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Stormarn Kripo warnt: Falsche Polizisten telefonieren sich durch Reinfeld
Lokales Stormarn

Telefonbetrug: Sechs Anrufe von falschen Polizisten in Reinfeld

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12:40 31.07.2020
Die Kriminalpolizei Bad Oldesloe hat sechs Fälle von versuchtem Telefonbetrug am Donnerstag in Reinfeld gezählt. Quelle: Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa
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Reinfeld

In Reinfeld haben sich am Donnerstag Anrufe durch falsche Polizisten gehäuft. Ermittler der Kriminalpolizei Bad Oldesloe gehen sechs Fällen nach, bei denen Senioren von den Betrügern angerufen worden und nach Wertgegenständen und Bankinformationen ausgefragt worden sind. Als Grund dafür nannten die Anrufer angebliche „Ermittlungen“. Alle sechs Anrufe sollen in der Zeit von 13 bis 14.15 Uhr erfolgt sein.

Mittlerweile scheinen viele Senioren aber gewarnt zu sein. „Die Angerufenen waren aufmerksam und haben keinerlei Informationen herausgegeben und das Gespräch sofort beendet“, sagt Sandra Kilian, Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg.

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Falsche Telefonnummern sollen Vertrauen erwecken

Vor dem Hintergrund dieser Fälle ruft die Polizei aber erneut zur Wachsamkeit auf. Durch digitale Technik sei es den Betrügern leicht möglich, Telefonnummern auf dem Display anzeigen zu lassen, die bei den Angerufenen Vertrauen erwecken – zum Beispiel die Dienststellennummer der örtlichen Polizei oder die „110“.

„Wir, die richtige Polizei, stellen telefonisch niemals Fragen über Ihre Vermögensverhältnisse oder Wertgegenstände“, betont Kilian. Das Gespräch sollte bei geringstem Zweifel daher sofort durch Auflegen des Hörers beendet und der Polizeiruf „110“ gewählt werden.

Kilian appelliert, vor allem ältere Bekannte, Verwandte oder Nachbarn über diese perfiden Betrugsmaschen zu informieren. Wer Opfer eines derartigen Betrugs geworden ist, sollte sich deshalb aber nicht schämen und den Fall bei der nächsten Polizeistelle anzeigen.

Weitere Sicherheitstipps für Senioren gibt es auch auf der Internetseite der Landespolizei Schleswig-Holstein.

Von ov