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Stormarn Taucher befreien Großensee von Müll
Lokales Stormarn Taucher befreien Großensee von Müll
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17:00 05.11.2019
Ramon Reimer von der Seeaufsicht leert ein Netz mit Müll ins Boot. Quelle: Domscheit/hfr
Großensee

In einer gemeinsamen Aktion sammelten 14 Sporttaucher mit Unterstützung von Sportanglern Müll in den Bereichen nahe des Ufers am Großensee. Sie bargen dabei mit ihren Booten Gegenstände wie ein verrostetes, durchlöchertes und gesunkenes Paddelboot, einen Gartengrill und Plastikgartenstuhl, Spielzeug, Schwimmflossen und Taucherbrille, abgebrochenen Paddel, Flaschen aus Glas und Plastik, Verpackungen für Grillgut und Konservendosen.

Seeaufsicht Andreas Peemöller und Großensees Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers zeigten sich halbwegs erleichtert, dass die Menge des Mülls deutlich kleiner ausfiel als beim jüngsten Tauchgang vor zehn Jahren. Trotzdem kam ein Pkw-Anhänger voller Müll zusammen.

Nach der etwa einstündigen Suchaktion an verschiedenen Stellen des Sees bedankte sich der Bürgermeister bei allen  Beteiligten und wartete mit einer Erbsensuppe auf, die vom Inhaber des anliegenden Seerestaurant Strandhus spendiert und persönlich ausgegeben wurde.

Mitglieder der Sportanglervereinigung Hamburg mit Standort Großensee (SAV) und die Großenseer Seeaufsicht hatten zuvor mit sechs Ruderbooten und einem Boot mit E-Motor jeweils zwei Taucher der Tauchsportgruppe Ahrensburg (TSGA) zu den Einsatzorten in den Buchten am Ostufer des Sees und an den Nord- sowie den Südstrand mit dem Freibad gebracht.

Die Umwelt schonen

Ein sehr vorsichtiges und umweltschonendes Vorgehen war erforderlich, da der gesamte See unter Schutz der strengen Schutzvorschriften für Flora-Fauna-Habitate steht, so Bernd Hirschmann von der TSGA, der die Teilnehmer zu Beginn instruierte und für die Aktion einteilte.

Sein Vorschlag lautete, die Tauchgänge so zu organisieren, dass im untersten Bereich der Unterwasserböschungen mit der Suche begonnen und sie Meter für Meter nach oben fortgesetzt wird. Dadurch wird das Absinken von aufgewirbelten Sedimenten im Arbeitsbereich ermöglicht und in der Zone darüber die Sicht noch für den nächsten Arbeitsschritt freigehalten. Ebenso wies er darauf hin, mit Muscheln besetzte kleinere Gegenstände oder zum Beispiel von Krebsen bewohnte Dosen zurückzulassen, um den Seebewohnern das inzwischen eingenommene „Zuhause“ nicht zu nehmen.

Bei einer Wassertemperatur von 14 Grad ergaben die kürzeren und zu ihrer Sicherheit im Zweierteam durchgeführten Tauchgänge in eine Tiefe von bis zu acht Metern jeweils volle Sammelnetze, die an Bord der Ruderboote geleert wurden. Das Bergen des Grills oder Gartenstuhls erforderte einen Tauchgang extra. Das in nicht so großer Tiefe aufgefundene kaputte Paddelboot wurde zuvor ohne Tauchereinsatz zum Sammelplatz geschleppt.

Eine schöne Aktion, so die Beteiligten, von denen schon einige mehr als 40 Jahre Tauchsport in der TSGA betreiben. Der Ahrensburger Verein mit derzeit 70 Mitgliedern bietet Jugendlichen und Erwachsenen Tauchsport vom Schnorcheltraining bis hin zu Kursen für den Erwerb eines Tauchscheins sowie die Taucherausbildung in allen Stufen nach den Standards des Verbands Deutscher Sporttaucher (VDST). Hierzu gibt es Probetrainings Freitags im Ahrensburger „badlantic“ ab 19.45 Uhr.

Von mc

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