blumen-Fischer, Kaffee der Kulturen, Famila, Landfrauen Reinfeld, Si-Kids, Matthias-Claudius-Schule, Norma, Privilegierte Apotheke, Restaurant Casalinga, Arabica, Café Mocca, katholische Kirchengemeinde sowie die Stadt Reinfeld. Sie alle dürfen jetzt das Fairtrade-Siegel tragen. Einige hatten beim Neujahrsempfang einen Stand aufgebaut, so dass die Gäste sich gleich über Fairtrade-Produkte informieren konnten.

bma

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