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Stormarn Schweinelaster in Fliegenfelde umgekippt: Viele Tiere verendet
Lokales Stormarn Schweinelaster in Fliegenfelde umgekippt: Viele Tiere verendet
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13:38 09.10.2019
Unfall in Fliegenfelde: Das Fahrzeug, das 162 Schweine geladen hatte, kippte um. Viele der Tiere sind verendet. Quelle: Mopics
Fliegenfelde/Wesenberg

Eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse, mehrere tote Schweine, stundenlange Sperrung und völlig erschöpfte Helfer der Feuerwehr – Am Dienstagabend war ein Laster mit Schweinen an einer Kreuzung zwischen Dahmsdorf und Fliegenfelde umgekippt.

Gegen 18.15 Uhr sind die Feuerwehren Ratzbek und Groß Wesenberg, sowie später auch noch die Feuerwehr Hamberge nach Fliegenfelde einem Ortstteil von Wesenberg gerufen worden.

160 Schweine hatte der Lkw geladen

Dort war der Hänger eines Tiertransporters beim Abbiegen aus Dahmsdorf nach Fliegenfelde aus bisher ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt. Beladen war der Lkw des Lohnunternehmers mit 162 ausgewachsenen Schweinen. Die Schweine kamen aus Dahmsdorf. „Für uns war das ein ganz schöner Schock“, sagte der betroffene Landwirt am Mittwoch. Er selbst eilte sofort zum Unfallort.

Die herbeigerufenen Helfer der Feuerwehr bauten in Windeseile einen provisorischen Zaun und öffneten den verunglückten Hänger, um die Tiere zu befreien. Unter unglaublichem Gequieke konnten sich einige Tiere selbst aus ihrer Lage befreien. Andere wiederum mussten durch die Helfer aus dem Hänger gezogen werden. „In so einem Moment realisiert man das gar nicht. Es war unglaublich laut, dreckig und sehr Kräfte zehrend“, sagte Martin Scholmeyer, Ortswehrführer der Feuerwehr Ratzbek.

Die Feuerwehr musste mit hydraulischem Gerät und Säge mehrere Öffnungen in die Zwischenwände bringen, um in dem verkeilten Gefährt an die eingeschlossenen Tiere zu gelangen – für viele kam dabei jede Hilfe zu spät. Nach ersten Erkenntnissen überlebten 29 der Schweine den Unfall nicht.

Einige konnten nur noch tot aus dem Hänger geborgen werden, einige mussten eingeschläfert werden. Vertreter des Veterinäramtes, Amtstierarzt und ein weiter Tierarzt eilten zur Einsatzstelle.

Unfall in Fliegenfelde: Ein Tiertransporter, der 162 Schweine geladen hatte, ist umgekippt. Viele der Tiere sind verendet.

Tiere mussten eingeschläfert werden

Noch vor Ort mussten einige Tiere eingeschläfert werden, weil ihnen eine Weiterfahrt nicht zugemutet werden konnte. Sie hatten gebrochene Gliedmaßen. Alle anderen wurden schnellst möglich in den bereitgestellten Ersatztransporter verladen. Die Schweine waren mit Gattern im Graben zusammen getrieben worden. Dann mussten sie einzeln herausgezogen werden –harte Arbeit für die Männer im Einsatz. Ein Ersatz-Lkw stand schnell bereit. Auf drei Ebenen verteilten sich die hochsensiblen Tiere und konnten vor dem Weitertransport ein wenig zur Ruhe kommen.

Kadaver werden von Spezialfirma entsorgt

Einen echten Knochenjob bedeutete der Einsatz für die Feuerwehrkameraden, wie Einsatzleiter Oliver Brügmann von der Freiwilligen Feuerwehr Groß Wesenberg betont. Mit Gurten und Kraft musste ein Großteil der Schweine aus dem Graben gezogen werden. „Da kommen pro Tier schon mal bis zu 130 Kilogramm zusammen. Ich glaube die Kollegen freuen sich nach dem Einsatz erst mal auf eine warme Dusche“, umreißt er in kurzen Worten die Kraftanstrengung für die Helfer.

Die verendeten Tiere wurden separat geborgen. Die Kadaver werden nun erst einmal auf dem Hof gelagert und wurden am Mittwoch von einer Spezialfirma entsorgt. Die verbliebenen Tiere wurden weiter zu ihrem eigentlichen Zielort einem Schlachthof in Emstek in Niedersachsen gebracht.

Die Straße in Fliegenfelde war während des Einsatzes und der Bergung des Hängers bis etwa 1.15 Uhr voll gesperrt. Die Ermittlungen zur Unfallursache und zur Schadenshöhe wurde von der Polizei übernommen. Der 23-jährige Fahrer des Transporters blieb bei dem Unfall unverletzt.

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Von MOPICS/ tc

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