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Stormarn Sozialkaufhaus Reinfeld öffnet am 30. März
Lokales Stormarn Sozialkaufhaus Reinfeld öffnet am 30. März
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06:15 24.03.2019
800 Quadratmeter ist die Verkaufsfläche des neuen Sozialkaufhauses in Reinfeld groß. Im Vordergrund Geschäftsführer Bodo Völzke. Quelle: Petra Dreu
Reinfeld

Seit mehreren Jahren sind die Sozialkaufhäuser in Ahrensburg und Bad Oldesloe eine feste Institution, in denen es gebrauchte Möbel, Haushaltswaren, Spielzeug und sogar Bekleidung für den kleinen Geldbeutel gibt. Betrieben werden sie vom „Verein zur Integration langzeitarbeitsloser Menschen“ (Vilm), der am Sonnabend, 30. März, von 9 bis 18 Uhr in Reinfeld sein drittes Sozialkaufhaus eröffnet.

Die meisten Reinfelder werden sich noch daran erinnern, als der Discounter Aldi seine Filiale in der Carl-Harz-Straße 12 an der Ecke zur Friedrich-Ebert-Straße eröffnet hat. Später verkaufte Getränke Hoffmann an gleicher Stelle Softgetränke, Bier und Spirituosen. Inzwischen warten in dem 800 Quadratmeter großen Ladengeschäft vom Schlafzimmer über Küchen bis hin zu Sitzgarnituren, Esszimmereinrichtungen, Lampen und Schreibtische aus zweiter Hand auf neue Käufer.

Alles für die Wohnung

„Bei uns gibt es alles, was man für eine Wohnung braucht. Dazu gehören nicht nur Möbel, sondern auch gebrauchte Elektrogeräte, Töpfe, Geschirr, Gläser, Schüsseln, Spielzeug, CDs, Bücher und sogar Bekleidung zum kleinen Preis“, erzählt Bodo Völzke, Geschäftsführer der Sozialkaufhäuser Stormarn und des Vereins Vilm, der sich der Integration von Menschen verschrieben hat, die über einen langen Zeitraum keinen Platz auf dem Arbeitsmarkt gefunden haben. Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Die Lübecker Nachrichten haben sich bereits umgeschaut.

Bufdis gesucht

„Manche lernen erst bei uns, mit einem Computer umzugehen. Andere wiederum wissen gar nicht mehr, wie ein Arbeitsalltag aussieht“, so Völzke. Der Verein beschäftigt in Ahrensburg und Bad Oldesloe fünf Festangestellte und zusätzlich geringfügig Beschäftigte. Aber auch ehrenamtliche Mitarbeiter helfen mit, dass alles läuft in den Sozialkaufhäusern, die zudem Einsatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) sind. „Vier Bufdi-Stellen sind noch frei“, erzählt der Geschäftsführer, der bei der Einrichtung des Reinfelder Sozialkaufhauses auf Mitarbeiter aus Bad Oldesloe und Ahrensburg zurückgegriffen hat. „Das jedoch soll nicht so bleiben. Wir wollen natürlich auch Mitarbeiter aus Reinfeld und Umgebung bei uns beschäftigen.“

Einkaufen kann in den drei Sozialkaufhäusern jeder. Unterschiede werden jedoch beim Kaufpreis gemacht. Ist ein Möbelstück mit 50 Euro ausgezeichnet, gilt dieser Preis für den „normalen“ Kunden. Wer seine Bedürftigkeit in Form eines Bescheides der Rentenversicherung oder des Jobcenters nachweisen kann, oder Mittel der Grundsicherung erhält, bekommt einen Sonderpreis, der in der Regel um 20 Prozent reduziert ist.

Ein Verein –drei Sozialkaufhäuser

Der gemeinnützige „Verein zur Integration langzeitarbeitsloser Menschen“ (Vilm) betreibt seit mehreren Jahren Sozialkaufhäuser im Kreis Stormarn. Zu finden sind diese in Ahrensburg, Kurt-Fischer-Straße 27 a, und in Bad Oldesloe, Industriestraße 19. Das neue Sozialkaufhaus in Reinfeld öffnet zum ersten Mal am Sonnabend, 30. März, von 9 bis 18 Uhr seine Türen in der Carl-Harz-Straße 12/Ecke Friedrich-Ebert-Straße. Die regulären Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sonnabends von 9 bis 13 Uhr. Weitere Infos gibt es unter der Telefonnummer 04102-822127 und im Internet unter www.sozialkaufhaus-stormarn.de.

Unterstützung der öffentlichen Hand erhält der gemeinnützige Verein, der keine Gewinne machen darf, nicht. Er finanziert anfallende Mieten und Personalkosten ausschließlich darüber, gebrauchte Möbel von Spendern abzuholen und weiterzuverkaufen. Darüber hinaus übernehmen die Mitarbeiter des Vereins Haushaltsauflösungen. Einrichtungsgegenstände, die gut erhalten sind und dem Zeitgeist entsprechen, werden in den Sozialkaufhäusern verkauft. Doch das geht längst nicht mehr mit allen Möbelstücken. Was keine Chancen mehr auf einen Käufer hat, muss entsorgt werden. Die Kosten dafür trägt der Auftraggeber.

Petra Dreu

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