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Stormarn Strohballenbrand in Ahrensburg: War es Brandstiftung?
Lokales Stormarn Strohballenbrand in Ahrensburg: War es Brandstiftung?
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12:05 25.09.2019
Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW waren am Dienstag stundenlang mit den Löscharbeiten der Strohrundballen beschäftigt. Quelle: Christopher Leimig
Ahrensburg

Das war ein langer Einsatz für die Feuerwehrleute: Das Löschen der rund 200 Strohballen, die am Dienstagnachmittag direkt neben den Bahnschienen in Ahrensburg in Brand geraten sind, dauerte bis tief in die Nacht. Etwa 100 Einsatzkräfte der vier Freiwilligen Feuerwehren aus Ahrensburg, Wulfsdorf, Großhansdorf und Ahrensfelde waren beteiligt. Zusätzlich bekamen die Frauen und Männer der Feuerwehr Hilfe vom THW.

Einsatzkräfte von drei Freiwilligen Feuerwehren aus und um Ahrensburg waren bis in die Nacht damit beschäftigt, die rund 200 in Brand geratenen Strohballen zu löschen.

Feuerwehr hatte Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung

Am Nachmittag hatten Autofahrer linksseitig der Hamburger eine starke Rauchentwicklung bemerkt und den Notruf 112 gewählt. Bei Eintreffen der Feuerwehren brannte der vordere Teil des Rundballenlagers bereits in voller Ausdehnung, auch das Buschwerk neben dem Bahndamm brannte lichterloh. Dicke Rauchsäulen stiegen in den Himmel und waren schon aus großer Entfernung gut zu sehen. Aufgrund der Besonderheiten an der Einsatzstelle hatte die Rettungsleitstelle alle Ahrensburger Ortswehren und zur Unterstützung die Freiwillige Feuerwehr Großhansdorf alarmiert.

Schwierigkeiten bereitete zunächst die Wasserversorgung. Um ausreichend Löschwasser an die Brandstelle zu bringen, wurde eine Schlauchleitung über mehrere hundert Meter Entfernung zur Hamburger Straße gelegt. „Mit mehreren Trupps rückten die Feuerwehrleute gegen die Flammen vor, schützten das Buschwerk am Bahndamm und die Oberleitungen der Bahn“, sagte Jan Haarländer, Einsatzleiter der Feuerwehr. Nach Rücksprache mit dem Notfallmanager der Bahn habe man schließlich die Schläuche unter den Gleisen verlegt, damit der Bahnverkehr um 16.49 Uhr in langsamer Fahrt wieder aufgenommen werden konnte. Dadurch lief Zugbetrieb mit zahlreichen Fahrtausfällen und etwa 30-minütigen Folgeverspätungen wieder an.

Landwirt musste beruhigt werden

Äußerlich gefasst sah Landwirt Helmut Bastian den Löscharbeiten zu: „Leider bin ich nicht versichert, wer denkt denn an so was. Nun habe ich durch das Feuer mindestens 10.000 Euro Verlust. Besonders schlimm: Ein Großteil der Heuballen waren schon von meinen Kunden bestellt. Ersatz bekomme ich auf gar keinen Fall so schnell herbei.“ Als dann auch noch der Teleskoplader des THW die brennenden Heuballen zum Ablöschen auf der Wiese verteilten, atmete er kurz durch: „Jetzt machen die mir auch noch die Wiese kaputt.“

Mit einer Tasse Kaffee beruhigte Peter Körner von der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensfelde den Mann und und erklärte ihm die Notwendigkeit dieser Maßnahme: „Um die Flammen schnell ablöschen zu können, müssen wir die Ballen weiträumig verteilen und mit Harken auseinanderziehen, sonst sind wir bis zum frühen Morgen noch hier.”

Gefahrenwarnung für Anwohner um Mitternacht

Die vielen Rundballen mussten mit einem Teleskoplader des THW auseinandergerissen und einzeln gelöscht werden. Gegen Mitternacht warnte die Feuerwehr Anwohner in der Hamburger Straße/Ecke Brauner Hirsch, Fenster und Türen geschlossen zu halten. „Es kam während der Löscharbeiten zu einer sehr starken Rauchentwicklung, deswegen haben wir die Warnung herausgegeben“, sagt ein Sprecher der Regionalleitstelle Süd. Gegen 2:45 Uhr konnte der Einsatz beendet für die Anwohner Entwarnung gegeben werden.

Kriminalpolizei sucht Zeugen

Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus. Zeugen, denen zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Brauner Hirsch aufgefallen sind, melden sich bitte bei der Kriminalpolizei in Ahrensburg unter der Telefonnummer 04102 80 90.

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Von rtn/han

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