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Stormarn Rollt bald der Disco-Bus zum Fun-Parc nach Trittau?
Lokales Stormarn Rollt bald der Disco-Bus zum Fun-Parc nach Trittau?
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06:00 29.11.2019
Für Jugendliche ist es schwer, nachts zur Disco und zurück zu kommen. Hier ein Symbolbild. Quelle: Holger Marohn
Bargteheide

Es gab in Stormarn einmal einen Disco-Bus, der Jugendliche zu einer Groß-Discothek in Trittau fuhr und in der Nacht auch wieder zurückbrachte. Als die damalige Discothek zumachte, wurde auch die Nachtlinie eingestellt. Jetzt möchte die SPD in Bargteheide sie wieder aufleben lassen. Sie stellte am Mittwoch in der Sitzung des Haupt- und Sozialausschusses den Antrag, einen Disco-Bus einzurichten, der einmal am Wochenende zur jetzigen Discothek in Trittau und wieder zurück fährt. Der Idee standen alle Fraktionen offen gegenüber, allerdings gab es rechtliche Bedenken.

Testfahrt zeigt große Nachfrage

„Eine Testfahrt Anfang November hat gezeigt, dass der Disco-Bus gut angenommen wird“, erläuterte Gerrit Kronenberg (SPD), zumal die Bargteheider Discothek ihren Betrieb vor einiger Zeit eingestellt hat. 50 Jugendliche hätten sich angemeldet. Unter Einbeziehung von Jugendlichen solle erarbeitet werden, welche Fahrzeiten am günstigsten seien. Für das Projekt sollten 10 000 Euro im Haushalt 2020 bereitgestellt werden. „Man kann auch prüfen, ob Sponsoren das Projekt unterstützen.“ Über die Fahrkarten könnte der Bus mitfinanziert werden.

„Der Bedarf ist da, Eltern und Jugendliche sind dafür“, so Kronenberg weiter, der darin auch eine Frage der Sicherheit sieht. „Der Einsatz eines Disco-Busses würde Jugendlichen die Möglichkeit geben, sicher und kostengünstiger zur Disco und zurück zu kommen“, heißt es in der Begründung des Antrags. Gleichzeitig würde es zeigen, dass Bargteheide eine familienfreundliche Stadt und attraktiv für junge Menschen sei. Sollte sich der Disco-Bus bewähren, könnten weitere Kommunen im Kreis angesprochen werden, ob sie sich beteiligen wollten.

Mögliche Wettbewerbsverzerrung

Bei den anderen Fraktionen gab es einheitlich Lob für die Idee, allerdings mit Einschränkungen. „Vorher müsste rechtlich geprüft werden, ob es Bedenken gegen den Disco-Bus nach Trittau gibt“, wandte Gerhard Artinger (WfB) ein. So gebe es auch in Bad Oldesloe eine Discothek; man dürfe sich nicht dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung aussetzen, wenn man nur die Discothek in Trittau anfahre. „Die Discothek in Bad Oldesloe würde benachteiligt, wenn wir mit öffentlichen Geldern die Fahrt nach Trittau fördern.“

Die Discothek in Trittau gehört zu den attraktiven Zielen für Jugendliche im Kreis. Quelle: Olaf Malzahn

Mathias Steinbuck (CDU) begrüßte den Antrag. Der Bus sei wichtig für junge Leute, zumal es in Bargteheide keine Angebote für sie gebe. „Das ist aber ein Kreisproblem, so dass man bei dem Projekt den Kreis einbinden sollte.“ Auch FDP und Grüne sprachen sich für den Antrag aus. Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht (parteilos) schlug vor, über den Antrag mit einem Sperrvermerk abzustimmen.

Vor einem endgültigen Ja sollten die rechtlichen Bedingungen im Ausschuss für Planung und Verkehr geprüft und das Gespräch mit dem Kreis, mit der Aktivregion wegen möglicher Fördermittel und mit dem Betreiber der Discothek für eine Beteiligung gesucht werden. Mit dem entsprechenden Sperrvermerk wurde der Antrag einstimmig angenommen.

Gleichstellung für Männer

Brauchen jetzt Männer die Gleichstellung? Bei der Besprechung des Stellenplans 2020 am Mittwoch im Hauptausschuss von Bargteheide war Klaus Mairhöfer, der als parteiloses Mitglied in die Stadtvertretung gewählt wurde, aufgefallen, „dass der Anteil der Männer in der Verwaltung bei 40 Prozent liegt, Tendenz sinkend“. Er regte an, dass das ein Thema für die Gleichstellung sei.

„Ich habe die Frage nicht zu ernst gemeint“, sagt Mairhöfer, „ich finde aber schon, dass das Pendel bei der Gleichstellung jetzt in die andere Richtung ausschlägt. Wir brauchen echte Gleichstellung.“ So sei ihm bei der Durchsicht des Stellenplans aufgefallen, dass Männer in der Bargteheider Verwaltung unterrepräsentiert seien.

Mairhöfer betont, dass er das Thema Gleichstellung sehr ernst nehme. „Es ist gut und richtig, wenn Frauen gefördert werden“, stellt er klar, „vielleicht verbergen sich hinter den Zahlen viele Frauen in Teilzeitbeschäftigung oder Alleinerziehende, die hier unterstützt werden sollen.“ Dazu hätte er aber gerne Antworten. Ihn würde auch interessieren, wie die Frauen in Führungspositionen vertreten sind.

„Aus dem am Montag vorgestellten Personalberichtgeht hervor, dass in 2018 106 Frauen und 68 Männer bei der Stadt beschäftigt wurden. Diese Darstellung der statistischen Zahlen wurde durch die Verwaltung nicht bewertet“, heißt es aus der Bargteheider Verwaltung. Die Leitungsebene bestehe aus einer weiblichen Bürgermeisterin, zwei weiblichen Fachbereichsleitungen und drei männlichen Fachbereichsleitungen.

Von Bettina Albrod

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