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Lokales Stormarn Stormarn schränkt Rinderexporte ein
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13:49 21.02.2019
Rinderexporte werden von vielen Kreisen des Landes eingeschränkt.
Rinderexporte werden von vielen Kreisen des Landes eingeschränkt. Quelle: dpa
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Bad Oldesloe

Der Kreis Stormarn wird bis auf weiteres keine Tiertransporte von Rindern in bestimmte Staaten außerhalb der Europäischen Union mehr genehmigen und auch keine Vorlaufatteste für Tiere zum Transport zu Sammelstellen mehr ausstellen. Hiervon sind Exporte in die Türkei, den Nahen Osten, den Maghreb und in asiatische Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion betroffen. Das teilte der Kreis am Donnerstag mit.

Hintergrund für diese Entscheidung seien Informationen, die der Veterinärbehörde des Kreises aufgrund von Berichterstattungen und fachlichen Stellungnahmen vorliegen. So ist laut Mitteilung der Veterinärbehörde nicht gewährleistet, dass der Tiertransport von Nutz- und Zuchttieren nach den Vorgaben des EU-Tierschutzrechts erfolgt. Außerdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass neben der üblichen Betäubungslosigkeit bei der Schlachtung in den betroffenen Ländern sehr häufig Praktiken ausgeübt werden, die den Tieren länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen und Leiden zufügen.

Sowohl die Versorgung der Tiere auf den langen Transportwegen als auch die tierschutzgerechte Schlachtung in den Ankunftsstaaten sind offensichtlich nicht durchgängig gewährleistet, schreibt der Kreis. Und weiter: „Zudem werden Tiere nach Informationen der Veterinärbehörde häufig unter Qualen getötet. Dies ist mit den europäischen Vorstellungen von Tierschutz nicht vereinbar.“ Der Kreis Stormarn sei eine enge Zusammenarbeit mit dem Kreisbauernverband wichtig, mit dem er im Austausch über das Vorgehen stehe.

Die Abfertigungen der Tiertransporte sind ausgesetzt. Jetzt muss gemeinsam mit der Fachaufsicht im Landwirtschafts-Ministerium des Landes Schleswig-Holstein der Sachverhalt abschließend geprüft und eine Entscheidung getroffen werden.

Nach den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Steinburg hatte mit Nordfriesland am Dienstag der dritte Kreis in Schleswig-Holstein ein vorläufiges Verbot für Rindertransporte in mehr als 14 Staaten außerhalb der EU erlassen. Weitere Kreise könnten nachziehen.

Der Kreis Segeberg lässt den Export von Rindern in bestimmte Staaten nach eigenen Angaben derzeit juristisch prüfen. Im Kreis Herzogtum Lauenburg und Ostholstein gibt es nach Angaben der Kreisverwaltungen keine Sammelstellen für Rindertransporte.

LN