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Stormarn 70 Talente aus Stormarn nehmen an Musikschulwettbewerb teil
Lokales Stormarn 70 Talente aus Stormarn nehmen an Musikschulwettbewerb teil
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17:50 07.05.2019
Laden zum Musikwettbewerb der Musikschule für Stadt und Land ein: Leiter Marian Henze, Katharina Schlüter, Natalya Klem und Oliver Ruddigkeit (v.l.) in Bad Oldesloe ein. Quelle: Dorothea von Dahlen
Bad Oldesloe

Zahlreiche musikalische Talente schlummern in der Kreisstadt. Sie zu entdecken und zu fördern, hat sich die Musikschule für Stadt und Land zur Aufgabe gemacht. Dass den Dozenten das mit wachsendem Erfolg gelingt, zeigt die diesjährige Beteiligung am hausinternen Wettbewerb. Stellten sich 2018 noch 28 junge Musiker der Herausforderung, so hat sich die Zahl in diesem Jahr weit mehr als verdoppelt. 70 Anmeldungen in vier Altersklassen konnte die Schule für Sonntag, 12. Mai, im Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum (KuB) verzeichnen. Die jüngste unter den Teilnehmern ist sechs, die älteste 48 Jahre alt.

Stipendien schaffen großen Anreiz

Was als reiner Klavierwettbewerb mit 14 jungen Pianisten vor einigen Jahren etabliert wurde, hat sich längst auf alle Sparten der Musikschule ausgeweitet. „Die Beteiligung ist in allen Bereichen groß, auch im Tanz, Gesang, im Bereich Streicher, Bläser und Zupfinstrument “, sagt Leiter Marian Henze, und teilt erfreut mit, dass es auch in diesem Jahr wieder Stipendien für die Gewinner geben wird. Sowohl die Sparkassenstiftung als auch der Lions Club Stormarn stellten den erfolgreichen Musikschülern diese attraktive Preise etwa in Form von Stipendien oder anderen Förderungen in Aussicht. So gebe es auch zusätzliche Anerkennung für besondere Bühnenpräsenz, Ausdruck oder Spieltechnik. Junge Musiker, die große Leistungen erbringen, hätten es verdient, dass man ihnen auch finanziell unter die Arme greife.

„Wir geben den Schülern das Geld, damit sie es für den Unterricht an der Musikschule einsetzen können. Das soll für Ansporn sein, weiter zu machen und ermöglicht es ihnen, über diesen Weg vielleicht ein zweites Instrument zu erlernen“, erklärte Oliver Ruddigkeit im Namen des Lions-Clubs. Für die Familien sei es eine wertvolle finanzielle Unterstützung, gerade dann, wenn mehrere Geschwisterkinder Unterricht nähmen.

Ausnahmetalent spielt Klavier, Geige und tanzt

Das weiß auch Natalya Klem zu schätzen, die die Fachbereichsleitung Tasteninstrumente innehat. „Im Vorjahr konnten wir ein Stipendium an eine Familie mit drei Töchtern vergeben, die alle drei Klavier lernen und sich mit dem Gedanken tragen, später Musik zu studieren“, sagt sie. Auch beim bevorstehenden Wettbewerb nimmt ihr zufolge eine solche Hoffnungsträgerin teil. „Die Schülerin tritt gleich in den drei Fächern Geige, Klavier und Tanz an. Und es ist erstaunlich, auf welch hohem Niveau sie sich bewegt“, berichtet die Pädagogin stolz. Für die Familie des Mädchens sei ein Stipendium eine gute finanzielle Unterstützung. Gespannt dürfe man auch auf das Vorspiel von Kristian Elia Groß aus Bad Oldesloe sein. Der Neunjährige habe beim Regionalwettbewerb von Jugend Musiziert im Januar in der Kategorie Violine 25 Punkte und somit den ersten Platz belegt.

Bürgerstiftung vergibt Karten für Blumendorfer Begegnungen

Unter den Mäzenen befindet sich im Übrigen auch die Bürgerstiftung Stormarn. Sie vergibt unter den Wettbewerbsteilnehmern viermal vier Freikarten für die Blumendorfer Begegnungen, eine hochkarätige Konzertreihe, die Studierende der Hochschulen für Musik und Theater in Hamburg und der Musikhochschule Lübeck auf Schloss Blumendorf gestalten. „Wir wollen die Veranstaltung stärker für junges Publikum öffnen“, berichtete Geschäftsführerin Dr. Katharina Schlüter. Geplant sei, dass die Preisträger schon vor dem eigentlichen Konzert Zugang bekämen und auch die Proben miterleben. Der Kontakt mit den Studierenden könne Motivation für die Oldesloer Nachwuchstalente sein, später selbst eine Karriere als Musiker anzustreben. Zwei Veranstaltungen – am 20. Oktober und 24. November – gebe es in diesem Jahr noch im Schloss.

Jury setzt auf Wertschätzung und Ermutigung

Aufgrund des großen Andrangs hat Henze auch den Kreis der Juroren ausweiten müssen. 23 Dozenten aus allen Fachbereichen werden das Vorspiel der Schüler am 12. Mai bewerten. „Dabei geht es jedoch nicht darum, sie wegen ihrer Fehler zu kritisieren, sondern vielmehr um ein wertschätzendes Feedback. Wir wollen ja niemanden verschrecken, der noch ganz am Anfang steht“, sagt Henze. Die Preisrichter agieren in drei Teams, denen jeweils profilierte Fachleute vorstehen, Henze eingeschlossen. Er konnte zudem Gabriele Pott aus Lübeck gewinnen. Sie ist Initiatorin des Festivals Kunst am Kai und hat am Mozarteum in Salzburg Solo-Klavier studiert. Des Weiteren wirkt Professor Marno Schulze, Leiter Studiengangs Elementare Musikpädagogik an der Musikhochschule Lübeck, mit.

Besucher sind beim Wettbewerb willkommen

Bespielt werden beim nunmehr zweiten großen Schulwettbewerb die beiden Säle im KuB und dem Historischen Rathaus sowie das Untergeschoss, in dem sich die Schlagzeuger tummeln. Musikliebhaber, die während des verkaufsoffenen Sonntags kleine Konzerte erleben wollen, sind eingeladen, zu lauschen. Um 9.30 Uhr geht es los. Ein Orientierungsplan im Foyer gibt über das genaue Programm Auskunft. Henze bittet indes darum, nicht in bereits begonnene Prüfungen hereinzuplatzen, um die Schüler nicht aus dem Konzept zu bringen. Den krönenden Abschluss bildet ein Konzert mit allen Gewinnern um 19.30 Uhr im KuB. „Profitieren werden aber alle, die mitmachen. Sie bekommen einen Eisgutschein von Elvis“, sagt der Musikschulleiter lachend.

Dorothea von Dahlen

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