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Stormarn Neue Millionen für Stormarns Kitas
Lokales Stormarn Neue Millionen für Stormarns Kitas
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16:09 21.11.2018
Durch den Zuwachs an Einwohnern insgesamt im Kreis gibt es auch immer mehr kleine Stormarner, die einen Kita-Platz benötigen. Quelle: dvd
Bad Oldesloe

Den sprudelnden Steuereinnahmen sei Dank: Das Land stockt die Zuschüsse für Kita-Baumaßnahmen auf über 30 Millionen Euro auf. Erst Anfang November hatten Landesregierung und Regierungsfraktionen gemeinsam ein Paket von 15,4 Millionen Euro für den Aus- und Umbau von Kindertagesstätten auf den Weg gebracht. „Jetzt stockt die Landesregierung die Kita-Bau-Förderung um weitere 17,8 Millionen Euro auf damit insgesamt 33,2 Millionen Euro im nächsten Jahr auf“, so Tobias Koch aus Ahrensburg, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kieler Landtag und zugleich Parteivorsitzender der Stormarner Christdemokraten.

Während die erste Tranche von 15,4 Millionen Euro für Baumaßnahmen an bestehenden Kitas vorgesehen sei, zum Beispiel um diese mit einem zusätzlichen Gruppenraum zu erweitern, die Kita barrierefrei umzubauen oder für das digitale Zeitalter mit WLan auszustatten, sei die zweite Tranche für den klassischen Kita-Neubau gedacht, erklären die Stormarner CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Koch, Lukas Kilian und Claus Christian Claussen.

„Die Landesregierung reagiert damit insbesondere auch auf die Situation in Stormarn. Bei wachsender Bevölkerung steht bei uns im Kreis nach wie vor der komplette Neubau von Kindertagesstätten auf der Tagesordnung, wie derzeit mehrere Bauvorhaben im Kreisgebiet zeigen. Die jeweiligen Städte und Gemeinden können nach der jüngsten Beschlussfassung auch im kommenden Jahr Zuschüsse für ihre Baumaßnahmen beantragen“, so Lukas Kilian.

Mehrere Kitas im Bau

„In Ahrensburg und Großhansdorf sind derzeit Kitas im Bau“, berichtet Patrick Ziebke, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Stormarn. „Und auch zum Beispiel in Rethwisch ist der Neubau einer Kita geplant.“ Alle könnten sich zunächst bewerben, die konkrete Ausgestaltung der Förderung sei noch offen. Die Landtagsabgeordneten wollten zudem direkt in die Gemeinden gehen und darum werben, Förderanträge zu stellen, so Ziebke weiter.

In Rethwisch hatte die Gemeinde zuletzt auf Fördermittel von Kreis und Land gewartet und diese immer wieder angemahnt. Drei Millionen Euro sollen investiert werden, um die evangelische Kindertagesstätte in Rethwisch erheblich zu erweitern. Davon will die Gemeinde die Hälfte der Kosten selbst finanzieren, die anderen 1,5 Millionen Euro sind jedoch als Zuschüsse eingeplant. In der Einrichtung sollen nicht nur Kinder aus Rethwisch betreut werden – es sind auch Jungen und Mädchen aus Meddewade und Westerau in Stormarn sowie Groß Boden im Herzogtum Lauenburg mit dabei. Derzeit kommen täglich 62 Kinder in die Kita, nach der Erweiterung sollen es 125 sein. Vier weitere Gruppen sollen dazu kommen.

Auch im Lasbeker Ortsteil Barkhorst plant die Gemeinde den Neubau einer Kita. Kosten: rund 2,2 Millionen Euro, die – bislang – von der Gemeinde größtenteils selbst finanziert werden sollte. Bad Oldesloe plant eine neue Kita für das Neubaugebiet Claudiussee, außerdem gibt es eine Anbau für den Waldorf-Kindergarten. Und auch im Amt Nordstormarn gibt es wachsende Gemeinden, die größere Kitas benötigen, zum Beispiel Klein Wesenberg und Stubbendorf.

Höhere Bundesmittel

Die jetzt zusätzlich beschlossene Förderung seien vor allem durch höhere Bundesmittel möglich geworden. Die Politik von Landes- und Bundesregierung ergänze sich an dieser Stelle nach Auffassung der drei Stormarner CDU-Landtagsabgeordneten ganz hervorragend.

„Neben dem Bevölkerungswachstum im Hamburger Land bedarf es landesweit zusätzlicher Anstrengungen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verwirklichen. Das jetzt zur Verfügung stehende Gesamtpaket ist dafür ein weiterer wichtiger Baustein. Als Jamaika-Koalition lassen wir die Kommunen bei der Bewältigung dieser Aufgabe nicht allein“, so Claus Christian Claussen.

Dem Kreis Stormarn wird – anderen als den meisten anderen Kreisen in Schleswig-Holstein – ein starkes Bevölkerungswachstum bis 2030 prognostiziert. Dafür wurde unter anderem das Bündnis für bezahlbares Wohnen vom Kreis angestoßen. Und wo neue Häuser und Wohnungen entstehen, bedarf es auch der passenden Infrastruktur wie Straßen oder eben auch Kindertagesstätten.

Derzeit leben bereits mehr als 240.000 Menschen in Stormarn – vor fünf Jahren waren es noch gut 230.000. In zwölf Jahren sollen es nochmals rund zehntausend Bürger zusätzlich, da unter anderem viele Hamburger Richtung Stormarn ziehen und zugleich die Menschen ein immer höheres Lebensalter erreichen.

mc

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