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Stormarn Sparkasse Holstein rüstet sich für die Zukunft
Lokales Stormarn Sparkasse Holstein rüstet sich für die Zukunft
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16:38 28.03.2019
Der dreiköpfige Vorstand der Sparkasse: v.l. Michael Ringelhann, Joachim Wallmeroth und Thomas Piehl. Quelle: mc
Bad Oldesloe

Alle Standorte sollen erhalten und sogar ausgebaut bleiben, die Zahl der Mitarbeiter soll ebenfalls konstant gehalten werden.

Solides Ergebnis

Die Bilanzsumme lag 2018 bei 6,36 Milliarden Euro, knapp 200 Millionen mehr als im Vorjahr. Damit steht die Bank auf Platz 42 unter den 385 deutschen Sparkassen. Das Volumen an Kundenkrediten – die wichtigste Säule der Sparkasse – wuchs von 5,13 auf 5,3 Milliarden Euro. „Treiber sind vor allem Kredite an Unternehmen“, sagte Thomas Piehl, der am 1. Oktober die Nachfolge von Martin Lüdiger angetreten hat. 8300 Unternehmen betreut die Sparkasse in den Kreisen Ostholstein und Stormarn sowie in Hamburg. Das Kreditvolumen liegt bei 3,7 Milliarden Euro. Das private Baufinanzierungsgeschäft bleibe mit 1,2 Milliarden Euro hart umkämpft.

Zinsen bleiben niedrig

Die Kundeneinlagen wuchsen von 4,37 auf 4,62 Milliarden Euro, der Zinsüberschuss sank dagegen von 133,3 auf 128,5 Millionen Euro. „Es gab zwar mal ein kurzes Aufflackern, aber die Zinsen werden weiter sinken“, sagte Piehl. Operativ sei die Zahl daher als Erfolg zu sehen. Der Bilanzgewinn blieb konstant bei zwölf Millionen Euro.

Frauen sind gleich gestellt

Die Zahl der Mitarbeiter sank von 1054 im Jahr 2017 auf 1021. Die Stellen sollen auch in den kommenden Jahren Bestand haben. Etwa zwei Drittel davon sind Vollzeitkräfte. Es gibt mehr als 70 Auszubildende. Trotzdem spricht auch die Sparkasse Holstein schon von Fachkräftemangel. „Bei uns gibt es mehrere unbesetzte Stellen“, sagte der Vorstandschef. Insgesamt sind die Männer noch leicht in der Mehrheit bei der Sparkasse, doch viele junge Frauen rücken nach. „Wir bieten moderne Arbeitsmodelle und wollen den Nachwuchs an uns binden“, so Piehl. Und: „Keine Frau verdient bei uns schlechter als ein Mann in der gleichen Position.“ Um die Beschäftigten mitzunehmen auf dem Weg in die Zukunft, hat es diverse Workshops gegeben.

Filialen werden ausgebaut

In dem Programm Sparkasse Holstein 2025+ soll der Kunde im Mittelpunkt stehen, die Präsenz vor Ort gestärkt werden. „Die Filiale ist das Herzstück“, sagt Vorstandsmitglied Michael Ringelhann. „Die Menschen suchen trotz aller digitalen Möglichkeiten weiter den direkten Kontakt, daher rüsten wir in der Fläche weiter auf.“ Acht Filialen wurden bereits umgebaut und modernisiert, ein Schwerpunkt war dabei der Standort Bargteheide. 23 weitere folgen in diesem Jahr, am meisten investiert wird dabei in Neustadt. Ein „maritimer Wohlfühllook“ soll Einzug halten, dieser passe gut in den gesamten Bereich von Hamburg bis Fehmarn. Offenbar kommt die Offensive schon jetzt gut an, die Sparkasse hat in diesem Jahr bereits 2254 neue private Girokonten eröffnet. Insgesamt führt die Sparkasse gut 181.000 private und knapp 20.000 geschäftliche Girokonten.

Noch viele Jahre Bargeld

Auf Sicht sollen daher auch alle 37 Filialen erhalten bleiben. Will sich die Sparkasse vielleicht sogar noch weiter ausdehnen? Dazu gab es keinen Kommentar seitens des Vorstandes. Auch die Geldautomaten bleiben wohl noch länger stehen. Ringelhann dazu: „In Deutschland wird es noch sehr lange Bargeld geben. Es gibt hier eine andere Kultur als beispielsweise in Skandinavien.“

Digitale Angebote stark nachgefragt

Auch die digitalen Angebote wurden von den Kunden sehr rege genutzt. Michael Ringelhann: „Wir haben mehr als 15,2 Millionen Besuche in unserer Internetfiliale registriert, ein Plus von einer halben Million im Vergleich zum Vorjahr.“ Die Nutzung der App stieg um 22 Prozent. Zum Jahresende nutzten 32 600 Kunden aktiv die mobile Sparkassen-App. Mit der Echtzeitüberweisung können Kunden zudem in Sekundenschnelle Geld transferieren.

Acht Millionen Euro für die Region

2018 betrug das gesellschaftliche Engagement der 18 Stiftungen der Sparkasse Holstein und der Sparkasse selbst insgesamt gut acht Millionen Euro. Hiervon entfielen 3,9 Millionen Euro auf Förderaktivitäten im Bereich Bildung und Natur. 2,2 Millionen Euro flossen in den Bereich Kunst und Kultur, 0,7 Millionen Euro in den Sport. In das Schloss Ahrensburg, dem Ort der Pressekonferenz, floss in den vergangenen Jahren rund eine Million Euro für die Sanierung. „Schon 1932 rettete übrigens die Sparkasse dass Schloss, als sie nach der Pleite von Graf Schimmelmann das Inventar kaufte“, weiß Tatjana Ceynowa, Geschäftsführerin des Schlosses.

Markus Carstens

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