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Stormarn Stapelfeld stimmt für gemeinsames Gewerbegebiet mit Hamburg
Lokales Stormarn Stapelfeld stimmt für gemeinsames Gewerbegebiet mit Hamburg
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16:32 05.02.2019
Jürgen Westphal ist Bürgermeister der Gemeinde Stapelfeld. Quelle: LB
Stapelfeld

Die Gemeinde Stapelfeld hat am Montag den Bebauungsplan für ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Hamburg beschlossen. Das gemeinsame Gewerbegebiet soll den bereits bestehenden Rahlstedter Merkur Park mit 30 Hektar Größe um den Viktoriapark (36 Hektar) und den Minervapark (23 Hektar) ergänzen. Gut zwölf Hektar der neuen Gewerbefläche liegen in Schleswig-Holstein in Stapelfeld.

„Die Entscheidung dafür ist deutlich positiv ausgefallen“, erklärt Stapelfelds Bürgermeister Jürgen Westphal, „neun Gemeindevertreter haben dafür gestimmt, drei dagegen.“ Im Vorfeld der Entscheidung hatte es gegensätzliche Meinungen in der Gemeinde gegeben. Dabei, so Westphal, sei es vor allem um den Verkehr gegangen: Bürger fürchteten Lärmbelästigungen durch die zu erwartenden neuen Verkehrsströme. Bisher wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt. „Wir haben mit dem Investor verhandelt und erreicht, dass es Lärmschutz-Maßnahmen geben wird“, so Westphal weiter.

Klare Grenze bei der Bebauung

Das Gelände wird von der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) vermarktet. Auf Hamburger Seite werde bereits mit dem Bau des Gewerbegebiets begonnen, sagt Westphal. „Es ist geplant, dass es eine klare Grenze entlang der Gemeindegrenze zu Hamburg gibt, es soll keine grenzüberschreitenden Gewerbeansiedlungen geben.“ Die Gemeinde strebt mit der Bauleitplanung an, im Bereich der Gemeindegrenze zu Hamburg eine gewerbliche Entwicklung einzuleiten, um die bestehende und zukünftige Nachfrage an Gewerbeflächen zu decken, heißt es im Stapelfelder B-Plan. Im Vorwege sei ein länderübergreifendes und interkommunales Gutachten zur Gewerbeflächenentwicklung erarbeitetet worden. In dem Gutachten wird eine geordnete gewerbliche Entwicklung unter angemessener Berücksichtigung des Natur- und Landschaftsschutzes empfohlen.

Planskizze des neuen Gewerbegebiets. Quelle: Amt Siek

„Ich freue mich, dass die Stapelfelder Gemeindevertreter diesen Beschluss gefasst haben“, erklärt Detlev Hinselmann, Geschäftsführer der WAS. „Das ist eine gute Entscheidung für die Gemeinde, die WAS und vor allem für den Raum. Der Gedanke, interkommunal und länderübergreifend zu arbeiten, hat große Bedeutung.“ Wenn alles nach Plan laufe, könne bereits im Sommer mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken sei sehr groß, so Hinselmann. „Es gibt viele Anfragen, und es sind sehr interessante dabei“, so der WAS-Geschäftsführer. Die Verteilung der Gewerbegrundstücke auf den zwölf Hektar Fläche in Stormarn solle ebenfalls im Sommer losgehen. Im Vorfeld war festgelegt worden, dass keine Logistikunternehmen angesiedelt werden. Auch Großhandelsketten solle es nicht geben, erklärt Westphal.

Gewerbe mit Freizeitcharakter

Das Plangebiet liegt südlich der Alten Landstraße (L222), nördlich der Hauptstraße (K107) und östlich der Landesgrenze zu Hamburg-Rahlstedt. Im Westen befindet sich auf Hamburger Stadtgebiet das bestehende Gewerbegebiet Merkur Park. „Insgesamt soll länderübergreifend zusammen mit den Hamburger Teilen des Gewerbegebiets ein eigenständiges Quartier mit einer starken städtebaulichen Struktur geschaffen werden“, heißt es in der Beschreibung. Aufenthaltsmöglichkeiten in Grünzonen und auf Straßen, dazu Fuß- und Wanderwege sowie Plätze sollen gemeinsam mit der prägnanten Knickstruktur und den dazu parallel geführten Rad- und Fußwegen Freizeitmöglichkeiten schaffen. Die vorhandenen und geplanten Gewerbeflächen würden zu einem gemeinsamen Quartier auch mit einer Freizeitbedeutung für das Wohnumfeld vernetzt. Die Wärmeversorgung soll durch Anschluss an die Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld erfolgen.

Bettina Albrod

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