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Stormarn Rethwischer führt WM-Tipp-Tabelle an
Lokales Stormarn Rethwischer führt WM-Tipp-Tabelle an
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18:10 12.07.2014
Pastorin Eva Rincke, Sohn Georg und Ehemann Axel Foerster. Quelle: dvd
Rethwisch

Auf ein Unentschieden tippen? Das käme für Axel Foerster nicht in Frage. Abgesehen davon, dass es seit dem WM-Achtelfinale nur noch K.o.-Runden gibt, die notfalls per Elfmeter entschieden werden, tritt ein solches Ergebnis zu selten ein, sagt der Rethwischer. Und er muss es wissen. Wahrscheinlichkeitsrechnungen gehören zu seinem täglichen Brot. Er arbeitet für eine Versicherung. Pünktlich zur WM stellte er seine Fähigkeiten jedoch in den Dienst einer anderen Sache: Als einer von 10 000 Wett-Teilnehmern hat er sich mit seinen Vorhersagen auf Platz 1 der Spiegel-Online-Tipps katapultiert (Stand gestern Nachmittag). Gut 20 Punkte trennen ihn vom Zweitplatzierten.

Foerster hat sich unter dem Pseudonym „WerderXL“ bei der Online-Wette registriert. Die Anspielung auf die Bundesligisten in Grün-Weiß kommentiert er so: „Ich bin in Bremen geboren, da verbietet sich alles andere.“ Seine Vorliebe für den einstigen Heimatverein ist längst auf Sohn Georg (9) übergesprungen. Die 0:7-Niederlage gegen Bayern im Vorjahr stürzte ihn kurz in eine Vertrauenskrise.

Inzwischen ist er aber wieder ein treuer Fan.

Sein Vater lässt sich dagegen weniger von Gefühlen leiten. Reine Mathematik und Zahlentheorie haben es dem 44-Jährigen von jeher angetan und dies war auch der Hauptgrund, weshalb er unter die Tipper gegangen ist. „Ich habe mich schon immer gern mit mathematischen Problemen wie etwa Primzahlen befasst, ganz zweckfrei im Gegensatz zur anwendungsbezogenen Rechnerei“, erzählt Axel Foerster. Sein Drang, hochkomplexe mathematische Systeme zu erforschen, ließ ihn mitunter ungewöhnliche Wege beschreiten. 1998 reiste er mit einem Freund nach Las Vegas, um die Gewinn- und Verlustbilanz beim Black-Jack zu studieren. Ausgemachte Spielernaturen sehen indes anders aus: Nachdem sie diverse Strategien getestet hatten, verließen die beiden das Casino nicht wirklich als reiche Männer. „Wir hatten unseren Auspuff unterwegs verloren. Das Geld reichte gerade so, Ersatz zu besorgen“ , erzählt Foerster lachend.

Roulette ist nach seinen Erkenntnissen ein reines Glücksspiel, dessen Ausgang sich kaum vorausberechnen lässt. Am höchsten sei die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns auf den Feldern Rot oder Schwarz sowie Gerade und ungerade, wobei statt der Verdopplung genauso gut ein Totalverlust des Einsatzes möglich sei. Black Jack hingegen eröffne mathematisch Talentierten ähnliche Siegchancen wie beim Schach.

Bei der Spiegel-Wette ist Foerster denn auch ganz anders vorgegangen als der Gefühlstipper oder der eingefleischte Fußballkenner. Seine Ergebnisse basieren auf komplexen Berechnungen, die gleich eine ganze Reihe von Aspekten ins Kalkül ziehen. So hat sich der Mathematiker zunächst eingehend mit der Punktebewertung der Spiegel-Juroren befasst. Wann immer sie eine hohe Quote für ein bestimmtes Ergebnis in Aussicht stellten, hat er berechnet, wie wahrscheinlich es ist, dass es eintrifft. Punkte gibt es aber nicht nur für den exakten Tipp, sondern auch für den Fall, dass die Tordifferenz stimmt oder das Siegerteam richtig benannt wird.

Ob der Mathematiker seinen Vorsprung behaupten kann und mit seinem Geheimtipp auf der sicheren Seite ist, wird sich beim heutigen Endspiel zeigen, das die fünfköpfige Familie gespannt verfolgen wird.

Denn der 1. Preis ist zum Greifen nah. „Eine Tour mit dem Hausboot wäre der Gewinn, von dem wir alle etwas hätten“, schwärmt Foersters Ehefrau, Pastorin Eva Rincke.

Beispiel Würfel
Da ein Würfel die Ziffern von eins bis sechs zeigt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie gewürfelt werden jeweils ein Sechstel ihres eigenen Werts hoch.


Um auszuloten, welche Zahl am häufigsten vorkommt, müssen alle Ergebnisse dieser Rechnung zusammengezogen werden und zwar: 1 mal 1/6 + 2 mal 1/6 + 3 mal 1/6 + 4 mal1/6 + 5 mal 1/6 + 6 mal 1/6 ergibt = die Zahl 3,5.


Beim Spiel mit einem Würfel ist dies nicht darstellbar, mit zweien lässt sich indes errechnen, welche Zahl statistisch am häufigsten vorkommt. Der wie oben errechnete Wert 3,5 muss nur verdoppelt werden. Ergo ergibt die Summe der gewürfelten Augenzahl auffallend oft die Zahl sieben. dvd

Dorothea von Dahlen

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