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Stormarn Unfall mit Wohnwagen auf der A1: Zwei Autos fangen Feuer
Lokales Stormarn Unfall mit Wohnwagen auf der A1: Zwei Autos fangen Feuer
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17:36 20.06.2014
Ein Feuerwehrmann löscht letzte Glutnester an dem völlig ausgebrannten Skoda Roomster ab Quelle: jeb
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Todendorf

Zunächst hieß es, dass bei dem Unfall zwei Personen eingeklemmt sein sollten. Die Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe schickte die Feuerwehren aus Hammoor und Bargteheide sowie aus Großhansdorf  an die Einsatzstelle, zudem zwei Notärzte und drei Rettungswagen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte am Ort des Geschehens genau 1000 Meter vor dem Autobahnkreuz Bargteheide in Richtung Norden stand ein Auto bereits lichterloh in Flammen, ein zweites Auto hatte Feuer gefangen und brannte schließlich auch aus. Beide Autos lagen zu dieser Zeit kopfüber im Graben seitlich der Fahrbahn. Mit der Seilwinde des Rüstwagens der Großhansdorfer Feuerwehr wurden die beiden Autos wieder auf die Straße gezogen, nachdem sie abgelöscht waren.

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Die Insassen der beiden brennenden Autos wurden mit wahrscheinlich nur leichten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Der ebenfalls alarmierte Rettungshubschrauber aus Hamburg drehte kurz vor der Einsatzstelle wieder ab, weil er nicht benötigt wurde. Für die Löscharbeiten und die Unfallaufnahme blieben der mittlere und rechte Fahrstreifen gesperrt. „Zur Unfallursache können wir noch keine Angaben machen. Wir müssen zunächst noch ein paar Zeugen befragen“, erklärte Georg Ruge, Chef der Autobahnpolizei Bad Oldesloe.

Am späten Nachmittag waren die Ermittlungen der Polizei dann abgeschlossen. Als Unfallverursacherin steht die 50-jährige Fahrerin des Skoda Roomster aus Hannover fest. Sie hat offenbar geträumt und war relativ schnell auf den vor ihr fahrenden Wohnwagenanhänger herangefahren. Dann bekam sie einen Schreck, riss das Lenkrad nach links, um einen Zusammenstoß zu vermeiden und auf den mittleren Fahrstreifen zu wechseln. Dort war der Subaru Forrester eines 45-jährigen Fahrers aus Nordwestmecklenburg unterwegs, der seinerseits zunächst nach links ausweichen wollte, was aber misslang, da er selbst von anderen Verkehrsteilnehmern überholt wurde.

Also riss er sein Lenkrad nach rechts, geriet ins Schleudern und rutschte über die Fahrbahnen. Dabei stieß er mit dem Wohnwagengespann eines des 49-Jährigen aus Bremen zusammen, das daraufhin ins Schleudern geriet und quer zur Straße stehen blieb. Skoda und Subaru überschlugen sich mehrfach und landeten kopfüber im Graben. Dort fingen beide Autos Feuer und brannten komplett aus.

Die Unfallstelle war gegen 14.45 Uhr wieder geräumt. Der Stau löste sich nur sehr langsam wieder auf.    

Der Sachschaden wird auf circa 40 000 Euro geschätzt.

jeb