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Stormarn Tankstelle gibt Rabatt auf Sprit
Lokales Stormarn Tankstelle gibt Rabatt auf Sprit
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12:40 22.11.2018
Die Gewerbetreibenden an der Großenseer Straße, die Gemeinde und der Planer arbeiten zusammen, um die Beeinträchtigungen der Anlieger so gering wie möglich zu halten. Quelle: Bettina Albrod
Trittau

In Trittau beginnt mit der Sanierung der Großenseer Straße und dem Bau eines Kreisels eine der größten Baumaßnahmen in der Gemeinde. Ein Jahr lang soll für rund 3,8 Millionen Euro gebaut werden. Verwaltung, die betroffenen Geschäftsinhaber und die Planer haben es geschafft, gemeinsam einen Weg zu finden, um die Nachteile für die Gewerbetreibenden und für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten.

„Das Großprojekt Großenseer Straße hat begonnen“, erklärte Bürgermeister Oliver Mesch. Hier werde ein Kreisel gebaut, um die geplanten neuen Wohngebiete mit 350 Wohneinheiten und einem neuen Famila-Markt verkehrlich anschließen zu können. „Die Großenseer Straße ist eine Landesstraße und schon lange marode“, erläuterte Mesch. Deshalb sei er schon 2015 in Kiel vorstellig geworden, um zu erreichen, dass der Kreisel und die Sanierung der Straße zeitgleich verwirklicht würden. Das sei gelungen. „Anderenfalls hätten drei Jahre Baustelle gedroht.“ Trittau habe die Federführung der Baumaßnahme übernommen, finanziert werde sie großteils von den Bauvorhabenträgern und vom Land.

Gebaut werde ein Kreisel hinter der Waschanlage, gleichzeitig solle der Schulparkplatz vergrößert und vor die Tennishalle verlegt werden. Auch die Entwässerung der Straße, die grundsaniert wird, wird neu gebaut. „Unser Ziel war, dass es bei den Gewerbetreibenden, bei den Schulen und beim Sport weitergehen muss“, betonte Mesch. „Die Großenseer Straße ist außerdem wichtig als innerörtliche Verbindungsstraße.“ Deshalb solle die Befahrbarkeit sichergestellt werden. „Es gibt keine Vollsperrung“, so Mesch, „die Betriebe bleiben anfahrbar, eine Ampel regelt die einseitige Befahrbarkeit der Straße.“

Rabattaktion der Gewerbetreibenden

Zwei Jahre Zeitersparnis und das Ausbleiben einer Vollsperrung sorgen für Aufatmen, aber die anliegenden Gewerbetreibenden sind dennoch von der Baustelle und dem verminderten Kunden-Verkehr betroffen. Insbesondere Ralf Wächter, der die Tankstelle an der Großenseer Straße betreibt, spürt die Teilsperrung. „Wir sind der Gemeinde sehr dankbar, dass sie so unkompliziert auf uns eingegangen ist und unsere Nöte erkannt hat“, lobte er. „Die Baustelle kostet mich richtig Geld.“ Seit Einrichtung der Baustelle am 23. Oktober habe er einen massiven Einbruch erlebt. Durch die Teilsperrung halte sich der Verlust aber in Grenzen. „Es kommen im Vergleich zu vorher etwa 60 Prozent Kunden“, schätzt Wächter.

Oliver Mesch. Quelle: Bettina Albrod

Um ihnen entgegen zu kommen und seinen Verlust aufzufangen, hat er sich verschiedene Rabattaktionen ausgedacht. „Während der Bauzeit gewähre ich beim Tanken einen Baustellenrabatt von einem Cent pro Liter Kraftstoff“, so Wächter. Zwei Euro Rabatt gebe es pro Autowäsche. „Eine Waschanlage darf nicht still stehen, sonst geht sie kaputt“, hat er die Erfahrung gemacht. Zudem gebe er seinen Kunden aktuell Tipps, wo sie am besten langfahren könnten. Er freut sich auf Weihnachten, weil dann Baupause ist und die Sperrung aufgehoben wird. „Wenn die Straße fertig ist, sind durch das neue Wohngebiet auch neue Kunden zu erwarten.“

Anne Krüger beschäftigt sich beruflich mit Insektenschutz. „Derzeit ist Nebensaison“, sagte sie, „da merken wir die Baustelle nicht so sehr. Allerdings sind wir nicht mehr so gut anfahrbar.“ Christian Hirte und Peter Richter führen einen Autobetrieb. „Wir merken die Baustelle nicht so sehr, weil wir Termine vergeben“, erklärte Hirte. Als Sonderaktion böten sie während der Bauzeit aber an, das Auto der Kunden abzuholen. Insgesamt herrsche ein positiver Umgang mit der Situation vor.

Versorgungsleitungen sind ein Problem

Das liegt auch daran, dass Planer Egmont Kugel sich auf die einseitige Sperrung eingelassen hat. „Eigentlich brauchen wir eine Vollsperrung, um in Ruhe bauen zu können“, erklärte er. „Bauen unter Verkehr ist schwer.“ Aus Rücksicht auf die Betroffenen solle die Straße aber geöffnet bleiben. Gebaut werde eine sechs Meter breite Straße mit zusätzlich einem 0,32 Meter breiten Streifen für die Entwässerung und einem 3,50 Meter breiten Gehweg. „Problem sind die Versorgungsleitungen, die sind noch aus einer Zeit, als sie nicht eingemessen wurden.“

Regelmäßige Treffen

Jeden Dienstag treffen sich alle Gewerbetreibenden der Großenseer Straße um 10 Uhr in der Nordöl-Tankstelle, um aktuelle Informationen auszutauschen. Auch Bürger sind zu den Treffen willkommen.

Bettina Albrod

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