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Stormarn Prima Klima: Reinfeld will Klimaschutzmanager
Lokales Stormarn Prima Klima: Reinfeld will Klimaschutzmanager
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18:20 27.12.2018
Reinfeld will einen Klimaschutzmanager einstellen, um das 2016 erarbeitete Klimaschutzkonzept umzusetzen. Quelle: dpa
Reinfeld

 Bei der letzten Stadtverordnetenversammlung des Jahres stellten die Reinfelder Stadtpolitiker die Weichen für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes. Für das nächste Jahr sind die Personal- und Sachkosten eines Klimaschutzmanagers im Haushalt verankert.

Geert Karnick (Grüne): „Für den Klimaschutzmanager gibt es in Reinfeld viel zu tun.“ Quelle: Britta Matzen

„Wir halten wir den Klimaschutzmanager für dringend erforderlich, um auch aus Reinfeld einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Geert Karnick (Grünen). Auch die SPD und die Wir begrüßen die Entscheidung. Einzig die CDU hatte zuvor Bedenken, weil sie das Beispiel von Bad Oldesloe vor Augen hatte. Dort gab es eine große Fluktuation bei den Klimaschutzmanagern, und nach Auffassung vieler Oldesloer hätten diese viel zu wenig bewegt. Seit zwei wurde die Stelle in der Kreisstadt nicht mehr ausgeschrieben, dem Vernehmen nach soll sie demnächst ganz gestrichen werden.

Klimaschutzkonzept soll umgesetzt werden

In Reinfeld soll alles anders werden. Viele Aufgaben warten hier auf den Klimaschutzmanager, und die Erwartungen sind groß.

Fördermöglichkeiten

Beim Kreis Stormarn gibt es eine Internetseite mit Links und Informationen zu Fördermöglichkeiten für Bürger: www.kreis-stormarn.de/go/energieberatung Auch die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein berät zum Thema Energieeffizienz rund ums Wohnen: www.verbraucherzentrale.sh/energieberatung-der-verbraucherzentrale-schleswigholstein-23888 Daneben bietet die Verbraucherzentrale auch kostengünstigen Energieberater-Checks für zu Hause an: www.verbraucherzentrale.sh/energie/beratungsangebot-energiesparen-und-modernisierung-23877 Für Schulen und Kitas gibt es beim Kreis Stormarn vielfältige Angebote. Insa Reher, Energieexpertin des Kreises, berät und unterstützt auch gern im Einzelfall: www.kreis-stormarn.de/go/klimaschule Außerdem gibt es die Aktion Stadtradeln Stormarn: www.stadtradeln.de/kreis-stormarn/ Stormarn hat 2018 die meisten Kilometer in Schleswig-Holstein eingefahren: 4352 Radler/innen sind in drei Wettbewerbswochen zusammen 537 171 Radkilometer gefahren.

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Reinfeld wurde am 5. Oktober 2016 von der Stadtvertretung beschlossen. 27 Projekte aus den Bereichen Infrastruktur, Energie, Liegenschaften und Mobilität wurden unter Beteiligung von Politik, Wirtschaft, Verbänden und Bürgern entwickelt. „Bei einer vollständigen Umsetzung sind dafür Fördergelder in Höhe von 1,35 Millionen Euro zu erwarten“, informiert Geert Karnick.

Hohe Förderquote durch neue Richtlinie

Gerade hat die Bundesregierung eine neue Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld veröffentlicht, die ab 2019 gültig ist. Diese wurde am 28. November bei einer großen Veranstaltung im Kreistagssitzungssaal vorgestellt. Dabei wurden im Vergleich zur bisherigen Richtlinie die Fördermöglichkeiten im kommunalen Umfeld noch ausgeweitet. Karnick: „Gerade Projekte, die wir zur Zeit in der Politik diskutieren, passen zukünftig in die Förderkulisse. Dazu gehören unter anderem die Sanierung/Neubau des Wasserwerks. Hier könnten die neuen energiesparenden Pumpen und die Regelungstechnik gefördert werden. Die Förderquote beträgt 30 Prozent.“ Weitere förderungswürdige Projekte seien die energiesparenden Anpassungen im Klärwerk (Förderquote 30 Prozent), Verbesserungen des Radverkehrs, darunter auch Abstellanlagen (Förderquote 40 Prozent), Sporthallenbeleuchtung (Förderquote 25 Prozent), technische Geräte/Lüftung in der Schulküche (Förderquote 25 bis 40 Prozent), Energiemanagementsysteme für städtische Liegenschaften (Förderquote 40 Prozent), Energiesparmodelle für Schulen (Förderquote 65 Prozent). Auch für die Maßnahmen zur Entschlammung des Herrenteiches werde ein Klimaschutzmanager dringend benötigt, so Jens Löper (Wir). „Der Klimaschutzmanager kann viele Projekte angehen, die die Lebensqualität in unserer Stadt weiter verbessern können“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Weber. „Es gibt also viel zu tun für einen Klimaschutzmanager in Reinfeld“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Die Verwaltung der Stadt sowie der Stadtwerke Reinfeld könnten diese Projekte und insbesondere die entsprechenden Förderungen nicht nebenbei bearbeiten. „Hier bedarf es einer Kraft, die sich hauptamtlich mit der Materie befasst und die relevanten Akteure an einen Tisch bringt“, fasst Karnick zusammen.

Halbe Stelle für zwei Jahre

Für zwei Jahre soll der Klimaschutzmanager zunächst eingestellt werden. So lange wird die Stelle gefördert. Es gebe eine Reihe von Kommunen, die ihren Klimaschutzmanager über die Förderperiode hinaus beschäftigten, weil es sich für sie auch finanziell lohne, so Karnick. „Nach den zwei Jahren müssen wir gucken, ob sich die Stelle vielleicht sogar selbst finanziert“, sagt Bürgermeister Heiko Gerstmann. Mit einer halben Stelle ist der Klimaschutzmanager in Reinfeld eingeplant. Die Stelle wird durch den Bund zu 65 Prozent gefördert. Die Personalkosten werden rund 25 000 Euro betragen, wovon 16 500 Euro durch den Bund gezahlt werden. Bei der Stadt verbleiben rund 9000 Euro Personalkosten zuzüglich 4000 Euro Sachkosten, damit der Klimaschutzmanager erste Projekte anschieben kann. Bei der Besetzung der Stelle ist allerdings Eile geboten. „Sollte der Klimaschutzmanager nicht bis zum September 2019 eingestellt sein, kann eine Förderung nicht mehr erfolgen. Auch die Projekte aus der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Reinfeld können dann nicht mehr gefördert werden“, informiert Geert Karnick. Die SPD möchte deshalb, dass die Stelle des Klimaschutzmanagers zeitnah besetzt wird, wie Dr. Stefan Weber mitteilt. Der Bürgermeister möchte die Stelle schnellstmöglich ausschreiben. „Es kann ja immer sein, dass wir keine Bewerbungen bekommen. Das wäre natürlich fatal, wenn wir auf den letzten Drücker ausschreiben.“ Er möchte das Vorhaben möglichst gleich nach der Genehmigung des Haushalts angehen. Der neue Kollege sollte ein Teamplayer, kommunikations- und überzeugungsstark sein, wünscht sich der Bürgermeister. „Ganz wichtig, um die dicken Bretter zu bohren. Die Trägheit der Menschen zu überwinden, wird eine große Herausforderung sein. Viele halten den Klimaschutz ja immer noch nicht für notwendig.“

Britta Matzen

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