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Stormarn Schüler fegten für Wasserspender
Lokales Stormarn Schüler fegten für Wasserspender
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12:46 04.12.2019
Feierlich weihten Schulleiter Sascha Plaumann und Schülersprecherin Finnja Sievers den neuen Wasserspender ein. Quelle: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

Feierlich lösten Schulleiter Sascha Plaumann und Schülersprecherin Finnja Sievers die rote Schleife um den neuen Wasserspender an der Schule am Masurenweg (SaM) und gaben diesen damit offiziell zur Nutzung frei. Sofort bildeten sich lange Schlangen vor dem Soda-Jet, denn alle knapp achthundert Schüler wollten direkt ihre Wasserflaschen füllen.

Wasserspender neuer Anlaufpunkt an der SaM

Auch ein paar Tage nach der Einweihung ist der Wasserspender, der still-gekühltes, medium oder mit viel Kohlensäure angereichertes Wasser zur Auswahl hat, sehr beliebt, alle paar Minuten kommt ein Schüler vorbei, um seine Flasche aufzufüllen. „Wir haben uns bewusst für eine Variante ohne Becher entschieden, um somit Plastikmüll zu vermeiden“, betont der Direktor. Neben dem Umweltaspekt ist auch die Gesundheitsprävention beachtet worden, denn durch das kostenlose Angebot von Wasser wird der Konsum zuckerhaltiger Getränke deutlich reduziert.

Vor allem aber identifizieren sich die Schüler mit der Anschaffung des neuen Gerätes, weil sie es durch das sogenannte „Fegegeld“ selbst erarbeitet haben.

15 Jahre Aktion „Fegegeld

Die Aktion „Fegegeld“ gibt es an der SaM bereits seit mehr als 15 Jahren. Unter dem Motto „Schüler sorgen für ihre Schule – Schüler fegen ihre Schule aus“ sorgen die Mädchen und Jungen selbst regelmäßig dafür, dass die Klassenräume sauber sind, fegen und bringen den Müll raus. Das gesparte Geld geht zum einen in die einzelnen Klassen und wird zum anderen für besondere Anschaffungen und Aktivitäten ausgegeben. 2019 investierten die Schüler die Einnahmen für den Wasserspender Soda-Jet und nutzen diesen nun auch fleißig. „Ich bringe mir zwar auch Wasser von zu Hause mit, das ist aber still. Hier kann ich meine Flasche immer noch mal nachfüllen, dann auch mit Sprudel, das ist toll“, erklärte Tim und sprach damit vielen seiner Mitschüler aus der Seele.

Sauberkeit, Verantwortungsbewusstsein und Wirtschaftsaspekt

Die Idee zu der Aktion „Fegegeld“ hatte einst Plaumanns Vorgänger Matthias Welz. Damals ging es darum, dass einige Schulen im Kreis so dreckig sind, dass der Schulträger die Reinigungskosten nicht mehr tragen wollte, und eine Diskussion entbrannte, wie man Lerninstitute in die Reinigung mit einbeziehen könnte. „Unsere Schule betraf das zwar gar nicht direkt, doch fand ich den Ansatz, Schüler mit einzubeziehen, sehr gut, sodass wir dann ein Konzept entwickelt und mit dem Schulträger ausgehandelt haben, die eingesparten Kosten für Projekte bewilligt zu bekommen“, so Welz zu den Anfängen. Von März bis Oktober war von nun an jede Klasse selbst dafür verantwortlich mindestens zweimal pro Woche ihren Klassenraum „besenrein“ zu halten. Das hat von Anfang an gut geklappt. Von dem eingesparten Geld wurde dann als erstes in den schuleigenen Kiosk investiert. Spielgeräte für den Pausenhof, Grillgelegenheiten und die Einrichtung einer Ruhezone im Innenhof waren im Laufe der Jahre weitere Projekte. Der neue Schulleiter Sascha Plaumann behielt die gelungene Kombination aus Sauberkeit, Verantwortungsbewusstsein und Wirtschaftsaspekt bei und freut sich, dass das Projekt auch nach so vielen Jahren immer noch gut funktioniert.

Von Sandra Freundt

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