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Stormarn Sprinter rast in Laster: B 404 stundenlang voll gesperrt
Lokales Stormarn Sprinter rast in Laster: B 404 stundenlang voll gesperrt
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00:00 17.08.2011
Auf Höhe Todendorf geriet ein Sprinterfahrer mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn und krachte frontal in einen Lastwagen.
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Todendorf

Der 48-jährige Fahrer aus Nüchel bei Bad Malente war mit seinem Mercedes Sprinter in Richtung A21 unterwegs. Zeugen berichten, dass der Sprinter immer wieder leicht nach links in den Gegenverkehr geraten sei. Urplötzlich aber sei der orange Kleintransporter mit einem Ruck nach links gesteuert worden und nahezu frontal und ungebremst in einen gerade entgegen kommenden 40-Tonner gekracht.

Bei dem Crash wurden bei der LKW-Zugmaschine das Führerhaus und die gesamte rechte Seite massiv zerstört. Eine Seitenwand des Tanks wurde regelrecht abgerissen und etwa 350 Liter Diesel flossen in die Bankette. Der Fahrer des Lkw, ein 42-jähriger Mann aus Bad Malente, wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Mit dem Rettungswagen wurde der Mann in das Krankenhaus nach Hamburg Wandsbek eingeliefert.

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Der Fahrer des Kleintransporters wurde in seinem völlig zerstörten Auto eingeklemmt. Mit hydraulischem Rettungsgerät befreiten die Einsatzkräfte der Feuerwehren Sprenge und Todendorf den Mann. Während der Rettung wurde der schwer Verletzte von einem Notarzt und einer Rettungswagenbesatzung medizinisch betreut. Der 48-jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 19 aus Uelzen in ein Hamburger Krankenhaus geflogen. Für ihn bestand akute Lebensgefahr.

Die Bundesstraße glich an der Unfallstelle einem riesigen Trümmerfeld. Ausgelaufene Betriebsstoffe wurden mit Bindemittel abgestreut. „Am Ende hatten wir kein Bindemittel mehr“, sagte Todendorfs Gemeindewehrführer Marc Strangmeyer. Nachdem der schwer beschädigte Sattelzug aus der Bankette gezogen war und auch der zerstörte Sprinter auf einem Abschlepper verladen war, rückte die Lübecker Firma Possehl an, um die Straße zu reinigen und im Bereich der Unfallstelle einen Bodenaustausch vorzunehmen. Erst um 3 Uhr in der Nacht wurde die Bundesstraße endgültig wieder für den Verkehr freigegeben.

Kurios war ein weiterer kleiner Unfall, der sich in Zusammenhang mit diesem Unfall ereignete. Wegen der Vollsperrung bildete sich schnell ein längerer Rückstau in beide Fahrtrichtungen. Ein grüner Ford Fiesta wollte auf der Bundesstraße wenden und krachte dabei in den mit Blaulicht und Martinshorn vorbei kommenden Funkstreifenwagen der Polizei. Der Fiesta wurde kurze Zeit später auf dem Parkplatz Rehbrook gefunden. Zu den Ermittlungen in dieser Sache ist derzeit nicht näheres bekannt. jeb