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Stormarn Raststätte Buddikate steht jetzt unter Strom
Lokales Stormarn Raststätte Buddikate steht jetzt unter Strom
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17:34 19.12.2018
Einmal volltanken bitte: (v.l.) Dominik Ziriakus (Ionity), der Bundestagsabgeordnete Gero Strojohann, Torsten Conradt vom Landesbetrieb und Andreas Rehm von Tank & Rast an der neuen Ladestation. Quelle: mc
Todendorf

Noch halten täglich Tausende Autofahrer auf der A-1-Raststätte Buddikate an den normalen Zapfsäulen mit Benzin und Diesel, um ihr Vehikel auftanken. Wenn es dagegen nach Dominik Ziriakus von der Ionity GmbH geht, steuern schon in zehn Jahren viele Autos die Ultraschnell-Ladesäulen direkt vor dem Rasthaus an. Dort können ab sofort Elektroautos viel schneller aufgeladen werden als an herkömmlichen Säulen. Kostenpunkt pro Ladung: acht Euro.

„Ich gehe davon aus, dass es irgendwann im nächsten Jahrzehnt ,rumms’ macht“, sagt Ziriakus und meint damit den Durchbruch für Elektroautos. Noch sieht es dafür etwas mau aus. Im Kreis Stormarn sind derzeit beispielsweise 313 reine E-Autos zugelassen. Probleme sind weiterhin die geringe Reichweite und die lange Ladezeit.

Das zu ändern und die entsprechende Infrastruktur zu schaffen, hat sich die Firma Ionity zur Aufgabe gemacht. Ionity ist ein Gemeinschaftsunternehmen von BMW, Daimler, Ford und Volkswagen. Bis 2020 will das Unternehmen europaweit an 400 Standorten solche Ultraschnell-Ladesäulen errichtet haben. Die erste in Schleswig-Holstein ist nun auf der Raststätte Buddikate-Ost in Richtung Lübeck in Betrieb, eine zweite entsteht gegenüber auf der anderen Seite der Autobahn. Weitere Standorte soll es an der A 7 bei Neumünster und Großenaspe geben.

Die neuen Stationen – auf der Buddikate gibt es vier Säulen – verfügen über eine Ladeleistung von bis zu 350 Kilowatt (kW). „Das ist eine Zukunftstechnologie“, sagt Andreas Rehm von Tank & Rast; wohlwissend, dass bislang kaum Autos auf so eine Leistung ausgerichtet sind. Tank & Rast ist ein bundesweiter Betreiber von Autobahn-Raststätten und Kooperationspartner von Ionity.

Aufgeladen in 20 Minuten

„Es kann aber natürlich jedes Auto hier aufgetankt werden“, sagt Rehm weiter. Je nach Ausstattung und Batterie könne der Ladevorgang schon nach 20 Minuten abgeschlossen sein. Wer derzeit sein Elektroauto zu Hause an die Steckdose schließt, muss dagegen mehrere Stunden warten. Auf eine Kilometerleistung wollten sich die Fachleute nicht genau festlegen. Auch das hänge vom jeweiligen Fahrzeug ab.

Kompatibel seien auf jeden Fall fast alle Elektroautos. „Wir benutzen den europäischen Standardstecker“, erklärt Ziriakus. Und der Strom sei zu 100 Prozent Grünstrom. 14 Ultraschnell-Ladesäulen stehen bereits an deutschen Autobahnen, 80 sollen es werden bis zum Jahr 2020. Dazu kommen bislang 310 Schnellladestationen im Netz von Tank & Rast mit Ladeleistungen von 50 bis 150 kW.

„Ich freue mich, gemeinsam mit Tank & Rast diese ersten Ultraschnellladesäulen an einer Autobahnraststätte in Norddeutschland in Betrieb zu nehmen. Es ist wichtig, dass die Bürger in unserem Bundesland an Fortbewegungskonzepten der Zukunft teilhaben“, sagt Gero Storjohann (CDU), Mitglied des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages.

Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, sagt mit Blick auf die Bedeutung der A 1 als wichtige, länderübergreifende Verkehrsachse: „Mit der Errichtung der Ultraschnellladesäulen wird hier in die überregionale Infrastruktur Schleswig-Holsteins investiert und die Elektromobilität damit langstreckentauglich – eine sehr gute Ergänzung für die im Bau befindliche Teststrecke der Elektro-Lkw an der A 1 zwischen Lübeck und Reinfeld.“

Markus Carstens

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