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Stormarn Steinburg: Spannendes Wahlduell steht noch bevor
Lokales Stormarn Steinburg: Spannendes Wahlduell steht noch bevor
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20:10 28.05.2013
Will es erstmals versuchen: Heidi Hack (ABiS)
Bad Oldesloe

Wenn es bei den Wahlen einen Gewinner unter den Gemeinden geben würde, dann könnten sich die Neritzer ein Krönchen aufsetzen. 68 Prozent der Einwohner steckten am vergangenen Sonntag ihre Wahlzettel in die Urnen.

„Das zeigt, dass sich die Leute bei uns für Politik interessieren“, sagt die amtierende Bürgermeisterin Karin Lienau von der Actionsgemeinschaft Neritzer Wähler. Letztere mussten einen Sitz an die neue Gruppe namens Ben (Bürger engagiert für Neritz) abgeben, in der sich hauptsächlich die einstige SPD im Ort organisiert hat.

Recht fleißig gingen aber auch die Steinburger zur Wahl (62 Prozent). Dies mag am spannenden „Duell“ zwischen CDU und der Gruppe Aktive Bürger in Steinburg (ABiS) gelegen haben. Letztere hatten sich sehr offensiv ins Gespräch gebracht, nachdem sie schon bei der Kommunalwahl 2008 auf Anhieb 22 Prozent erzielt hatten. Damals hatte die Gruppe zur Wahlparty „We are the Champions“ erklingen lassen.

Das war beim aktuellen Ergebnis von 38,6 Prozent nicht mehr zu toppen. „Ich bin überwältigt“, sagt Heidi Hack, die auf der konstituierenden Sitzung am 17. Juni als Gegenkandidatin zu Heino Doose (CDU) antritt, der mit 35 Prozent der Stimmen leicht unterliegt. Da keiner der Kandidaten über die absolute Mehrheit verfügt, sind beide auf die Stimmen von SPD und/oder FDP angewiesen. Es bleibt also spannend.

Relativ klare Verhältnisse herrschen dagegen in Pölitz, wo die CDU mit neun Sitzen gegenüber der SPD ( zwei Sitze) die absolute Mehrheit innehat. Martin Beck wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Bürgermeister bleiben. Auch in Lasbek wäre der bisherige Bürgermeister Harald Lodders nicht auf „Fremdhilfe“ angewiesen, wollte er noch einmal kandidieren. Das Gleiche gilt für Marleen Wulf, die nach dem Sieg der Wählergruppe Team auch weiterhin die Geschicke von Meddewade lenken möchte. Noch eindeutiger fällt die Wahl wohl in Grabau aus, wo allein die Wähler-Gemeinschaft Grabau (WGG) regiert und Hans-Joachim Wendt somit als einziger Bürgermeisterkandidat zur Debatte steht.

Für eine Überraschung haben die Wähler in Rethwisch und Travenbrück gesorgt. Im ersten Fall gewann die CDU mehr Direktmandate als sie Sitze in der Gemeindevertretung beanspruchen könnte. Ergo muss in Rümpel generell aufgestockt werden. Die CDU erhält jetzt sieben statt sechs Sitze. Das neue Saint-Laguë-Zählverfahren hat wiederum dafür gesorgt, dass die SPD ebenfalls ein zusätzliches Mandat erhält. Laut Torsten Heuer, im Amt Bad Oldesloe Land für die Organisation der Gemeindewahl zuständig, geschieht dies, um einen Ausgleich für Parteien und Gruppierungen zu schaffen, die sonst gemessen am Stimmverhältnis zu stark benachteiligt wären.

Das ist in Travenbrück nicht notwendig. Dort ist es die Allgemeine Wählergemeinschaft Travenbrück (AWGT), die ein Überhangmandat erlangt hat und nun sieben Sitze einnimmt. Für die anderen Parteien ist indes kein weiterer Ausgleich vorgesehen: die CDU nimmt vier und die SPD drei Sitze ein.

Was die Bürgermeisterwahl anbelangt, so könnte es in diesen beiden Gemeinden eine langwierige Prozedur werden, wenn die Abstimmung nicht auf Anhieb eindeutig ausfällt. Denn die Wahlordnung schreibt vor, dass die Kandidaten die absolute Mehrheit haben müssen. Ansonsten wird zu einem späteren Zeitpunkt neu gewählt. Um es im ersten Anlauf zu schaffen, ist Peter Lengfeld (AWGT) in Travenbrück auf mindestens eine Fremd- Stimme angewiesen. Gleiches gilt für Torben Schmahl, der in die Fußstapfen des bisherigen Rümpeler Bürgermeisters Claus-Jürgen Vieregge treten will.

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