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Stormarn Stormarn zieht es zu Hamburg
Lokales Stormarn Stormarn zieht es zu Hamburg
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02:33 22.01.2013
Von Kerstin Kuhlmann-Schultz
Bad Oldesloe

Ende vergangenen Jahres hat der Stormarner Kreistag eine Resolution verabschiedet, in dem er Stellung zur einer möglichen Änderung des Landesplanungsgesetzes bezog: Stormarn lehnte eine Änderung ab. Sollte sich eine Neuaufteilung der Planungsräume nicht verhindern lassen, so die Forderung der Kreispolitik, soll ein einheitlicher Planungsraum für die Hamburg-Randkreise beibehalten werden. Inzwischen bringt auch die Arbeitsgemeinschaft der Hamburger Randkreise eine Stellungnahme in Richtung Kiel auf den Weg. Stormarn ist Mitglied dieser Arbeitsgemeinschaft.

Die Mitglieder des Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschusses (WPB) des Kreises schlossen sich der Stellungsnahme jetzt an: „Für die in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossenen sieben Kreise und zwei kreisfreien Städte kommt, wenn es die feste Absicht des Landes ist, die Planungsräume zu verändern, nur die Schaffung eines Planungsraumes Süd in Betracht, der den schleswig-holsteinschen Teil der Metropolregion Hamburgs vollständig umfasst.“ Die Stadt Neumünster solle zwingend in den Planungsraum integriert werden. „Der Neuner-Raum stört uns am wenigsten“, so Landrat Klaus Plöger (SPD) im Ausschuss. Er betonte, dass „alles nur doof ist, was passiert. Aber es ist ja auch nicht meine Landesregierung.“ Plöger versucht, die Zusammenlegung von Stormarn und dem Kreis Herzogtum Lauenburg mit Ostholstein und Lübeck zu vermeiden. „Das Land wird sie nicht Plön und Kiel zuordnen, das wollen die nicht haben. Aber alles, was jetzt kommt, ist eine Krücke. Wir haben immer gemacht, was wir wollten, egal, wer bei uns mit im Boot sitzt. Wenn wir geschickt weitermachen, setzen wir durch, was wir wollen.“ Schließlich „kommen von uns die Steuern“. Plöger bekommt Unterstützung von seinem Parteikollegen Friedrich-Eugen Bukow. „Lübeck und Ostholstein gehören nicht in die Metropolregion, und ich habe auch Magenschmerzen bei Neumünster. “ Es sei eine Vergewaltigung der Planungsräume, „das ist nicht aus sich gewachsen“. Allerdings gab nicht allein er den Hinweis, dass die Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Hamburger Randkreise von dem abweiche, was der Kreistag beschlossen hätte. „Das ist blamabel.“

Das sieht der Landrat anders: „Der Kreistag würde nicht völlig seine Meinung ändern. Aber die schlechteste Lösung — ein Zusammenschluss von Ostholstein, Lübeck, Herzogtum Lauenburg und Stormarn — könnte kommen, wenn wir uns nicht einigen.“ WPB-Vorsitzeder Detlef Hinselmann (CDU) warnte davor, als „gespaltenes Team aufzutreten“. Hergen Tantzen (FDP) machte klar: „Wir vergeben uns nichts, wir sind vier und dann kommen alle anderen dazu.“ Gabi Felkner (CDU) erkannte mit den Planungen gar eine Vorstufe zum Nordstaat.

Die Arbeitsgemeinschaft sieht keinen Grund für den Neuzuschnitt der Planungsräume im Landesteil Metropolregion Hamburg. Vielmehr ist den Mitgliedern aufgefallen, dass der Raum um Hamburg von der „Modernisierung“ der Regionalplanung betroffen ist.„Gerade der Raum, in dem die planerische Zusammenarbeit der Kreise untereinander sowie die Zusammenarbeit mit Hamburg seit Jahrzehnten gut funktioniert.“ Und weil dies so sei, solle das auch nicht geändert werden.

K. Kuhlmann-Schultz

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