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Stormarn Pflege-Projekt: Viel Arbeit für die Verwaltung
Lokales Stormarn Pflege-Projekt: Viel Arbeit für die Verwaltung
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08:00 05.04.2019
Für Sozialhilfeempfänger im Heim zahlt der Kreis unterschiedlich hohe Beiträge, hier ein Symbolbild. Quelle: Archiv
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Bad Oldesloe

Geleitet wird diese von Larissa Bebensee, zugleich Personalchefin bei der Kreisverwaltung. Auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses erstattetet sie nun den Politikern des Kreises Bericht über den derzeitigen Stand. Tenor: Trotz aller Anstrengungen und weiterhin großer Motivation der Mitarbeiter – einige waren auch zur Sitzung gekommen – werde sich das Zieldatum 31. Januar 2020 wohl nicht halten. Sie rechnet eher damit, erst Mitte 2021 alles abgearbeitet zu haben und auf einem dann aktuellen Stand zu sein

Rückstände im Millionenbereich

„Es gab keinen richtigen Überblick über die Anzahl der Rückstände“, sagte Larissa Bebensee. Aufgrund von Führungs- und vielen Mitarbeiterwechseln lag der Bereich zeitweise fast brach. Eine laufende Sachbearbeitung fand nicht statt. Über rund drei Jahre summierten sich die Beträge, die der Kreis den Heimbetreibern schuldete, auf mindestens eine Million Euro. Mehrere Heime gaben Rückstände zwischen 50 000 und 100 000 Euro an. Mit Stichtag 31. Januar 2019 sind nun zumindest alle Anträge aus den Jahren 2015 und 2016 abgearbeitet.

Für 2017 zählt die Verwaltung derzeit noch rund 40 unbearbeitete Anträge, für 2018 rund 100. „Für 2019 sind wir auf einem guten Stand, die Mitarbeiter sind weiterhin bester Stimmung“, berichtete Bebensee. In einer eigens eingerichtete Telefon-Hotline seien seit Juli 2018 rund 1000 Anrufe eingegangen, 200 davon waren Beschwerden.

Deutliche Worte des Personalrats

„Da hat sich Stormarn nicht mit Ruhm bekleckert. Das ist extrem peinlich“, sagte Ausschussvorsitzende Margot Sinning (SPD), die jedoch die „Sisyphus-Arbeit“ des Projektteams ausdrücklich lobte. „Das hat sich gut entwickelt, wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte auch Maik Neubacher (CDU). Thomas Bellizzi (FDP) mahnte an, langfristig zu denken. Er rechnet mit mehr Bezugsempfängern, steigenden Kosten und dadurch am Ende auch mehr Arbeit für die Verwaltung.

Deutliche Worte fand Personalrat Joachim Sauer. „Man muss sich schämen als Kreisverwaltung, die Heimbetreiber so lange auf Geld warten zu lassen.“ Kritisch sieht er auch die Doppelbelastung von Larissa Bebensee als Personal- und Projektleiterin.

300 neue Anträge pro Jahr

Den Kreis kosten die betroffenen Heimbewohner jährlich mehrere Millionen Euro. Pro Jahr kommen etwa 300 neue Anträge rein. Je nach Pflegegrad sowie den persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen zahlt der Kreis Stormarn die entsprechenden Differenzbeträge an die Alten- und Pflegeheime.

mc

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