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Stormarn Reinfeld trauert um Ernst Witt
Lokales Stormarn Reinfeld trauert um Ernst Witt
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16:48 12.12.2018
Ernst Witt aus Reinfeld – hier an seinem 80. Geburtstag – starb im Alter von 92 Jahren. Quelle: LN-ARCHIV
Reinfeld

Das Reinfelder Urgestein Ernst Witt starb jetzt im Alter von 92 Jahren. Witt war weit über die Grenzen Reinfelds hinaus bekannt. Jahrzehntelang hatte er die Reinfelder Lichtspiele und die legendäre Reinfelder Milchbar geführt. Die meisten kannten ihn als einen, der gern feierte und ebenso gern im Mittelpunkt stand.

Auch sportlich war Witt aktiv. Früher beim Fußball im SV Preußen und bis zuletzt in seinem langjährigen Kegelclub, der sich auch ohne Kegeln noch regelmäßig traf. Von der Reinfelder DLRG war Ernst Witt 2012 für seine 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. Und bis vor einigen Jahren konnten Reinfelder ihn noch regelmäßig beim Schwimmen im Herrenteich antreffen. Sowie die Badeanstalt öffnete, war auch Ernst Witt da. Selbst im hohen Alter. Erst mit 89 Jahren hatte ihn seine Ehefrau Dora davon abgehalten. Und auch zum Radfahren ging es seit einigen Jahren nicht mehr quer durch die Karpfenstadt, sondern auf das häusliche Trainingsgerät.

Die Geschichte seiner Familie ist tief mit der Reinfelds verbunden. Sein Großvater mit demselben Namen errichtete als Baumeister das vor 111 Jahren fertiggestellte Reinfelder Rathaus und wirkte dort von 1912 bis ins Jahr 1918 als Reinfelder Bürgermeister. 1949 hatte sein Vater Claus Witt das Gelände in der Paul-von-Schoenaich-Straße gekauft und dort ein Kino mit einer benachbarten Milchbar gebaut.

Der frühere Reinfelder Kinochef Ernst Witt starb im Alter von 92 Jahren.

In der Bar wurde in den Anfangsjahren nur Milch verkauft. Die Leitung von Kino und Kneipe übernahm Ernst Witt zusammen mit seinem „Dorchen“, mit der er 2015 die Diamantene Hochzeit feiern konnte. Kennengelernt hatten sich die beiden in der Reinfelder Milchbar. Sie war diejenige, die ausgleichend wirkte, wenn ihr Ernst mal über das Ziel hinausschoss in einem Gespräch.

In den ersten Jahren waren täglich noch rund 400 Besucher ins Reinfelder Kino gekommen. Bereits in den 50er Jahren war dann die Eisherstellung dazugekommen. Die beiden Söhne Michael und Claus halfen in ihrer Jugend in der Milchbar und im Kino aus.

Sohn Michael stieg später in die Fußstapfen der Eltern und übernahm 1990 die Geschäfte. 2006 wurde das Reinfelder Kino geschlossen und zunächst etliche Jahre als Veranstaltungsraum für Comedy und Co. genutzt. Nach rund 60 Jahren schloss 2012 auch die Kultkneipe Milchbar. Das Reinfelder Eis allerdings ist weiterhin in der ganzen Umgebung berühmt.

Ernst Witt hinterlässt seine Ehefrau Dora und seine beiden Söhne mit Familien, darunter fünf Enkelkinder.

Die Trauerfeier ist am Freitag, 14. Dezember, 12 Uhr, in der Reinfelder Matthias-Claudius-Kirche.

Susanna Fofana

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