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Stormarn Stormarn bietet mit seiner „super Lage“ Erholung pur
Lokales Stormarn Stormarn bietet mit seiner „super Lage“ Erholung pur
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21:33 01.08.2018
Werner Lambrecht machte mit seinem Wohnmobil Station in Bad Oldesloe. Quelle: M. Thormählen
Bad Oldesloe

„Wir sind ein Binnenlandkreis mit einer super Lage“, erläutert Stormarns Tourismusmanagerin Rabea Stahl. Dies werde angesichts der guten Verkehrsanbindungen deutlich, und die Nähe zu den Hansestädten Lübeck und Hamburg sei von enormem Vorteil. Rabea Stahl untermauert die positive Entwicklung mit eindrucksvollen Daten: Die Übernachtungszahlen in gewerblichen Betrieben, die zehn oder mehr Betten anbieten, sind in den vergangenen fünf Jahren um 21,6 Prozent gestiegen, die der Gästeankünfte um rund 18 Prozent. 2012 wurden im Kreis insgesamt 341827 Übernachtungen registriert und dazu 176

Nord- und Ostsee gelten als unbestrittene Größen, wenn es um den Tourismus in Schleswig-Holstein geht. Aber auch das Binnenland hat seinen Reiz, und so profitiert Stormarn von dem Urlauberboom. Die Zahl der Übernachtungs- und Tagesgäste ist spürbar gestiegen.

117 Gäste gezählt. Im vergangenen Jahr gab es bereits 415521 Übernachtungen und 207788 Gäste checkten ein.

Im Moment gibt es einen Rückgang bei Übernachtungen und Ankünften bis Mai im Vergleich zum gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. „Eine Erklärung dafür kann ich nicht liefern. Jedoch stimmt das nicht negativ“, so Rabea Stahl. 2017 sei in den ersten fünf Monaten ein ungewöhnlich hohen Zuwachs von mehr als 15 Prozent ausgewiesen worden: „Und wir liegen mit den aktuellen Zahlen noch über denen aus dem Jahr 2016.“ Offizielle Daten gibt es nur zu Übernachtungen und Ankünften aus gewerblichen Beherbergungsbetrieben – die Entwicklung bei privaten Zimmervermietern und Ferienwohnungen wird in der Statistik nicht erfasst.

Nicht nur mit dem Hinweis, in einer Region Urlaub machen zu können, die zwischen zwei interessanten Großstädten liegt, will die Tourismusmanagerin neue Gästekreise ansprechen: „Wir haben in Stormarn viel zu bieten – unsere Schlösser sowie kulturelle Veranstaltungen.“ Und mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, sei im Kreis auch eine ganz hervorragende Alternative. Dazu, so Rabea Stahl, spiele der Hinweis auf die möglichen Kosten eine Rolle: „Wer an der Nord- oder Ostsee in der ersten Reihe seinen Urlaub verbringen möchte, der muss deutlich mehr bezahlen als bei uns.“

Um Kosten geht es auch bei den Wohnmobilplätzen in Bad Oldesloe. Werner Lambrecht hat zwei Nächte mit seinem Fahrzeug auf dem Exer gestanden. „Ich war auf einer Tour nach Schleswig“, sagt der 67-jährige Berliner. Den Hinweis auf die Wohnmobil-Stellplätze hat er in einschlägigem Kartenmaterial gefunden und den Aufenthalt in Stormarn nicht bereut: „Der Platz ist ganz in Ordnung, vor allem die Nähe zum Stadtzentrum ist sehr gut. Außerdem muss man keine Gebühren bezahlen.“ Um den Platz noch besser zu bewerten, müsste es sanitäre Einrichtungen geben. „Und da kann die Benutzung auch etwas kosten“, sagt Werner Lambrecht.

„Die Plätze für Wohnmobile werden gut angenommen“, hat auch Stormarns Tourismusmanagerin festgestellt. Wünschenswert sei deshalb, dass von Städten und Gemeinden weitere Flächen ausgewiesen werden:

„Es muss aber schöne Flecken sein.“

Hotels sind nach den Worten von Rabea Stahl zurzeit gut gebucht, auch in der Gastronomie liefen die Geschäfte. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit den Betrieben weiter ausbauen.“ Nicht nur Übernachtungsgäste zieht es immer mehr in den Kreis, auch bei den Tagesgästen gibt es ein Plus. Sie kommen meistens aus der Metropolregion Hamburg. „Wer nur für ein paar Stunden zu uns kommen will, nimmt eine Anfahrt von bis zu 90 Minuten in Kauf“, lautet die Erfahrung der Tourismusmanagerin. Deshalb sollte darauf hingewiesen werden, mit welchen Angeboten die Besucher rechnen können. „Wir haben einen prallen Veranstaltungskalender – da gibt es viele Hoffeste bis zum Karpfenfest in Reinfeld“, sagt Rabea Stahl.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor

Das Tourismusinstitut „dwif“ legte eine Studie für diesen Wirtschaftsfaktor im Kreis Stormarn vor. Sie ergab einen Bruttoumsatz aus Tages- und Übernachtungstourismus im Jahr 2011 von 175,8 Millionen Euro – davon rund 40 Millionen Euro durch Tagesgäste und 175 Millionen Euro dank der Übernachtungen. Aktuelle Studien dazu liegen nicht vor. Weil es in sieben Jahren eine deutliche Steigerung gab, wird der Bruttoumsatz dementsprechend deutlich höher ausfallen – vermutlich mit weit über 200 Millionen Euro pro Jahr.

Michael Thormählen