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Stormarn Reinfeld legt seine Brückentrasse fest
Lokales Stormarn Reinfeld legt seine Brückentrasse fest
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20:10 23.07.2014
Reinfeld

Einer Brücke über die Bahngleise zum Bahnhofsvorplatz ist die Stadt Reinfeld ein großes Stück näher gekommen. Der städtische Bauausschuss hat sich jetzt für eine von sechs Varianten entschieden. Damit kann der Vorschlag genauer ausgearbeitet und verfeinert werden; und die Stadt ist in der Lage, das Vorhaben schneller beim Eisenbahnbundesamt vorzulegen.

„In guter Harmonie zwischen Geraden und Kurven“, wie Planer Sven Rosenberg vom Ingenieurbüro Schüßler Plan formuliert, wird das 6,5 Millionen Euro teure Bauwerk von der Feldstraße zum Bahnhofsvorplatz führen. Baubeginn ist nach Schätzung von Reinfelds Baubereichsleiter Stephan Kruse in vier bis fünf Jahren. Allerdings bedarf es dazu einer Einigung mit dem Eisenbahnbundesamt. Bei den Kosten muss die Stadt in Vorleistung gehen. Erst später werden sie zu je einem Drittel aufgeteilt zwischen Stadt, Bahn und Bund, wobei laut Kruse der Reinfelder Anteil noch mit 70 Prozent vom Land Schleswig-Holstein gefördert werde. Allerdings liegen allein die Planungskosten schon „im sechsstelligen Bereich“, was in vorangegangen Sitzungen zu heftigen Diskussionen geführt hatte.

Erklärte Gegner einer Brücke waren stets die Vertreter der Wählerinitiative. Auch jetzt moniert deren Stadtverordneter Stephan Heinrich: „Eine Reinfelder Bahnquerung könnte auch eine Trog- oder die Bode-Lösung sein.“ Spediteur Eckard Bode hatte einen Tunnel ein paar Meter hinter dem kleinen Bahnübergang in der Straße Voßkaten vorgeschlagen. Die Straße würde westlich am Amt Nordstormarn hinauf zur Bundesstraße führen und über Voßfelde und das Gewerbegebiet an der Barnitzer Straße zur Autobahn führen.

Die Entscheidung für eine Brücke haben die Reinfelder allerdings schon vor langer Zeit gefällt. „Spätestens durch den Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes 37“, heißt es seitens der Stadtverwaltung.

Alles, was diesen Plan ändere, könne zu Verzögerungen von einem Jahr führen“, warnt der christdemokratische Bauausschussvorsitzende Lorenz Hartwig.

Zudem fragt Heinrich, ob und wie die „Brückenbefürworter dieses Vorhaben mit schlichtem Bauplan und ohne ein Planfeststellungsverfahren über die Bühne bringen wollen“. Doch seine und die Enthaltung von Parteifreund Thorsten Dunkelgut bei der Beschlussfassung änderte nichts mehr an der Entscheidung für die Brücke. Damit wird der Schuppen am Bahnhof verschwinden. Dem stimme die untere Denkmalschutzbehörde des Kreises zwar zu, berichtet Baubereichsleiter Kruse. Sie empfehle aber, den Abbruchantrag vor Inkrafttreten des neuen Denkmalschutzgesetzes im Herbst zu stellen.

Möglicherweise werde dann auch das Silo abgerissen.

Die Bauzeit soll etwa ein Jahr dauern. „Und dann haben wir keinen Parkplatznotstand mehr“, sieht Hartwich voraus. Aber möglicherweise ein paar Bäume weniger, wie Ines Knoop-Hille von den Grünen befürchtet. Dieses Thema möchte Planer Rosenberg beim „Feintuning“ angehen.

Ungeklärt ist auch noch, wie breit die Brücke sein wird und wie sie zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autos aufgeteilt wird. CDU-Fraktionschef Torsten Fuhr weist unter anderem auf die geänderte Gesetzeslage zur Auszeichnung von Fahrradwegen hin. In sechs Wochen will der Bauausschuss nun „das Profil der Straße klären“.

Uwe Krog

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