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Stormarn Starkregen: Entscheidung über Warnsystem vertagt
Lokales Stormarn Starkregen: Entscheidung über Warnsystem vertagt
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15:28 29.10.2019
Himmelfahrt 2018 in Oststeinbek: Ein kurzes Unwetter überflutete die Gemeinden binnen Minuten. Quelle: jeb
Bad Oldesloe

Viele Punkte standen zum Thema Klimaschutz auf der Tagesordnung des Kreis-Umweltausschusses, die meisten wurden aber erst einmal vertagt – vor allem, weil alles Geld kostet. „Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet“, sagte Ausschussvorsitzender Gerold Rahmann (Grüne) nach der Sitzung.

Für 60 000 Euro sollte nach den schlimmen Unwettern in den vergangenen Jahren vor allem im Süden Stormarns ein Frühwarnsystem für solche Starkregen-Ereignisse angeschafft werden – angedockt bei der Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe. So hatte es die Kreisverwaltung vorgeschlagen, doch nicht alle Politiker des Umweltausschusses folgten dem Ansinnen – zumal das System weitere jährliche Kosten von rund 20 000 Euro für Software-Aktualisierungen verursacht.

Erfahrungen aus Lübeck abwarten

Vor allem die CDU zweifelte den Nutzen des Systems an, das in der Stadt Lübeck bereits installiert wurde. Daher wollen die Umweltpolitiker nun zunächst nach den dortigen Erfahrungen fragen.

Anderes wurde dagegen erfolgreich verabschiedet wie die Schaffung von Blühwiesen auf Kreisgelände oder die Wiederbelebung beziehungsweise Ertüchtigung des Obstbaumlehrpfades zwischen Blumendorf und Grabau. Mit ihrem eigenen Antrag für eine Blühstreifen-Kooperation mit dem Kreisbauernverband scheiterte derweil die CDU. „Wir müssen prüfen, ob das rechtlich überhaupt möglich ist“, sagte Rahmann.

Weniger Geld als zuvor veranschlagt gibt es auch für Vorhaben der beiden Klimaschutzmanager in der Kreisverwaltung. Zudem hatte die Linke mehrere Anträge gestellt, die jedoch ebenfalls erstmal vertagt wurden.

Auch der Antrag der Grünen, wieder dem europäischen Klimabündnis beizutreten, wurde abgelehnt. Der Verein verfolgt das Ziel, alle fünf Jahre den CO2-Ausstoß um zehn Prozent zu senken. Kostenpunkt für den Kreis: 448 Euro im Jahr. „Das ist ein Selbstläufer, dachte ich“, sagte Florian Kautter von der Fraktion Die Linke. „Doch dann stimmten tatsächlich CDU und FDP dagegen und der Antrag wurde abgelehnt.“ Das sei schon ein erstaunliches Verhalten, nachdem der Kreistag, auch auf Antrag der CDU, erst kürzlich einen Antrag unter dem Motto ,Wir haben verstanden’ beschlossen habe, der dem Klimaschutz höchste Priorität einräume.

Von Markus Carstens

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