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Stormarn Riesige Skulptur begibt sich auf Reisen
Lokales Stormarn Riesige Skulptur begibt sich auf Reisen
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20:15 08.10.2013
Ahrensburg

„Skulpturenhopping“ nennen die Bildhauer Axel Richter und Roger Rigorth das Verfahren, große Skulpturen an wechselnden Orten aufzustellen. Am Dienstag kamen sie mit Radlader und Leiter nach Ahrensburg, um Rigorths SkulpturÜber-See“, die fünf Monate in Hamburg vor dem Spiegel-Verlagshaus in der Hafencity gestanden hat, für die nächsten sieben Monate in Ahrensburg zu installieren. Entstanden ist das Kunstwerk im Juni innerhalb von 14 Tagen bei einem Künstlerworkshop im Ammersbeker Kunsthaus am Schüberg zum Thema „Netzwerk Sehnsucht“.

Ahrensburg feiert nächstes Jahr 700-jähriges Bestehen“, erläutert Axel Richter, Leiter des Kunsthauses am Schüberg, „da wollen wir einen kulturellen Gruß aus der Nachbargemeinde senden.“ Der Gruß

ist ziemlich groß, denn der Darnstädter Bildhauer Rigorth arbeitet in riesigen Formaten. „Ich umbaue den Raum“, sagt er. „Das Zuhause ist eine Höhle. Ich schaffe Raum, in dem Leben ist, alles Leben findet in Höhlen statt.“ Verbunden sind sie mit der Sehnsucht in die Ferne. Die Körbe sind Kokons oder Fischreusen oder Bojen und lassen an See, Horizont und Weite denken.

In Ahrensburg ändert sich mit dem neuen Standort der Kontext, aber Rigorth sieht den Grundgedanken gewahrt. „In Ahrensburg passt die Skulptur zum Kolonialdenken der Zeit Schimmelmanns“, sagt er. „Das Material ist aus Kokosfaser aus Indien, auch das ist ein Bezug.“ Denn Heinrich Carl von Schimmelmann war am atlantischen Dreieckshandel zwischen Europa, Afrika und Amerika beteiligt, bei dem unter anderem Sklaven, Rum und Zucker verschifft wurden. „Der alte Markt war Ahrensburgs wirtschaftliches Zentrum“, so Rigorth.

Entstanden ist das Kunstwerk aus Douglasien, die in Ammersbek für den Workshop gefällt wurden. In der Mitte der Skulptur ragt das Holz wie ein Mast in die Höhe, „die Seelenstele“ nennt Rigorth das.

„Die Skulpturen sind beweglich, damit können wir große Plätze bespielen“, erklärt der Künstler. Am Vorabend sind Axel Richter, Metta Braake vom Kunstraum Ahrensburg und Rigorth mit Unimog und Kranwagen in die Hafencity von Hamburg gefahren, um das sechs mal sechs mal sechs Meter große Kunstwerk abzubauen. „Um Mitternacht waren wir in Ahrensburg“, erzählt Richter. „Als Bildhauer braucht man ein großes Netzwerk, um mit den Objekten umgehen zu können.“

Aufgrund der Anfrage des Kunsthauses am Schüberg und vor dem Hintergrund der anstehenden Sanierungsmaßnahmen am Schlossteich, -graben und -park wählte die Stadt Ahrensburg die Rasenfläche am „Alten Markt“ als Standort aus. „Wegen der Maße von jeweils sechs Metern Höhe, Breite und Tiefe mussten wir für die Aufstellung der Plastik einen Bauantrag bei der Stadt stellen“, so Richter. Er sieht auch einen Bezug zum umstrittenen Kunstwerk Muschelläufer: „Mit der Skulptur geben wir einen Anstoß zum Reden über Kunst“, sind sich die Künstler sicher.

Bettina Albrod

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