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Stormarn Reinfeld kann 2017 Fair-Trade-Stadt werden
Lokales Stormarn Reinfeld kann 2017 Fair-Trade-Stadt werden
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20:10 02.03.2017
Auch in Reinfelder Geschäften werden mittlerweile zahlreiche Produkte mit dem Gütesiegel angeboten.
Reinfeld

„Die Chancen, in absehbarer Zeit die Auszeichnung FairTrade-Stadt verliehen zu bekommen, sind gut. Ich gehe davon aus, dass es noch in diesem Jahr passieren wird“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Reinfelder Grünen, Ines Knoop-Hille. Wichtige Voraussetzungen seien bereits erfüllt worden. Es fehle allerdings zurzeit noch ein gastronomischer Betrieb, der für seine Gäste mindestens zwei Angebote aus dem Bereich Fair Trade bereithält.

Die Grünen, deren Antrag mit der Bewerbung um das Gütesiegel von der Stadtverordnetenversammlung angenommen worden war, hatten vor kurzem mit dem Bundeskoordinator für nachhaltige Beschaffung, Fairen Handel und Unternehmensverantwortung, Markus Schwarz, einen Infoabend im Reinfelder Ganztagszentrum veranstaltet. Und die Resonanz hat bei Ines Knoop-Hille für weiteren Optimismus gesorgt, weil zahlreiche Bürger und Geschäftsleute ihr Interesse signalisierten.

„Die Zahl der Geschäfte mit entsprechenden Produkten reicht aus“, so die Fraktionschefin. Mit dabei seien das Reformhaus, Famila, die Discounter Aldi, Penny und Lidl sowie das Geschäft Blumen Fischer. Es gehe darum, dass Lebensmittel und andere Waren angeboten würden, die unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt wurden: „So soll auf den Einsatz von Chemie verzichtet werden, damit Mitarbeiter nicht in Berührung mit giftigen Stoffen geraten.“

Keine Probleme gibt es auch dank der Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Notwendig ist, dass im Rathaus sowie während der Sitzungen der politischen Gremien Fair-Trade-Produkte angeboten werden – das können beispielsweise Getränke sein. „Auch das gibt es schon“, so die Stadtverordnete. Bei einer Einwohnerzahl von weniger als 10000 – und das trifft für Reinfeld zu – muss jeweils eine Schule, ein Verein und eine Kirche zur Unterstützung gewonnen werden. Einmal pro Jahr wird dann eine Aktion zum Thema Fairer Handel angeboten. Von Seiten der Kirchen gebe es bereits erste positive Signale. „Und für die Schüler der neunten Klassen der Immanuel- Kant-Schule steht das Thema auch auf dem Lehrplan“, erläutert Ines- Knoop-Hille.

Laut Kriterienkatalog müssen zwei gastronomische Betriebe in der Stadt vorhanden sein, die jeweils zwei Produkte aus dem Bereich bieten. „In Reinfeld ist zurzeit nur das Restaurant Casalinga dabei.

Da muss ich noch mal Werbung machen“, betont die Grünen-Politikerin. Möglich sei auch, dass sich ein Café an der Aktion beteilige. Weitere Teilnehmer sind auch in einer Steuerungsgruppe willkommen, die das Fair-Trade- Projekt begleitet. Engagieren können sich Kommunalpolitiker, Mitarbeiter der Verwaltung, interessierte Bürger oder Geschäftsleute.

Falls Reinfeld das angestrebte Siegel bekommt, wäre sie nach Bad Oldesloe die zweite Fair-Trade- Stadt im Kreis Stormarn. In Abständen von zwei Jahren werden allerdings die Voraussetzungen dafür erneut überprüft.mt

Infos bei Ines Knoop-Hille, Telefon 04533/4587, oder im Internet unter www.fairtrade-towns.de

LN

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