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Stormarn Reinfeld feiert das Karpfenfest
Lokales Stormarn Reinfeld feiert das Karpfenfest
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12:53 03.09.2018
Stefan Wulf, Amtsdirektor Nordstormarn, tritt mit seinem Team "Amterix" beim Rudervergnügen an. Quelle: Britta Matzen
Reinfeld

Eine Stadt im Ausnahmezustand: Reinfeld feiert an diesem Wochenende das Karpfenfest, das vielleicht schönste Fest des Nordens. „Ich bin extra aus Lübeck hergekommen“, sagt Brigitte Koch. Sie wolle vor allem Fisch essen und sich das Fest mal persönlich anschauen. „Ich habe schon so viel Gutes vom Karpfenfest gehört.“ Tobias Pantwich alias „Der Sägefisch“ hat direkt an der Seepromenade seinen Stand aufgebaut –Schnitzereien mit der Kettensäge. „Ich mache lustige Sachen aus Holz, um von meinem normalen Job abzuschalten“, sagt der Reinfelder, der sonst als Bauingenieur tätig ist. Gerade arbeitet er an einem Papageienfisch. „Die Maserung hat die Fischform quasi vorgegeben. Das Auge war schon da, oben auf den Rücken werde ich noch eine Flosse draufsetzen, dann ist der Fisch schon fertig.“

Das Reinfelder Karpfenfest begeistert die Veranstalter und Besucher gleichermaßen.

Vom Reinfelder Karpfenfest ist nicht nur der Schnitzer, sondern auch Tochter Pia schwer begeistert. „Gestern Abend war das Feuerwerk, das war so toll“, schwärmt die 12-Jährige. Von drei verschiedenen Standorten am Strand und auf dem Herrenteich sei das Spektakel Punkt 23 Uhr entzündet worden. „Das war ein bengalisches Höhenfeuerwerk in drei Ebenen, superklasse. Zehn Minuten lang voll Power mit Musik untermalt - das war fantastisch“, so Pantwich. Die Besonderheit: Weil es ganz windstill war, war der See wie ein Spiegel. „Wir hatten also ein Doppelfeuerwerk, was unglaublich beeindruckend war.“ Auch Albrecht Werner von der Reinfelder Rudergemeinschaft war schwer vom Prachtfeuerwerk angetan. „Wir haben am Bootshaus gesessen und uns das Feuerwerk von hier angeguckt. Das konnte locker mit Travemünde mithalten.“ Überhaupt sei das Karpfenfest ein Highlight in Stormarn. „Dafür, dass Reinfeld so eine kleine Stadt ist, ist das Fest schon eine große Nummer. Reinfeld und die ganze Umgebung sind auf den Beinen. Was Schöneres gibt es eigentlich nicht.“ Dass man alte Bekannte wiedertreffe, sei auch einer der Pluspunkte des Festes. „Man sieht sich, man trifft sich, man schnackt miteinander“, so Werner. Im großen Festzelt gebe es zudem einen Stand, an dem reihum besondere Menschen aus der Stadt ausschenkten – aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden. „Da gibt es immer spannende Gespräche, das ist eine wunderbare Sache.“ Seit einigen Jahren findet parallel zum Karpfenfest auch das Reinfelder Rudervergnügen statt, bei dem Laien-Mannschaften aus Reinfeld und Umgebung in originellen Outfits gegeneinander antreten. Sonnabend starteten unter anderem die Firma Camfil, der Reinfelder Handelsverein, die Reinfelder Stadtverwaltung, die Jugendfeuerwehr, die Initiative Asyl, die Hamburger Drahtseilerei aus Bad Oldesloe und das Amt Nordstormarn. Letztere Mannschaft kam auf die lustige Idee, sich „Amterix“ zu nennen und in Obelix-Kostümen an den Start zu gehen. „Dadurch, dass die Regatta inzwischen zum Karpfenfest-Wochenende veranstaltet wird, bekommt das Wasser, das zu Reinfeld gehört wie der Karpfen, auch noch mal eine besondere Bedeutung“, so Albrecht Werner. Apropos Karpfen - zum Fest schwimmt der Fisch nicht nur im Herrenteich, die Besucher können ihn auch kulinarisch genießen. „Wir haben zum Beispiel Karpfenchips“, sagt Annegret Wenskus. Und Sonntagmittag werde Karpfen blau auf der Terrasse serviert. „Mit Salzkartoffeln, Butter und Meerrettich, so wie sich das gehört“, sagt die Frau des Teichpächters. „Beim Karpfenfest ist die Stimmung immer herrlich entspannt“, hat Angelika Schaufuß festgestellt, die seit Jahren den Toilettenwagen beim Karpfenfest betreibt. Es gebe keine Pöbeleien, keine Schlägereien, alle seien glücklich und zufrieden. „Heute Nacht stellen wir noch die Stühle raus für den Gottesdienst, der morgen früh um 10 Uhr unter freiem Himmel startet. Der ist auch immer richtig gut besucht. Erst recht bei dem tollen Wetter.“ Der WC-Wagen sei in diesem Jahr übrigens reiner Luxus. „Wir haben einen Neuen geliehen, mit fließend Wasser, schwarz-weiß-gemusterter Wandverkleidung, einfach schick. Da bringt das Arbeiten richtig Spaß“, sagt die Stormarnerin strahlend.

Britta Matzen

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