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Stormarn Spedition Bode plant den großen Umzug
Lokales Stormarn Spedition Bode plant den großen Umzug
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08:54 13.02.2019
Die Spedition Bode will von der Feld- in die Barnitzer Straße ziehen. Quelle: Johann Jessen
Reinfeld

Auf den ersten Blick ist es eine simple Bauvoranfrage für den Neubau eines Lidl-Marktes in der Feldstraße, mit der sich der Bauausschuss am Montag befasst hat. Dahinter jedoch verbirgt sich viel mehr, denn Lidl möchte sein neues Geschäftskonzept auf dem Gelände der Spedition Bode umsetzen. Diese wiederum möchte mit Verwaltung und Werkstatt in die Barnitzer Straße ziehen, an der bereits die neue Waschanlage samt Werkstatt in Betrieb genommen worden ist. Dafür haben sich beide Firmen einen straffen Zeitplan auferlegt: Bis 2020/21 soll alles fertig sein.

Grundstück bereits erworben

Das Grundstück neben der Lkw-Waschanlage hat Firmenchef Kai-Jörg Bode in weiser Voraussicht bereits gekauft. Dort ist nicht nur Platz für eine weitere Lkw-Werkstatt, sondern auch für genügend Stellflächen für den umfangreichen Lkw-Fuhrpark. Für das Gelände auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat sich das Unternehmen eine Kaufoption bis zum 30. Juni gesichert. Dort sollen ein Neubau für die Verwaltung sowie Pkw-Stellplätze für die Bode-Mitarbeiter und Firmen-Pkw entstehen.

Kai-Jörg und Marc Bode (v.l.) wollen die alteingesessene Spedition Bode von der Feldstraße zur Barnitzer Straße verlegen. Quelle: Petra Dreu

„Wir möchten den gesamten Lkw-Bereich auf der einen Seite der Barnitzer Straße ansiedeln, Verwaltung und Pkws auf der anderen“, sagte Kai Bode, der seinen Sohn Marc mit in die Sitzung des Bauausschusses mitgebracht hatte. Ein wichtiges Argument schob der Firmenchef gleich hinterher: „Wenn wir das Grundstück bis zum 30. Juni kaufen, bleiben wir in Reinfeld.“ Auf den Zusatz „wenn nicht“ verzichtete der Spediteur.

Lkw-Waschanlage seit 2016 in Betrieb

Erst im November 2016 hat die Spedition Bode die hochmoderne Lastwagen-Waschanlage mit Werkstatt und Tankstelle nur für Brummis am Rand des Gewerbegebietes zwischen Lokfelder Straße und Autobahn in Betrieb genommen. 3,5 Millionen Euro hat sich Firmenchef Kai Bode die Investition kosten lassen, zu der ein Bistro, Toiletten und eine Dusche für die Kunden sowie einen entsprechend eingerichteten Bereich mit Kantine für die Mitarbeiter. Welche Investitionen für den Neubau der Verwaltung, den Bau von Stellplätzen und einen zusätzlichen Werkstattbereich anfallen dürften, darüber hüllten sich Kai und Marc Bode in Schweigen.

Lidl setzt auf das Bode-Grundstück

Das Bode-Grundstück an der Feldstraße hat sich der Lebensmitteldiscounter „Lidl“ ausgeguckt, der bei einem Neubau seinen rund 500 Meter entfernten Standort an der Ecke Hamburger Chaussee/Lokfelder Chaussee aufgeben würde. Mit einem Neubau möchte Lidl die Verkaufsfläche um 40 Prozent von zurzeit 1000 Quadratmetern auf 1400 Quadratmetern erhöhen, um letztendlich auf das geänderte Kundenverhalten reagieren und ein neues Verkaufskonzept umsetzen zu können. Wie das aussieht, konnten die Kunden des Lidl-Marktes in der Bad Oldesloer Industriestraße bereits in Augenschein nehmen. Dort präsentiert sich Lidl nach einer Erweiterung deutlich heller und luftiger mit breiteren Gängen, niedrigeren Regalen, einem größer Backshop und übersichtlichen Kühl- und Gefrierregalen.

Der Bauvoranfrage des Discounters stehen sämtliche Mitglieder des Bauausschusses positiv gegenüber, die per städtebaulicher Vereinbarung sicherstellen wollen, dass in das alte Lidl-Gebäude kein weiterer Lebensmittel- oder Drogeriemarkt einziehen darf. Viel Hoffnung auf ein Fachmarktzentrum haben die Ausschussmitglieder offenbar nicht mehr. „Wie lange sollen wir noch warten?“, fragte Geert Karnick (Grüne). Auch Bürgervorsteher Gerd Herrmann (SPD) sieht das Fachmarktzentrum „mächtig auf der Kippe“.

Petra Dreu

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