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Stormarn Stormarn freut sich auf die Cyclassics
Lokales Stormarn Stormarn freut sich auf die Cyclassics
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10:45 18.07.2019
So war es im August 2018. Auch in diesem Jahr führen die Cyclassics wieder über Stormarner Landstraßen. Quelle: Jens Burmester
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Trittau/Hamburg

Nach der Premiere im August 2018 kommen die Hamburger Cyclassics auch in diesem Jahr wieder nach Stormarn. Die 100-Kilometer-Schleife, eine von drei angebotenen Strecken, führt Profis wie Amateur-Pedaleure am Sonntag, 25. August, unter anderem über Ahrensburg, Lütjensee und erstmals auch Trittau.

Vor einem Jahr gab es große Bedenken gegenüber dem Radrennen, den damit verbundenen Einschränkungen und den Organisatoren, die auch erst wenige Wochen vor dem Start die endgültige Streckenführung bekannt gaben. Der Tag selbst lief dann viel besser als erwartet. Tausende Stormarner säumten die Strecke und feuerten die Radfahrer an, so dass sich die Gemeinden diesmal richtig auf das Event freuen.

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Auch die Organisatoren zogen damals eine positive Bilanz und beschlossen schnell, auch 2019 mit den Cyclassics nach Stormarn zu kommen. Die neue Strecke wurde nicht nur rechtzeitig mitgeteilt, sondern auch das Gespräch gesucht mit allen Beteiligten vor Ort. „Die Veranstalter haben uns ausführlich ihr Organisations- und Sicherheitskonzept vorgestellt. Das war sehr beeindruckend“, sagt Ulrike Stentzler, Bürgermeisterin von Lütjensee und stellvertretenden Amtsvorsteherin des Amtes Trittau.

Strecke führt durch den Sachsenwald

Durch das Gebiet des Amtes führt ein Großteil der Strecke. Wie vor einem Jahr werden die Radfahrer über den Nordosten Hamburgs nach Ahrensburg, Großhansdorf und Lütjensee geführt. Während es damals weiter ins Lauenburgische ging nach Koberg, Köthel und Hamfelde, geht es nun über Großensee, Rausdorf und Trittau südlich der Hahnheide nach Hamfelde. Grund dafür sind die Bauarbeiten und die damit verbundenen Sperrung der B 404 in diesem Bereich.

Von Hamfelde führt die Strecke dann weiter über Kuddewörde und Grande durch den Sachsenwald nach Aumühle und Reinbek sowie schlussendlich wieder Richtung Ziel in der Hamburger City. „Wir freuen uns, unseren Teilnehmern diesen finalen Streckenplan präsentieren zu können, damit sie sich in den verbleibenden Wochen gezielt auf ihren Start vorbereiten können“, sagt Renndirektor Thorben Lange. „Gleichzeitig möchten wir uns bei allen am Abstimmungsprozess beteiligten Behörden für die konstruktiven Gespräche der letzten Monate bedanken.“ Wie gewohnt werde man sich bis zuletzt in Detailabsprachen befinden, den Streckenverlauf würden diese jedoch nicht mehr beeinflussen.

Viel Stimmung in Lütjensee

„Wir waren anfangs skeptisch wegen der Umleitung durch unseren Ort“, erklärt Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler, doch auch dafür wurde eine Lösung gefunden. Die Radfahrer kommen aus Richtung Siek und biegen dann scharf rechts ab nach Großensee – sie fahren damit nicht auf der Umleitungsstrecke für den gesperrten B-404-Abschnitt. „An der Kreuzung standen schon im vergangenen Jahr viele Leute und haben Stimmung gemacht“, erinnert sich die Bürgermeisterin.

Die 100-Kilometer-Strecke führt durch den Kreis Stormarn.   Quelle: Wenzel

In Großensee wiederum habe es Bedenken gegeben wegen der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr, so Stentzler. Doch auch die wurden beseitigt: Die Wehr wird am Veranstaltungstag ihre Fahrzeuge so im Ort postieren, dass sie problemlos zu erreichen sind und alle potenziellen Einsatzorte angefahren werden können.

Freie Fahrt in Trittau

Auch in Trittau freut man sich auf die sportliche Großveranstaltung. „Es gibt zwar Einschränkungen, aber das sind wir ja gewohnt“, sagt Jens Hoffmann, der gerade den urlaubenden Bürgermeister Oliver Mesch vertritt. Momentan wird noch ein Stück der Hamburger Straße saniert, so dass die Sportler am Renntag über frischen Asphalt düsen können. Eine Kollision mit dem Trittauer Schützenfest gibt es in diesem Jahr auch nicht, es ist bereits eine Woche vorher.

Tipps für Zuschauer

Auch der Radsportverein (RV) Trave wird mit einigen Fahrern dabei sein, die zumindest den Abschnitt von Ahrensburg bis Lütjensee gut kennen. „Das ist eine unserer Trainingsstrecken“, sagt der 2. Vorsitzende Frank Drews aus Sülfeld. Auch der weitere Verlauf über Großensee und Trittau sei reizvoll, biete gute Straßen und eine schöne Landschaft. Drews rechnet damit, dass vor allem in Ahrensburg viel los sein wird. Er empfiehlt zudem für Zuschauer besagte Kreuzung in Lütjensee. „Da kann man auch die Profis aus nächster Nähe sehen, weil sie dort nur in gemäßigtem Tempo um die Kurve fahren können.“

Drei Strecken

Mit rund 18 000 Teilnehmern rechnen die Veranstalter von Ironman Germany. Angeboten werden erneut drei Strecken: 60, 100 und 160 Kilometer (siehe Grafik). Für alle Strecken sind noch Startplätze vorhanden. Allerdings gab es schon den finalen Preissprung (85 bis 101 Euro). Start ist am Sonntagmorgen ab 7.25 Uhr, für die 100 Kilometer in verschiedenen Gruppen ab 8.10 Uhr. Das Eliterennen – unter anderem mit Deutschlands Top-Sprinter André Greipel aus Rostock – wird um 11.45 Uhr gestartet und führt auch durch Stormarn. Dementsprechend ist während des gesamten Tages mit Sperrungen zu rechnen.

Internet: cyclassics-hamburg.de

Markus Carstens