Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Mehr als 40 Luxusautos gestohlen: Anklage gegen Diebe erhoben
Lokales Stormarn Mehr als 40 Luxusautos gestohlen: Anklage gegen Diebe erhoben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:50 28.12.2018
Mehr als 40 Autos sollen die Diebe gestohlen haben. Quelle: Fotolia
Bad Oldesloe/Lübeck

Großer Ermittlungserfolg für Staatsanwaltschaft und Bezirkskriminalinspektion Lübeck: Eine Serie von Diebstählen hochwertiger Autos ist nach Mitteilung von Oberstaatsanwältin Ulla Hingst aufgeklärt. Am Freitag hat die Staatsanwaltschaft nun offiziell Anklage erhoben gegen zwei polnische Staatsangehörige. Ihnen wird vorgeworfen, insgesamt 41 Autos im Wert von rund 840 000 Euro gestohlen zu haben. Die Anklage lautet auf Verdacht des Diebstahls im besonders schweren Fall sowie Urkundenfälschung. Denn in mehreren Fällen sollen die Täter gefälschte Kennzeichen benutzt haben.

Seit September 2017 war es im Hamburger Umland und vor allem im Kreis Stormarn zu einer Vielzahl von Kfz-Diebstählen gekommen. Umfangreiche Ermittlungen einer aus vier Polizeibeamten bestehenden Ermittlungsgruppe und der Staatsanwaltschaft Lübeck hatten im Juli 2018 zur Festnahme zweier Tatverdächtiger im Alter von 32 und 37 Jahren geführt. Seitdem sitzen die beiden in Untersuchungshaft. Im Juli konnten den beiden Männern 15 Diebstähle von Luxusautos zugeordnet werden, mittlerweile sind es fast dreimal so viele.

Hauptsächlich Ford und Mazda

Dem jüngeren der beiden Angeschuldigten werden 35 vollendete und sechs versuchte Diebstähle hochwertiger Kraftfahrzeuge in Hamburg und an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein (Glinde, Barsbüttel, Oststeinbek, Geesthacht, Bargteheide, Bramstedt, Halstenbek, Norderstedt) zur Last gelegt. Dem älteren Mann wird eine Mittäterschaft hinsichtlich 19 der vollendeten und sechs der versuchten Diebstähle vorgeworfen. „Er soll ab Ende Mai 2018 mit dem jüngeren Angeschuldigten zusammengearbeitet haben“, erklärt Oberstaatsanwältin Hingst. Seit dem Zeitpunkt hatten auch die Ermittlungsbehörden die beiden im Visier, um dann am 17. Juli zuzuschlagen. Auch ein bereits angeworbener Kurierfahrer wurde damals festgenommen.

Beide sollen die Fahrzeuge – hauptsächlich solche der Marken Ford und Mazda – entwendet haben, um sie in ihrem Heimatland Polen gewinnbringend abzusetzen. Dabei öffneten sie die Autos zunächst gewaltsam, um anschließend mit speziellem elektronischen Werkzeug einen Schlüsselrohling so zu verändern, dass die Wegfahrsperre umgangen werden kann. „Das Besondere bei dieser Gruppe war, dass sie sehr versiert und breit aufgestellt beim Öffnen der verschiedenen Fahrzeugtypen war“, hatte Ulla Hingst bereits Anfang August gesagt, als sie den großen Schlag gegen organisierten Autodiebstahl der Öffentlichkeit vorstellte. Bei Durchsuchungen konnten Fahrzeugschlüssel, vorbereitete Kennzeichen-Dubletten und weitere Beweismittel sichergestellt werden.

In zwei der Fälle geht die Anklageschrift von einem Diebstahl von Fahrzeugen mit einem sogenannten Keyless-Go-System aus, das die mutmaßlichen Täter unter Verwendung eines Funkwellenverlängerers überwunden haben sollen. Vor rund einem Jahr hatte es auch eine Serie von Diebstählen solcher Keyless-Go-Autos gegeben. Auch hier laufen die Ermittlungen immer noch.

Bei sieben Taten sollen die beiden in U-Haft sitzenden Männer die Fahrzeuge mit falschen Kfz-Kennzeichen versehen haben, um sie so nach Polen bringen zu können. Mehrere Autos konnten inzwischen sichergestellt und den Eigentümern zurückgegeben werden.

Über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Terminierung der Hauptverhandlung hat das Landgericht Lübeck noch nicht entschieden.

Markus Carstens

Im Bäckereihandwerk wird es immer schwerer, Nachwuchs zu finden. Eine Auszubildende im dritten Lehrjahr erzählt, warum sie trotz anstrengender Arbeitszeiten Bäckerin wird.

27.12.2018

Die Zeichen stehen auf Grün: 2019 stellt die Stadt Reinfeld einen Klimaschutzmanager ein. Darauf haben sich die Stadtverordneten geeinigt. Der Vertrag soll zunächst auf zwei Jahre laufen.

27.12.2018

Daran wird sie sich noch lange erinnern: Als 7000. Besucherin des Shanty-Weihnachtssingens bekam Gunda Lindemann eine Ente von geschenkt.

27.12.2018