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Stormarn Schmucke Oldtimer gehen auf Fahrt
Lokales Stormarn Schmucke Oldtimer gehen auf Fahrt
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21:10 28.06.2018
Ein IFA „F9“-Cabrio, gebaut in der DDR Anfang der fünfziger Jahre, wird in jedem Fall am Sonntag unterwegs sein.
Ein IFA „F9“-Cabrio, gebaut in der DDR Anfang der fünfziger Jahre, wird in jedem Fall am Sonntag unterwegs sein. Quelle: Fotos: Hfr
Bad Oldesloe

„Bisher hatten wir immer Glück. Und das ist immerhin schon unsere 13. Ausfahrt“, sagt Organisator Uwe Meins. Er hofft aber, dass sich noch weitere Besitzer schicker Limousinen und kultiger Motorräder einen Ruck geben und ebenfalls am Sonntag an der Ausfahrt teilnehmen. Denn vom Rekord des Vorjahrs, bei dem 137 rollende Veteranen an den Start gingen, ist der MSC Holstein im ADAC als Veranstalter noch etwas entfernt. „Kurzentschlossene können sich aber noch am Tag selbst ab 9.30 Uhr in Reinfeld anmelden“, sagt Vereinschef Meins.

Strahlender Sonnenschein – besser könnte es für eine gemütliche Landpartie nicht laufen. Besonders freuen sich darüber die Teilnehmer der beliebten Mäckie-Tour, die ihre Oldtimer am Sonntag, 1. Juli, trocken durch Stormarn und das Umland kutschieren können.

In der Karpfenstadt beginnt und endet denn auch der insgesamt 140 Kilometer lange Rundkurs. Er führt über weite Strecken durch die reizvolle holsteinische Landschaft, weist aber auch einen schlauchförmigen Schlenker Richtung Mecklenburg-Vorpommern auf – für manch einen Teilnehmer vielleicht ein Ausflug in eine bis dato unbekannte Region.

Zunächst aber posieren die Automobilisten und Kradfahrer ab 9 Uhr mit ihren Schätzchen am Forsthaus Bolande. An spektakuläre Verfolgungsjagden aus amerikanischen Krimiserien erinnert etwa ein kantiger Cadillac Fleedwood, Baujahr 1986 mit einer Länge von schlappen sieben Metern, fünf Liter Hubraum und V-8-Motor. Den Übergang von der Kutsche zu heute windschnittigeren Modellen dokumentiert dagegen ein Oakland Torpedo Roadster, mit dem Thomas und Marion Degenhardt an den Start gehen. Mit 107 Jahren „auf der Karosse“ ist er zugleich das älteste Fahrzeug, das an der Ausfahrt teilnimmt.

Beachtenswert ist auch ein Willys-Overland Jeepster von 1948, der Urform des heutigen Jeeps.

Liebhaber historischer Automobile und Kräder bekommen also genug die Gelegenheit, ein wenig mit den Eigentümern zu fachsimpeln, eigene Erfahrungen auszutauschen und natürlich Schnappschüsse und Selfies von und mit den chromblitzenden Raritäten zu ergattern. Fahrer und Beifahrer tanken übrigens im Forsthaus noch einmal Kraft bei einem zünftigen Frühstück.

Eine Minute nach 10 Uhr sollten sie aber wieder hinter ihrem Steuer sitzen. Nach dem Startschuss geht es durchs Reinfelder Industriegebiet nach Badendorf, wo eine Zuschauerprüfung steigt. Von dort aus fahren alle über Eckhorst, Parin, Malkendorf und Groß Meinsdorf nach Klenzau zum Hof Kiekbusch, nördlich von Sarau. Dort ist gegen 12.30 Uhr erneut eine Foto- Pause vorgesehen. Eine halbe Stunde später ist Aufbruch zur zweiten Etappe, die von Siblin, Holstendorf, Havekost, Ahrensbök und Heilshoop wieder zurück zum Forsthaus Bolande führt.

Wer erfahren will, wie geschickt sich die Chauffeure unterwegs angestellt haben, findet sich dort zur Siegerehrung und anschließenden Pokalvergabe ein. Die ersten Fahrer werden gegen 15.30 Uhr in Reinfeld erwartet. Wie Uwe Meins mitteilt, ist das Fahrerlager übrigens in verschiedene Klassen aufgeteilt. Für 38 Teilnehmer der sportlichen Klasse geht es tatsächlich um „Ruhm und Ehre“. Sie können während der Ausfahrt punkten und sich für die Meisterschaften des ADAC qualifizieren. Alle anderen, insbesondere Inhaber schon betagterer Modelle, betrachten die Mäcki-Tour als vergnüglichen Ausflug mit „reichlich Spaß an der Freude“.

Von Dorothea von Dahlen