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Stormarn Das beschäftigt den Kreistag am Freitag
Lokales Stormarn Das beschäftigt den Kreistag am Freitag
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15:09 21.03.2019
Abstimmung im Zeichen des Schwans: Der Kreistag trifft sich heute zu seiner ersten Sitzung 2019. Quelle: mc
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Bad Oldesloe

Außerdem verkündet der Landrat gute Nachrichten in Sachen Finanzen und Personal.

AfD verliert Stimmrecht in den Ausschüssen

Weil die AfD-Fraktion im Kreistag von vier auf zwei Mitglieder geschrumpft ist (die LN berichteten), verliert sie ihr Stimmrecht in den Ausschüssen. Nach Berechnungen entsprechend dem Wahlergebnis rücken nun CDU-Vertreter nach. Im einzelnen sind dies im Jugendhilfeausschuss Mathias Nordmann aus Bad Oldesloe, im Sozial-und Gesundheitsausschuss Dennis Möck aus Badendorf, im Schul-, Kultur- und Sportausschuss Janne Bollingberg aus Ahrensburg, im Finanzausschuss Birgit Reichardt-Mewes aus Bad Oldesloe, im Umweltausschuss Jürgen Lamp aus Tangstedt, im Wirtschafts-, Bau und Planungsausschuss Gesa Dunkelgut aus Reinfeld und im Hauptauschuss Daniela Brunke aus Lütjensee.

Wie weiter mit der Müllabfuhr?

Nach der Entscheidung des Aufsichtsrates der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) zur weiteren Organisation der Müllabfuhr in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg soll die Dienstleistung nun doch wieder ausgeschrieben werden zum 1. Januar 2021 (die LN berichteten). Trotzdem wollen die Kreispolitiker eine Debatte darüber führen und vor allem die Vorgeschichte ausführlich beleuchten. Einen neuen Beschluss wird es aber nicht geben.

Deutlicher Unmut über den Nachbarkreis Herzogtum Lauenburg als AWSH-Mitgesellschafter wurde bereits im Hauptausschuss am Mittwoch geäußert. Dieser hatte bekanntlich das von Stormarn favorisierte Modell einer Öffentlich-Privaten Gesellschaft mit einer schwarz-grünen Mehrheit im dortigen Kreistag verhindert. „Wir in Stormarn hatten erfolgreich einen Kompromiss gefunden, nun ist die Situation verfahren“, meinte Sabine Rautenberg (Grüne). „Der Weg dahin war ja abenteuerlich und etwas eigenartig, aber wir haben unser Ziel erreicht“, sagte Karl-Reinhold Wurch von der FDP. „Es ist frustrierend. Lauenburg schreibt uns mit einer dünnen Mehrheit jetzt vor, was wir zu tun haben“, ärgerte sich Heinz Hartmann (SPD) aus Reinfeld.

Höherer Überschuss

Gute Nachrichten wird dagegen Landrat Henning Görtz verkünden. Der Jahresüberschuss ist noch einmal gestiegen von 5,6 Millionen auf 8,9 Millionen Euro. Grund dafür waren einige Unsicherheiten in den Berechnungen zur Sozialhilfe im Stormarner Haushalt. Verwaltung und Politik wollen nun erörtern, ob eine weitere Senkung der Kreisumlage möglich ist und – wenn ja – in welcher Höhe.

In den vergangenen Jahren ist die Abgabe der Städte und Gemeinden aufgrund der guten Haushaltslage des Kreises immer weiter gesunken. Jetzt liegt sie bei 31,25 Prozent, niedriger ist sie in Schleswig-Holstein nur noch im Kreis Rendsburg-Eckernförde (31 Prozent). „Ich habe den Ehrgeiz, dass Stormarn die niedrigste Kreisumlage im Land hat“, sagte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Stefan Kehl (Grüne). Joachim Wagner von der CDU warnt jedoch davor, den Kommunen zu viel zu versprechen.

Alle 16 Ausbildungsplätze besetzt

Die Aufgaben der Kreisverwaltung werden immer mehr und damit auch die Zahl der Beschäftigten. 740 Mitarbeiter waren es mit Stand 31. Dezember 2018. Das geht aus dem Personalbericht hervor, den die Kreispolitiker stets zur Kenntnis nehmen. „Es wird immer schwieriger, Personal zu finden. Oft müssen wir Verfahren nochmals durchführen, weil wir im ersten Durchgang kein Glück hatten“, erklärt Landrat Görtz. Eine Fachdienstleitung blieb so mehrere Monate vakant, nach einem Kinderarzt sucht die Verwaltung bereits seit zwei Jahren. Jetzt wird laut Personalbericht sogar ein Headhunter eingesetzt.

Gute Nachrichten gibt es dagegen von der Ausbildungsfront. Alle 16 Plätze – der Kreis hat mittlerweile deutlich aufgestockt – sind für dieses Jahr besetzt. Und die Statistik zeigt, dass die jungen Leute im Anschluss gute Chancen auf eine Weiterbeschäftigung haben. In den vergangenen Jahren wurde jeweils fast alle übernommen.

Markus Carstens

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